Tipps und Tricks: Kräuter- und Pflanzenauszüge gegen Schädlinge und Krankheiten im Sommer

03.06.19 Tipps und Tricks: Kräuter- und Pflanzenauszüge gegen Schädlinge und Krankheiten im Sommer

Besonders im Frühsommer fällt Ihnen als langjährige Gärtner vielleicht das vermehrte Krabbeln auf Ihren Pflanzen auf. Läuse, Flöhe und Fliegen tummeln sich nicht zum Ärger der Gärtner auf den Pflanzen, sondern haben im Naturkreislauf ihren Zweck: Die Natur schafft ein Überangebot an Nahrung für die Nützlinge, Insekten und Bienen, die wiederum als Bestäuber dienen. Üben Sie sich in Gelassenheit und verzichten Sie auf Gift in Ihrem Garten. Versuchen Sie mit natürlichen Hilfsmitteln dem unliebsamen Gekrabbel entgegenzuwirken und eine Balance mit den Nützlingen im Garten wiederherzustellen. Dazu haben wir einige Tipps für Sie vorbereitet. Lassen Sie es an Ihren Bäumen und Sträuchern ruhig krabbeln, ein paar Läuse werden Ihre Pflanzen nicht vernichten und Sie haben trotzdem eine gute Ernte.

Schachtelhalm zur Pflanzenstärkung gegen Pilzkrankheiten
Ackerschachtelhalm, auch Zinnkraut genannt, ist sehr vielseitig einsetzbar. Die Kieselsäure stärkt das Blattgewebe und die Zellwände von Gemüse und Co. Dadurch können Pilze abgehalten werden. Im August gesammelter Ackerschachtelhalm hat den höchsten Kieselsäuregehalt (bis zu 10 %).

Rezept Schachtelhalmjauche
1 kg frische, zerkleinerte Pflanzen oder 150 bis 200 g getrocknetes Kraut in 10 Liter Wasser geben und ca. zehn bis zwanzig Tage stehen lassen. Danach abseihen und anschließend 1:5 verdünnen. Am besten vormittags ausbringen und ca. alle 14 Tage wiederholen.
Schon bei der Pflanzung können Sie vorbeugen: Setzlinge vor dem Auspflanzen zum Schutz vor Bodenpilzen mit den Wurzeln kurz in ein Wurzelbad tauchen. Bei Kohlarten können Sie durch Angießen mit Ackerschachtelhalmjauche dem Kohlhernie-Pilz vorbeugen.

EM-Tipp: Das fertige mit Effektiven Mikroorganismen angereicherte Schachtelhalm Extrakt Konzentrat erhalten Sie auch bei Multikraft in verschiedenen Gebindegrößen sowie in der praktischen Sprühlösung.

Brennnessel zur Pflanzenstärkung und gegen Läuse und Spinnmilben
Das Brennnesseleck im Garten ist nicht nur ein Paradies für Schmetterlinge, die bekannte Pflanze enthält Nesselgift und Ameisensäure, die pflanzenstärkend wirken. Ihre Wirkstoffe wie Acetylcholin oder Histamin werden von Schild- und Blattläusen nicht vertragen.
Brennnesseljauche ab dem Frühjahr einmal wöchentlich ausbringen. Neben allgemeiner Pflanzenstärkung wird gleichzeitig biologischer Stickstoff gedüngt.

Rezept Brennnesseljauche
1 kg frisches Kraut in 10 Liter Regenwasser ansetzen. Eine Zerkleinerung der Brennnesselblätter ist sinnvoll, so sind die wertvollen Inhaltsstoffe besser nutzbar. 2–3 Wochen an der Sonne gären lassen. Die Gärung erfolgt, sobald ein Schäumen an der Oberfläche entsteht. Am wirkungsvollsten ist die Brennnesseljauche gegen Läuse und andere Schädlinge während der Gärung (ca.
4 Tage). 1:50 mit Wasser verdünnt, vertreibt sie Blattläuse und Spinnmilben.

Sehr effektiv ist die reife Brennnesseljauche (nach ca. 14–20 Tagen) zur Pflanzenstärkung, als Wurzelbad oder zum Gießen von Tomaten während der Blüte im Verhältnis 1:20.

EM-Tipp: Das fertige, mit Effektiven Mikroorganismen angereicherte Brennnessel Extrakt Konzentrat erhalten Sie auch bei Multikraft in verschiedenen Gebindegrößen sowie in der praktischen Sprühlösung.

Wie hält man den Kartoffelkäfer im Zaum?
Regelmäßige EM-Behandlungen schützen schon vorbeugend gegen das Auftreten von Kartoffelkäfern, auch Mulchen der aufgehäuften Reihen ist empfehlenswert. Zusätzlich eignet sich auch eine Pflanzengemeinschaft mit Kren oder Farnkraut als Abwehrstrategie. Wenn Kartoffelkäfer vermehrt auftreten: die Pflanzen mit 10 ml EM Aktiv, 10 ml MK 5, 10 ml Brennnessel Extrakt Konzentrat auf 1 L Wasser besprühen und zusätzlich mit ZeoBas Urgesteinsmehl üppig einstauben.

Kaltwasserauszug mit Tomatenkraut
Die Tomaten bilden Tomatin – eine Substanz, die ihrer Verwandten, der Kartoffel, fehlt und die Entwicklung der Larven des Kartoffelkäfers hemmt. Dazu Tomatenkraut in Wasser einlegen und 24 Stunden einweichen. Der Auszug wird abgesiebt und unverdünnt gegossen und versprüht.
Tipp: Der Tomatenkrautauszug ist auch gegen den Kohlweißling sehr effektiv.

Was tun gegen Erdflöhe?
Zuallererst ist die regelmäßige Anwendung von Multikraft-Produkten sehr ratsam. Hier empfiehlt sich eine Anwendung in Kombination von 10 ml EM Aktiv, 10 ml MK 5, 10 ml Brennnessel Extrakt Konzentrat auf 1 L Wasser. So werden die Pflanzen von Beginn an gestärkt.
Kommt es zu einem Befall, kann Holunderblätterjauche zur Regulierung von Erdflöhen verwendet werden. Dazu 1 kg frische Holunderblätter auf 10 L Wasser zur Jauchenherstellung verwenden. Die fertige Jauche über die Pflanzen unverdünnt gießen und zusätzlich mit Holunderblättern mulchen. Bei starkem Befall hilft außerdem EM Keramikpulver, mit dem die Pflanzen kräftig eingestaubt werden.

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