In Rosen baden - Blütenpracht ohne Chemie

08.03.19 In Rosen baden - Blütenpracht ohne Chemie

Das Rosarium Baden ist Österreichs größter Rosengarten. Die Besonderheit dabei: Es wird rein ökologisch gepflegt – in der Größenordnung lange Zeit einmalig und nun ein Vorreiter in ganz Europa. Dabei ist das Multikraft-System ein wichtiger Bestandteil der naturnahen Rosenpflege.

In Baden bei Wien können Besucher so wie einst Kaiser, Könige und Komponisten durch den Doblhoffpark flanieren. Seit mehr als fünfhundert Jahren pflegen gärtnerische Hände diesen historischen Park, in dem in den 1960er Jahren ein Rosarium angelegt wurde. Rund 30.000 Rosenstöcke und an die 800 Sorten zeigen hier ihre Blütenpracht. Von Edelrosen, Kleinstrauchrosen, Beet- und Bodendeckerrosen bis hin zu historischen Strauch- und Kletterrosen reicht das Sortiment. Die Badener Rosentage im Juni haben auch heuer wieder zahlreiche Besucher angelockt. Gartentipps rund um die Rosenpflege und ein attraktives Kulturprogramm sorgen alljährlich für ein ganz besonderes Flair. Für Rosenliebhaber stehen die Pforten des Doblhoffparks auch im Herbst offen und die Gäste können sich über robuste Sorten für den eigenen Garten zu Hause informieren.

 

Basis für robuste Rosen
„Wir bieten unseren Besuchern eine aktuelle Sortenschau und gepflegte Erholung. Für unsere Mitarbeiter ist uns ein gesunder Arbeitsplatz wichtig.
Seit mehreren Jahren arbeiten wir ohne chemische Pestizide, ohne synthetische Dünger und ohne Torf. Für gedeihliches Wachstum der Rosen sind gesunde Sorten und Böden eine Grundvoraussetzung. Eingebettet in begleitende Maßnahmen, ist die EM-Technologie von Multikraft ein fixer Bestandteil der ökologischen Rosenpflege“, erklärt Stadtgartendirektor Dipl.-Ing. Gerhard Weber. Mit der Universität für Bodenkultur und dem Unternehmen biohelp wurde in Versuchen der ideale Mittelmix gefunden, um die Rosen so zu stärken, dass keine chemischen Pflanzenschutzmaßnahmen erfolgen müssen.

„Die ökologische Rosenpflege fängt schon vor der Pflanzung an. Je besser die Sortenwahl, je besser Standort und Boden passen, desto gesünder sind die Rosen und umso leichter ist ihre Pflege“, betont der Obergärtner des Rosariums Baden, Stefan Ferschich: „Am wichtigsten sind gesunde Böden. Der Großteil der Pflanzengesundheit hängt davon ab.“

Die tief wurzelnden Königinnen der Blumen brauchen lockere, durchlässige Böden, sie vertragen keine stauende Nässe. Man muss unbedingt darauf achten, dass keine Sperrschichten im Boden vorhanden sind und sich zum Beispiel keine Lehmschichten bilden, die Wasser nicht abfließen lassen. Durchlässig und tiefgründig durchwurzelbar soll der Boden, hell und sonnig soll der Standort sein. Das ist die wichtigste Basis für die ökologische Rosenpflege.

 

Regelmäßige Stärkung
„Bei unserem Mix an Maßnahmen und Mitteln ist das Multikraft-System ein wichtiger Baustein für die Rose, um langfristig gesund zu bleiben“, berichtet Gerhard Weber weiter. Bei der Pflanzenstärkung spielen mehrere Maßnahmen gut zusammen. Den Rosen wird hochwertiger Kompost zu Füßen gelegt, es erfolgt eine rein biologische, bedarfsorientierte Düngung und eine regelmäßige EM-Blattbehandlung. „Abhängig von Witterung und Situation dosieren wir die Komponenten BB Blatt, Terrafert Blatt, MK 5 und Fermentierter Pflanzenextrakt. Wir besprühen damit die Rosen so, dass die EM-Mischung über das Laub abläuft und in den Boden abtropft“, schildert Stefan Ferschich die Vorgehensweise im Rosarium Baden. Regelmäßig angewendet, aktivieren Effektive Mikroorganismen das Bodenleben und stärken Rosen vorbeugend. Sie sind widerstandsfähiger gegenüber Pilzkrankheiten und Schädlingen. Effektive Mikroorganismen sind nicht als biologischer Dünger zu verstehen. Als Pflanzenstärkungsmittel fördern sie die Nährstoffaufnahme aus dem Boden und sorgen für besseres und gesünderes Wachstum. „Indem man robuste Sorten in gesunde Böden auf den passenden Standort setzt und regelmäßig EM-Behandlungen durchführt, kann man Pilzkrankheiten sehr gut vorbeugen“, so Obergärtner Stefan Ferschich, der heuer erstmals auch Schachtelhalm Extrakt Konzentrat und Brennnessel Extrakt Konzentrat von Multikraft zur Vorbeugung gegen Mehltau und tierische Schädlinge einsetzt.

Stefan Ferschich, Obergärtner des Rosariums Baden, beim Ausbringen der Multikraft-Produkte

Stefan Ferschich, Obergärtner des Rosariums Baden, beim Ausbringen der Multikraft-Produkte

Vertrauen und Gelassenheit
Stadtgartendirektor Gerhard Weber und Obergärtner Stefan Ferschich stehen tierischen Schädlingen entspannt gegenüber. „In dem Wissen, dass sich die biologischen Vorgänge gut einspielen, entstehen Vertrauen und eine gewisse Gelassenheit. Gepaart mit genauem Hinschauen, wie sich die Pflanzen entwickeln und was sie brauchen, kann man reagieren und immer vorbeugend sowie regelmäßig die Pflanzen stärken“, so Gerhard Weber.
Machen sich im Frühjahr zum Beispiel Läuse auf den Rosen breit, wird erst einmal genau beobachtet. Und klar: Im Rosarium Baden werden die Nützlinge gefördert. „Durch Nützlinge wie Marienkäfer, Schlupfwespen oder Florfliegen reguliert sich der Garten von selbst. Wir achten auf Ausgewogenheit und Fließgleichgewicht, das heißt, wir lassen eine gewisse Population an Läusen zu, weil die Nützlinge sie als Nahrung brauchen. Insgesamt macht es der Mix an Maßnahmen aus. Mit den regelmäßigen Zyklen der Anwendung kann man Rosen sehr gut ökologisch pflegen“, erklärt Obergärtner Ferschich.

Buchtipp: Rosen für naturnahe Gärten
Wie Sie ökologische Rosenpflege in Ihrem Garten umsetzen können, verrät Ihnen Gerhard Weber in seinem neu aufgelegten Buch „Rosen für naturnahe Gärten“, in dem auch die Rosenpflege mit Effektiven Mikroorganismen im Badener Rosarium mit einem Jahrespflegeplan dargelegt wird.
ISBN 978-3-8404-7565-8

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