Bienenlieb - Salzburger Bio-Imkerei bringt Kinder zum Schwärmen

13.08.19 Bienenlieb - Salzburger Bio-Imkerei bringt Kinder zum Schwärmen

Es schwärmten schon die alten Ägypter für Honig. Er schmeckt gut, wirkt entzündungshemmend und desinfizierend. Honig ist ein bewährtes Hausmittel bei Halsentzündungen und auch als Einschlafhilfe bekannt. In vielen Klostergärten waren früher Bienenstöcke zu finden, die Wachs für Kerzen und Honig für das Wohlbefinden lieferten. Bis vor hundert Jahren hielten die Mönche im Klostergarten am Salzburger Kapuzinerberg noch Bienen. Seit einigen Jahren summt es dort wieder, ebenso am Mönchsberg.

Zu verdanken ist das dem Bio-Imker Daniel Pfeifenberger. Er ist den alten Bienenspuren in Salzburg nachgegangen und betreut seit 2012 mit dem gemeinnützigen Verein Bienenlieb 200 bis 250 Bienenvölker. Diese leben in und rund um die Stadt Salzburg und tragen hier den Honig ein. Von den bewaldeten Bergen fliegen die Bienen hinunter zu den Kastanien- und Lindenalleen, zu den Parks und Kleingärten.


Hohe Bio-Standards
Als Bio-Imkerei wird Bienenlieb jedes Jahr von der Austria Bio Garantie kontrolliert. Demnach wohnen die Bienen artgerecht in unbehandeltem Holz und Biomaterialien. „Wir arbeiten gemäß der hohen Bio-Standards und gehen darüber hinaus, weil uns die Kreisläufe der Natur im Gesamten wichtig sind“, erzählt Daniel Pfeifenberger. „Wir füttern die Bienen mit eigenem Honig und heimischem Bio-Rübenzucker. Wir verwenden unbehandeltes, rückstandsfreies Wachs. Das ist wichtig für die Bienenbrut (vor dem Schlüpfen) und für den Honig, der in den Waben eingelagert wird.“


Bio-Honig aus der Stadt?
Ist das nicht ein Widerspruch? Am Land ist ein wesentliches Kriterium für Bio-Honig die sorgfältige Auswahl der Standorte. Bienenstöcke werden also in einer Umgebung ohne intensive Landwirtschaft aufgestellt. Und in der Stadt? „Hier sind die Bio-Richtlinien gleich wie am Land. Salzburg ist eine Stadt mit etlichen Hektar Grünflächen und vielen kleinen Gärten, die für Diversität sorgen. Bei der Standortwahl ist der entsprechende Abstand zu Emmissionsträgern wichtig, sodass sich im Bio-Honig keine Nachweise von Fahrzeugverkehr finden“, so Daniel Pfeifenberger. Die Stadt Salzburg legt eigens Bienenweiden an, um den Insekten guten Lebensraum zu bieten. Denn nicht nur für die Gewinnung von Honig sind Bienen unersetzlich.


38 % Bestäubung & 55 % Biomasse
„Das Wichtigste bei den Bienen ist gar nicht der Honig. Honig ist nur ein Nebenprodukt.“ In Zahlen ausgedrückt heißt das: ein Bienenvolk bringt rund 0,3 % Wachs, 6 % Honig, 38 % Bestäubung und 55 % Biomasse. „Die Bienen schlüpfen, sammeln Nektar, werden von Vögeln gefressen und gehen in die Erde als Dünger zurück. Ein einziges Bienenvolk produziert für die Umwelt wichtige Biomasse. Wenn Bestäubung und Biomasse der Bienen wegfallen, bringt das große Probleme. Die Natur braucht Bienen“, so Daniel Pfeifenberger.

 

Gesunde Lebensräume
Geht es den Bienen gut, geht es auch unserer Umwelt gut, heißt es bei Bienenlieb. Die Biene ist heute jedoch ein bedrohtes Insekt, dessen Bestand durch den großflächigen Einsatz von Pestiziden und den fehlenden Lebensräumen immer weiter sinkt. Sterben Bienen und andere Insekten aus, führt das zum Kollaps der Natur. Es ist höchst an der Zeit diese Dynamiken zu verändern, indem wir Lebensräume für Insekten schaffen, erhalten und pflegen. „Wichtig sind Flächen mit Blühpflanzen. Honigbienen können wir als Imker kultivieren und Honigbienen legen sich einen Futtervorrat an, um damit zwei Monate auszukommen. Wildbienen leben ohne Futtervorräte, sie sind auf blühende Flächen angewiesen.“
Was also tun? Blühstreifen an Feldrändern, ein paar Quadratmeter Bienenwiese im eigenen Garten verschaffen den gefährdeten Tieren wieder mehr Lebensraum. „Sich um Lebensräume für Bienen kümmern heißt auch, den Einsatz von Pestiziden zu reduzieren und generell keine synthetischen Spritzmittel einzusetzen. Neonicotinoide machen Insekten genauso süchtig wie Nikotin. Sie holen sich immer wieder den gleichen Problemstoff. Werden Pestizide weggelassen, reguliert sich die Natur und Wildbienen können sich wieder ansiedeln“, so Daniel Pfeifenberger, der sich für den Erhalt der Bienen engagiert.

 

Schaubetrieb zum Schwärmen
Zum Verkauf von Honig und Imkereibedarf betreibt der Verein Bienenlieb in Salzburg den Bienenhof. Außerdem bietet der Verein Schulungen für Imker an. Über tausend Kindergarten- und Schulkinder pro Jahr besuchen den Verein und lernen hier die Welt der Bienen näher kennen.
„Kinder sind von Bienen fasziniert. Bienen zeigen sehr schön, wie Kreisläufe in der Natur funktionieren.“ Und so schwirrte dem Bio-Imker schon länger eine Idee im Kopf herum, die er heuer mit dem Verein Bienenlieb realisiert.
Der Bienenhof wird zu einem Schaubetrieb umgebaut und das ganze Gelände für Bewusstseinsbildung genutzt, sowohl für Kinder als auch für interessierte Erwachsene. „Die Krefeld-Studie belegt, dass in den letzten 28 Jahren die Insektenmasse um 75 % zurückgegangen ist. Man bekommt es im Alltag nicht so mit, wie Insekten verschwinden. Honigbienen brauchen viel mehr Aufmerksamkeit, genauso auch Wildbienen und Insekten wie Fliegen oder Schmetterlinge. Die Bienen eignen sich sehr gut dafür, das Denken in Kreisläufen voranzubringen und ein Bewusstsein dafür zu schaffen, wie wichtig Insekten und eben auch Bienen sind.“

Bio-Imker Daniel Pfeifenberger macht mit EM-Kin Probien sehr gute Erfahrungen. Er verwendet EM-Kin Probien mit Wasser verdünnt als Futterzugabe. „Die Bienen nehmen das Futter sehr gut ab und die Haltbarkeit des Futters wird verlängert.“ Mit EM-Kin Probien werden auch Bienenstöcke und das direkte Umfeld eingesprüht. Daniel Pfeifenberger: „Das Einsprühen von oben beruhigt die Bienen sehr gut.“ Zudem wird der ganze Betrieb ausschließlich mit den probiotischen eMC® Reinigern von Multikraft gereinigt.

Multikraft verwendet Cookies, um Ihren Website-Besuch für Sie so angenehm wie möglich zu gestalten. Mit der Nutzung der Website erklären Sie sich damit einverstanden. mehr erfahren
Ich stimme zu!