Schädlinge und Krankheiten im biologischen Garten vorbeugen

31.07.19 Schädlinge und Krankheiten im biologischen Garten vorbeugen

Schädlinge oder Krankheiten kommen bei schwachen Pflanzen vor. Ein naturnaher Garten wird durch natürliche Mittel und Wege gestärkt, damit die Pflanzen und der Boden so gesund wie möglich sind. So haben die Schädlinge von vornherein keine Chance etwas anzurichten.

Für eine gutes Wachstum und eine entsprechend erfolgreiche Ernte bedarf es ein paar wichtiger Punkte. Die Basis ist ein guter Boden und ein guter Standort. Der Boden ist etwas Lebendiges und das Pflanzenwachstum hängt von der Fruchtbarkeit des Bodens ab. Die Fruchtbarkeit des Bodens kann durch (biologische) Düngung und Kompostierung gefördert werden. Der optimale Gartenboden sollte fein krümelig sein weder zu sauer noch zu kalkreich, luftdurchlässig und Wasser und Nährstoffe gut speichern können, um dann alles mit Hilfe von Effektiven Mikroorganismen gut für die Pflanzen verfügbar zu machen. Wenn die Bodenqualität passt, hilft natürlich „gärtnerisches Wissen“ um eine erfolgreiche Ernte einfahren zu können. Hier geht es vor allem um die optimale Kombination der Pflanzen, die Setz- und Fruchtfolge, die Sortenwahl und Qualität der Samen, Bodenbedeckung und Mulchen. Was auch unterstützen kann ist das Schaffen von Lebensraum für Nützlinge, damit sich bestimmte Dinge von vornherein selbst regeln. In weiterer Folge können Boden- und Pflanzenhilfsstoffe und Stärkungsmittel mit Effektiven Mikroorganismen einen großen Unterschied machen. Durch regelmäßige Anwendungen, sei es durch Gießen oder Besprühen, können so Krankheiten und Pilze vorgebeugt werden. Außerdem helfen auch eine Portion Gelassenheit und Geduld wenn Schädlinge auftreten bevor man irgendwelche chemische Pflanzenschutzmitteln verwendet. Im naturnahen Garten verzichtet man sowieso auf alles was chemisch oder synthetisch ist.

 

Vorbeugung ist das A und O

Im biologischen Garten behandelt man die Pflanzen und den Boden am besten immer vorbeugend. Und hier setzen eben Effektive Mikroorganismen an. Dafür haben wir unser Gartenteam, das bei regelmäßiger konsequenter Anwendung die beste Wirkung zeigt und welches aus folgenden Produkten besteht: Effektive Mikroorganismen aktiv, Terrafert Boden, Terrafert Blatt, MK 5. Zur Wurzelstärkung und Verbesserung der Bodengesundheit eignet sich das regelmäßige Gießen mit 20 ml EM Aktiv, 10 ml Terrafert Boden auf 10 L Wasser. Um die Abwehrkräfte zu stärken und Schädlingen und Pilzkrankheiten vorzubeugen regelmäßig 40 ml EM Aktiv, 10 ml Terrafert Blatt und 10 ml MK 5 auf 1 L Wasser aufsprühen. Regelmäßiges Besprühen verhindert Kraut- und Braunfäule bei Tomaten, Blütenendfäule an Tomaten und Paprika, Kraut- und Knollenfäule an Kartoffeln, Echter Mehltau an Gurken, Falscher Mehltau an Zucchini und Gurken, Kohlweißling an Kohlgemüse (Skelettierfraß).

 

Schädlinge

Trotz aller Bemühungen sind nun trotzdem Schädlinge da – wie kann das sein? In manchen Phasen gibt es vermehrtes Aufkommen von Schädlingen, es kann unter anderem auch vom Wetter abhängen. Gibt es in einer Saison sehr viel Regen, kommen vermehrt Schnecken vor, das bedeutet somit auch, dass es bei einem trockenen Sommer weniger Schnecken gibt. In den Sommermonaten bildet die Natur von Grund auf sehr viele Blattläuse aus als Nahrungsmittel für die Nützlinge. Würde kein Überangebot da sein, würden sich die Nützlinge nicht weiter vermehren und es gäbe eine Stagnation. An diesem Beispiel ist gut erkennbar, dass sich die Natur selbst regelt. Denn die Nützlingslarven sind dann wiederum Nahrung für andere Tiere, wie zB Jungvögeln. So bestehen immer ökologische Beziehungen zwischen Nützlingen und Schädlingen.

Trotz dieses ausgeklügelten Naturkreislaufes kommt es aber trotzdem vor, dass die Pflanzen von Pilzen befallen werden, Fäulnis entwickeln oder sehr langsam wachsen, das merkt man häufig schon am Grün der Pflanze. Manchmal gerät die Natur einfach aus dem Gleichgewicht und die Pflanzen bekommen  „Stress“ und sie sind anfälliger für Schädlinge. Eine Studie besagt, dass geschwächte Pflanzen ein anderes Photosyntheseprodukt produzieren. Durch diese Stoffe werden Schädlinge angelockt, denn nur sie können diese Stoffe verwerten.

Der Boden ist der Darm der Pflanze, das bedeutet, wenn die Pflanze krank ist, ist auch der Boden krank. Somit sollte auch der Boden unterstützt werden bei der Behandlung von Schädlingen, zB durch Zufügen von Urgesteinsmehl oder druch das Einbringen von Bokashi.

 

Brennnessel und Schachtelhalm Extrakt  

Der wesentliche Unterschied zwischen den beiden ist folgender: Brennnessel Extrakt hat schädlingsregulierende Wirkung und Schachtelhalm hat pilzregulierende Wirkung. Bei Problemfällen, vor allem bei Pilzkrankheiten viel mit Urgesteinsmehl dazu arbeiten, weil dies das Ausbreiten der Pilzsporen verhindert und die Pflanzen können wieder frische Triebe bilden. Schachtelhalm enthält viel Kieselsäure und das stärkt die Pflanzenzellen und verhindert somit das Eindringen von Pilzkrankheiten.

Du möchtest Brennnessel oder Schachtelhalmjauche selber herstellen? Hier findest du die Anleitung.

Ein Kartoffelkäfer im Garten – was tun?

Der hungrige Kartoffelkäfer und seine Larven können ganze Kartoffelernten zerstören. Regelmäßige EM-Behandlungen, wie schon zuvor erwähnt, schützen schon vorbeugend gegen das Auftreten von Kartoffelkäfern, auch Mulchen der aufgehäuften Reihen ist empfehlenswert. Eine Pflanzengemeinschaft oder Kombination mit Kren oder Farnkraut eignet sich zusätzlich als Abwehrstrategie.

Tomatenkrautjauche zum Selbermachen: Die Tomaten bilden Tomatin - eine Substanz, die ihrer Verwandten der Kartoffel fehlt und die Entwicklung der Larven des Kartoffelkäfers hemmt. Dazu Tomatenkraut in Wasser einlegen und 24 Stunden einweichen. Der Auszug wird abgesiebt und unverdünnt gegossen und versprüht. Der Tomatenkrautauszug ist auch bei Befall des Kohlweißlings sehr effektiv.

EM-Tipp: Sollten Kartoffelkäfer vermehrt auftreten, können die Pflanzen mit 10 ml EM Aktiv, 10 ml MK 5, 10 ml Brennnesselextrakt Konzentrat auf 1 L Wasser besprüht und zusätzlich mit ZeoBas Urgesteinsmehl üppig eingestaubt werden.

 

Was hilft gegen Erdflöhe?

Erdflöhe sind besonders für junge Pflanzen, Setzlinge und Samen bedrohlich. Zu finden sind sie vor allem auf verschiedenen Gemüsepflanzen. Der größte Schaden wird jedoch durch erwachsene Erdflöhe auf Laub, Keimblättern oder Stängeln verursacht. Kommt es zu einem Befall, kann Holunderblätterjauche zur Regulierung von Erdflöhen verwendet werden. Der Holunder bekämpft duftend. Durch den starken, für uns angenehmen, Duft des Holunders werden die Schädlinge ferngehalten.

Holunderblätterjauche zum Selbermachen: Dazu 1 kg frische Holunderblätter auf 10 L Wasser zur Jauchenherstellung verwenden. Die fertige Jauche über die Pflanzen unverdünnt gießen und zusätzlich mit Holunderblättern mulchen.

EM-Tipp: Hier empfiehlt sich eine Anwendung in Kombination von 10 ml EM Aktiv, 10 ml MK 5, 10 ml Brennnesselextrakt Konzentrat auf 1

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