Wirtschaftlich denken. Nachhaltig handeln.

05.12.17 Wirtschaftlich denken. Nachhaltig handeln.

Beides geht gut zusammen, wie Multikraft seit vierzig Jahren beweist. Heute ist der oberösterreichische Familienbetrieb ein international erfolgreiches Unternehmen mit Handelspartnern in über 35 Ländern.

Die Tanks sind ebenso voll wie die Auftragsbücher. In den Regalen der Lagerhalle reihen sich fertig abgefüllte und etikettierte Flaschen. Der Gabelstapler hievt die Paletten mit den Großgebinden in den abfahrbereiten LKW. Seit 10 Jahren ist das Familienunternehmen Multikraft in Pichl bei Wels am Stumpflhof beheimatet. Die Auftragslage ist sehr gut, die Nachfrage nach Multikraft-Produkten steigt stetig. Es ist also wieder an der Zeit, einige Veränderungen durchzuführen. Und so wird heuer - im Jahr des 40-jährigen Firmenjubiläums - umgebaut und ein weiterer großer Meilenstein in der Geschichte von Multikraft gesetzt.

Vor 40 Jahren starteten Ulrike und Karl Hader als Betrieb mit speziellen, antibiotikafreien Futtermitteln und vor 20 Jahren beschritten sie mit Effektiven Mikroorganismen neue Wege. Schon seit Bestehen des Unternehmens liegt der Fokus auf ökologischen Lösungen, die sich Prozesse in der Natur zum Vorbild nehmen. Wie man ressourcenschonend und vorbeugend handelt, ist auch ein Grundprinzip der Arbeit mit Effektiven Mikroorganismen. Hier fügen sich die Herangehensweisen schön in eine Unternehmensphilosophie zusammen. Lukas Hader ist mit diesem Credo in den Familienbetrieb hinein gewachsen und ist - ohne ein Dogmatiker zu sein- dieser Haltung als Geschäftsführer in 2. Generation weiterhin verpflichtet.

Die gesamte Produktpalette basiert auf der EM-Technologie, die zusammen mit heimischen und internationalen Forschungsinstituten stets weiterentwickelt wird. Das positive Echo der Anwender gehört mit zu den besten Bestätigungen, die der oberösterreichische Familienbetrieb erhält. Ob es sich um die Vitalisierung unserer Böden in der Landwirtschaft handelt oder um die Produktion rückstandsfreien Gemüses in Gartenbaubetrieben - die Pionierarbeit von Multikraft hat sich gelohnt. Heute ist es ein international erfolgreiches Unternehmen. Die Besonderheit daran: die gesamte Produktion erfolgt direkt am heimischen Firmenstandort in Pichl bei Wels.

Hohe Qualität

„Beginnend mit 2002 produzieren wir heute alle EM-Produkte von der Pike auf selbst. Die gesamte Produktion erfolgt ausschließlich nach unseren Rezepturen“, erzählt Lukas Hader. Das Mischungsverhältnis der Hefen, Milchsäure- und Photosynthesebakterien wird so angelegt, dass sie sich sowohl gegenseitig als auch die Prozesse in der Umwelt unterstützen. Die gebrauchsfertigen EM-Produkte entstehen durch einen 6-stufigen Fermentationsprozess von den Einzelmikroben zu den verschiedenen Mischungen, die Multikraft in den einzelnen Anwendungsgebieten anwendet.

"Wie wir genau produzieren, bleibt natürlich nach wie vor unser Geheimnis." schmunzelt Lukas Hader, der größten Wert auf die Qualitätssicherung der Produkte legt: "All unsere Produkte basieren auf weltweit vorkommenden Mikroorganismen-Stämmen, die der Klasse 1 entsprechen, also lebensmitteltauglich und zu 100% gentechnikfrei sind."

Die Qualitätskontrolle erfolgt im hauseigenen Labor, in dem sämtliche Einzelmikroben getestet werden. Mit Hilfe der PCR-Technologie erhalten die Qualitätsmanager innerhalb von zwei Stunden aussagekräftige Ergebnisse. PCR (polymerase chain reaction) oder Polymerase-Kettenreaktion ist ein Prozess, der in medizinischen und biologischen Laboratorien angewandt wird und zu den wichtigsten Methoden in der Molekularbiologie gehört. Bei Multikraft wird die PCR-Technologie als zweiteiliger Prozess eingesetzt, mit dessen Hilfe die DNA der Mikroorganismen bestimmt wird. Jede Charge wird auf die Mindestanzahl verschiedener Mikroorganismen kontrolliert, auf die Abwesenheit von gentechnisch manipulierter Zuckerrohrmelasse und pathogener Keime.

"Durch ständige Weiterentwicklung, Forschung und Verbesserung erzeugt Multikraft die stabile Qualität, die unsere Ansprüche erfüllt." betont Lukas Hader. Neben den technisch hohen Standards im Labor und Qualitätsmanagement verfügt Multikraft durch die Zusammenarbeit mit englischen Agronomen und einem schottischen Institut über das größte Know-how in der Produktentwicklung auf Basis von diesen Mikroorganismen-Mischungen.

Gut einsetzbare Produkte

"Es war von Anfang an mein Credo, dass wir die EM-Technologie so weiter entwickeln müssen, dass es ein super funktionierendes Betriebsmittel mit langfristigem Nutzen für die Anwender wird." Früher mussten sich Landwirte oder Gärtner in die Anwendung hineinknien, die Urlösung und Melasse selber ansetzen. Mit der professionalisierten Produktpalette von Multikraft ist die Anwendung bedeutend einfacher. Die Fertigprodukte sind leicht zu dosieren und in der Handhabung unkompliziert. Damit eignen sie sich speziell auch für Profibetriebe in Landwirtschaft und Gartenbau. Die zügige Einführung von Großgebinden und dem praktischen Bag-in-Box-System war Lukas Hader deshalb ebenfalls ein großes Anliegen.

"In der Landwirtschaft und im Gartenbau sind wir gut etabliert. Zu unseren Kunden zählen zu über 90% konventionelle Betriebe, die mit Hilfe der EM-Technologie chemische Mittel einsparen können. Wir sind stolz darauf, dass die EM-Produkte großflächig eingesetzt werden und zugleich wirtschaftlich sind." erzählt Lukas Hader. Sein ultimatives Ziel ist es, Bauern und Gärtnern Betriebsmittel in die Hand zu geben, mit denen sie chemiereduziert und rückstandsfrei arbeiten können. Mit den Multikraft-Produkten lassen sich gesetzliche Rückstandswerte leichter erreichen und einhalten, da von unabhängigen Instituten festgestellt wurde, dass Multikraft-Produkte bei besserer Wirkung kein Rückstände verursachen und jene von chemischen Präparaten sogar schneller abbauen als ohne Mikroorganismen-Einsatz. Die Wettbewerbsfähigkeit der vielfach traditionsreichen bäuerlichen Familienbetriebe gilt es zu erhalten.

"Heuer fand zum sechsten Mal unser Feldtag für Landwirte statt, wieder bei der Harmer KG, eine große Biolandwirtschaft in Niederösterreich. Zum ersten Feldtag kamen fünfzig Landwirte. Diesmal waren es über zweihundert und mindestens die Hälfte davon waren neue Gesichter." freut sich Lukas Hader. Ein Beispiel von vielen. Interessierte aus verschiedensten Bereichen probieren die EM-Technologie einmal aus und entscheiden sich nach positiven Ergebnissen oftmals für die Umstellung ihrer Betriebe. Mit diesen langfristigen Erfahrungen wächst Multikraft stetig. Dabei ist Lukas Hader auch klar, dass es vor erfolgreichen Markteinführungen immer wieder Phasen von Versuchen braucht, die auch zu neuen Ideen führen.

Die EM-Produkte lassen sich vielfältig in die Arbeit einflechten. Die Effektiven Mikroorganismen reichern das mikrobielle Bodenleben an und machen den Pflanzen Nährstoffe verfügbar, ohne die Umwelt zu belasten. Sie bauen ein Milieu auf, das fäulniserregende Keime unterdrückt. Sie unterstützen die Nützlinge, lockern die Böden und machen sie wasseraufnahmefähiger. Sie aktivieren das Bodenleben. Viele Regenwürmer tummeln sich darin und der Humusaufbau wird gesteigert. In der Tierhaltung tragen Multikraft-Produkte dazu bei, im gesamten Stall, bei Gülle, Jauche und Festmist fäulnisbildende Prozesse zu unterdrücken. Dies sind nur einige Vorteile, die regelmäßige EM-Anwendungen mit sich bringen. Es handelt sich also um kein mysteriöses Wundermittel sondern um handfeste Biologie und deren Unterstützung.

Mit der EM-Technologie ist Multikraft ein in Oberösterreich gut verwurzeltes Unternehmen. Lukas Hader ist die Verantwortung bewusst, mehr und mehr Arbeitsplätze zu sichern. "Ich lebe mit Multikraft immer zwei, drei Jahre in die Zukunft. So kann ich vorausschauend handeln und Auswirkungen von Entscheidungen vorab mitdenken."

Der attraktive Familienbetrieb ist in Österreich und international gut vernetzt. Neben langjährigen Handelspartnern in über 35 Ländern gibt es auch zwei eigenständig arbeitende Tochterfirmen in Italien und Australien. BioNRG srl. In Italien und Multikraft Probiotics Australia Ltd. sind vor allem auch am Landwirtschaftssektor erfolgreich unterwegs. Für Lukas Hader haben die internationalen, langfristig aufgebauten Partnerschaften große Bedeutung. "Unsere Partner in Australien besuche ich zwei-, dreimal im Jahr. Ansonsten funktioniert die Zusammenarbeit sehr schön über die Distanz. Die Präsenz von Multikraft in Mitteleuropa liegt mir besonders am Herzen und so widme ich 95% meiner Zeit der Mutterfirma Multikraft und ihrer Entwicklung."

Erweiterte Produktion

Bereits in den letzten sechs Jahren wurde in den laufenden Betrieb viel investiert und die Produktion erweitert. Seit drei Jahren nun wird der Ausbau des Firmenstandorts geplant. Im letzen Jahr wurde mit der Detailplanung begonnen, heuer die Hauptsaison abgewartet und im Mai diesen Jahres der Umbau gestartet. Damit werden die Produktionsstätte und das Logistikzentrum erweitert.

2010 lag das Produktionsvolumen bei rund 40.000 Liter Tankvolumen. Dieses Fermentationsvolumen hat sich mittlerweile vervierfacht. Die Produktion platzt aus allen Nähten, alle Tanks sind voll. Mit dem Ausbau wird die Produktions- und Abfüllleistung erweitert - von aktuell 20.000 Liter pro Tag auf 50.000 Liter pro Tag. In den weiteren Jahren bleibt somit Luft nach oben. Die Produktion kann folglich bei Bedarf durch den Einbau von weiteren Fermentationstanks intern noch erweitert werden.

Hinzu kommt noch ein innovatives Veranstaltungszentrum. "Die Weitergabe von Informationen über unsere Technologie ist uns wichtig und so haben wir uns auch hier für den Ausbau entschieden." erklärt Lukas Hader, der bei manchen Fachtagungen täglich rund 200 Interessenten zu seinen Gästen am Stumpflhof zählt. Ebenfalls mehr Platz bekommt die deutlich angewachsene Mitarbeiterschar für Büro- und Pausenräumlichkeiten. Ein biologisches Mittagessen steht bei Multikraft für die Belegschaft auf der Tagesordnung. Denn gute Küche und Pausen sind wichtig für einen freien Kopf, für Austausch und Auftanken. Mit Blick auf die nächsten zehn Jahre hat Lukas Hader die Entscheidungen zum Ausbau entwickelt: "Das ist unser Ansporn und wieder ein großer Meilenstein in der Unternehmensgeschichte."

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