Gesundheit kann man essen - Vitalstoffe aus der Natur

14.12.16 Gesundheit kann man essen - Vitalstoffe aus der Natur

Du bist, was du isst!

Gesundes Grün - Vitalstoffe gratis aus der Natur

„Clean Eating“ ist in aller Munde. Vollwertige Ernährung erfährt mit diesem Trend eine noch größere Wertschätzung. Clean Eating meint vor allem auch Ernährung ohne industriell verarbeitete Lebensmittel und ohne Produkte mit künstlichen Zusätzen. Zu 80% bestimmt unsere Ernährung, wie wohl wir uns fühlen. „Du bist, was du isst“, sagte schon der Philosoph Ludwig Feuerbach im 19. Jahrhundert.

Wie wir mittels Ernährung unsere Gesundheit unterstützen können, erläutert Dr. Erika Rokita. Sie wuchs sehr naturverbunden in Kärnten am Fuße der Koralpe auf und studierte in Graz Biologie. Seit 1999 lebt sie in Oberösterreich und ist seither auch begeisterte EM-Beraterin und Anwenderin. In Bad Wimsbach-Neydharting betreibt sie ihre Praxis für Wildkräuterpädagogik, Kinesiologie und Jin Shin Jyutsu.

Was gilt es bei gesunder vollwertiger Ernährung zu beachten?

Sie soll eine ausgewogene, vitamin- und mineralstoffreiche Mischung aus regionalen und saisonalen, qualitativ hochwertigen Lebensmitteln sein. Ideal sind aus gesunden Böden gewachsene, möglichst naturbelassene Lebensmittel, die schonend zubereitet werden. Ebenso ist die Menge entscheidend: weniger ist mehr. Auch hinsichtlich der Zutatenliste - je kürzer desto besser! Der Körper hat ohnehin genug zu verdauen.

Essen Sie möglichst nur, wenn Sie hungrig sind. Die Zellen können die Nährstoffe im Essen besser verwerten, wenn sie die Bausteine wirklich brauchen. Das Essen soll auch eine Gaumenfreude sein. Ich empfehle, viel mit Kräutern als Ersatz für Salz zu experimentieren, sich Zeit für das Essen zu nehmen und oft in Gesellschaft mit Freunden zu genießen.

Warum spielen regionales sowie saisonales Obst und Gemüse eine so große Rolle?

Entscheidend ist die Qualität der Lebensmittel, d.h. der Gehalt an den für unsere Gesundheit so wichtigen Inhaltsstoffen (Vitamine, Sekundäre Pflanzenstoffe, Spurenelemente). Viele von ihnen sind für den Körper essentiell, weil er sie selber nicht erzeugen kann. Regionale und saisonal geerntete,  frische Lebensmittel aus gesunden Böden weisen einen höheren Gehalt an diesen wertvollen bioaktiven Substanzen, sprich Antioxidantien, auf. Sonnengereifte Biotomaten haben z. B. einen viel höheren Gehalt an Lycopin und Vitamin C als Treibhaustomaten oder importierte Ware. Dies äußert sich auch in besserem Aroma und Geschmack. Bei mit EM behandelten Pflanzen, Obst und Gemüse ist das ebenso eindeutig feststellbar.

Was sind und was bewirken sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe?

Darunter versteht man chemische Verbindungen, die die Pflanze zur Abwehr von Fressfeinden, Krankheitserregern und äußeren Umwelteinflüssen nutzt, aber auch als Farb-, Aroma- und Duftstoffe gebraucht, um bestäubende Insekten anzulocken. Sie kommen nur in sehr geringen Mengen in der Pflanze vor, haben aber für sie eine lebenswichtige Bedeutung. Auch für uns Menschen  haben viele dieser Verbindungen, wie etwa Bitter- und Gerbstoffe, ätherischen Öle, Phytoöstrogene oder Flavonoide, eine große gesundheitsfördernde Wirkung. Sie unterstützen die Verdauung und  den Stoffwechsel und sind für das Immunsystem wichtig, indem sie Bakterien, Viren und andere Krankheitserreger abwehren. All diese Stoffe stellen als sogenannte Antioxidantien einen wichtigen Zellschutz dar. 

Daher sollte die tägliche Nahrung genügend naturbelassene Lebensmittel enthalten, um zu diesen wertvollen Inhaltsstoffen zu gelangen. 

Bauen  Sie z. B.  öfter Brokkoli und Karfiol in Ihrem Speiseplan ein. Die beiden Kreuzblütler enthalten große Mengen an Sulforaphan, das laut Studien die Entstehung von Darmkrebs vorbeugt. Auch der positive Einfluss auf Magen, Harnblase, Prostata und Lunge wurde nachgewiesen.

Warum sind Antioxidantien von zentraler Bedeutung für unsere Gesundheit?

Vor allem die moderne Lebensweise  - Stress, Rauchen, Umweltverschmutzung - bringt es mit sich, dass  die Zellen im menschlichen Organismus stark dem  sogenannten "oxidativen Stress" ausgesetzt sind. Es kommt zur Bildung der Freien Radikale, die als "Elektronenräuber"  für die sogenannten Radikalerkrankungen (z.B. Diabetes, Herz- und Kreislauf-Erkrankungen, Arteriosklerose,  Alzheimer, Schlaganfall, Krebs) verantwortlich sind. Weitere Folgen sind ein schleichender Leistungsabfall, zunehmende Energielosigkeit, Nervosität und Konzentrationsprobleme. 

Der Körper hat eine Gegenstrategie im Talon! Er setzt oxidativen Stress nun  Antioxidantien  als "Elektronenspender" entgegen, die die Freien Radikale neutralisieren. Antioxidantien sind die bodyguards unserer Zellen, müssen aber über die Nahrung oder Nahrungsergänzungen, z.B. durch das wertvolle antioxidative Manju, zur Verfügung gestellt werden. Daher ist es wichtig, möglichst viel von diesen fruchtigen, pflanzlichen Schutzstoffen in die tägliche Ernährung einzubauen, wie etwa das Lycopin in der Tomate oder die Anthocyane in Heckenfrüchten wie Heidel-und Brombeeren. Essen Sie so viel wie möglich Obst, Gemüse und grüne Pflanzen, sie besitzen genügend antioxidatives Potential. Ich bin überzeugt, dass auch Produkte, die mit EM behandelt werden, diese Fähigkeit besitzen.

Neue Wertschätzung erfahren auch heimische Wildkräuter. Brennnessel, Giersch, Gundelrebe, Vogelmiere, Löwenzahn, Spitz- und Breitwegerich, Gänseblümchen und viele mehr gehören zur Palette. Essen statt sich über sie zu ärgern – so lautet die Devise. Worin liegt der Wert dieser Kräuter für unsere Gesundheit?

Wildkräuter sind wahre Vitalstoffbomben gratis aus der Natur. Sie sind den Kulturpflanzen an gesundheitsfördernden Wirkstoffen deutlich überlegen. Die Brennnessel hat 2 x mehr Kalium, 15 x mehr Kalzium, 7 x mehr Eisen, 25 x mehr Vitamin C als Kopfsalat. Dazu kommt noch eine Fülle an sekundären Pflanzenstoffen, Chlorophyll, Spurenelementen und Eiweißen - alles  lebenswichtige Nährstoffkomponenten für uns Menschen. Freuen Sie sich über jedes wildwachsende Pflänzchen in Ihrem Garten! Verwerten Sie es als Delikatesse in Ihrem Speiseplan oder nutzen Sie es als organisches Rohmaterial zum Bokashieren mit EM, um es den Gemüsepflanzen als wertvollen Humus zuzuführen.  Wichtig ist, sie zu kennen und keine giftigen oder geschützten Pflanzen zu ernten.

 

 

Es heißt, je dunkler das Grün der Kräuter oder der Salate ist, desto wertvoller sind sie. Warum?

Chlorophyll spielt für den Körper eine wesentlich Rolle. Es kann Krankheitserreger unschädlich machen, bindet Gift- und Schlackenstoffe, unterstützt die Verdauung, Wundheilung und Durchblutung, stärkt das Immunsystem, schützt die Zellwände und fördert die geistige Fitness. EM-Anwender wissen, das "EM-Pflanzen" augenscheinlich dunkler grün sind. Durch den Einsatz der EM-Produkte ist die Pflanze in der Lage, mehr Photosynthese zu betreiben und damit mehr gesundes Chlorophyll zu bilden. Greifen Sie täglich zum Grün in Form von Gemüse, Salaten und (Wild-) Kräutern und kredenzen Sie sich grüne Smoothies als Powernahrung.

Ein alter Spruch besagt: was bitter im Mund, ist im Herzen gesund. Wie ist das erklärbar?

Bitterstoffe sind z. B. in Gänseblümchen, Gundelrebe, Hirtentäschel, Löwenzahn, Engelwurz, Beifuß oder Schafgarbe zu finden. Sie unterstützen den Verdauungsprozess sowie den Stoffwechsel, setzen Entgiftungs- und Ausscheidungsvorgänge in Gang und beeinflussen Leber, Gallenblase, Magen und Bauchspeicheldrüse positiv in ihrer Arbeit und wirken damit auch positiv auf das Herz- und Kreislaufsystem. Sie lassen auch die Pfunde purzeln, da sich bei bitteren Speisen das Sättigungsgefühl schneller einstellt. Mein Tipp: verwenden Sie bei der Herstellung von Kräutersalz vermehrt  Gundelrebe, Beifuß und Schafgarbe.

Kräuter werden seit jeher als Heilmittel eingesetzt. Für jeden Körperbereich ist sozusagen ein Kraut gewachsen. Was gilt es hier zu beachten?

Die heilsame Wirkung verdanken wir hauptsächlich den sekundären Pflanzenstoffen wie ätherischen Ölen, Gerb-, Schleim- und Bitterstoffen, Flavonoiden, Glykosiden, Alkaloiden. Aufgrund der Zusammensetzung sind nicht alle Kräuter für die tägliche Nahrungsaufnahme geeignet, viele haben aber als Heilpflanzen ihre Bedeutung. Die Phytotherapie findet heute sowohl in der Prävention als auch in der Therapie - zumindest  unterstützend - immer mehr Anhänger. Die meisten Küchen- und Wildkräuter stellen bereits eine kleine Hausapotheke dar. Salbeitee hilft bei Halsschmerzen, Husten und Hitzewallungen oder als Gurgellösung bei Zahnfleischproblemen, Entzündungen der Rachen- und Mundschleimhaut. Ein Tee aus Zitronenmelisse hilft bei Erschöpfungszuständen. Basilikum, Borretschblüten oder Johanniskraut sind stimmungsaufhellend. Rosmarin hilft, die Durchblutung und den Kreislauf anzuregen. Heilkräuter sind jedoch nicht für den Dauergebrauch geeignet und man muss die Pflanzen kennen - solche mit Alkaloiden sind stark giftig, z. B. Herbstzeitlose, Tollkirsche, Schierling.

Was bedeutet es, dass gesunde Ernährung schon bei der Kultivierung von Kräutern, Obst und Gemüse anfängt?

Nur aus guten fruchtbaren Böden können kräftige, vitalstoffreiche Pflanzen wachsen. Daher ist die Art der Bewirtschaftung entscheidend. 

Alles, was in den Boden kommt, landet irgendwann wieder auf unserem Teller. Effektive Mikroorganismen tragen maßgeblich zur nachhaltigen Bewirtschaftung unserer Böden bei.

In den Böden leben Milliarden von Mikroorganismen und die Bodengesundheit spielt eine zentrale Rolle für die Kultivierung hochwertiger Lebensmittel. Analog dazu lebt im Darm eine Vielzahl an Mikroorganismen und die Darmgesundheit spielt eine große Rolle. Wie kann man mit der Ernährung die Darmgesundheit unterstützen?

Unser Darm ist wie der Boden ein komplexes bakterielles Ökosystem, dessen Zustand als Maßstab für unsere Gesundheit betrachtet werden kann. "Ist der Darm gesund, ist der Mensch gesund", heißt es im Volksmund. Die bakterielle Ökologie im Darm reagiert sehr sensibel auf Nahrung. Für eine positive Entwicklung der Darmflora - auch Darm-Mikrobiom genannt - ist eine ballaststoffreiche und antioxidative Ernährung wichtig - hauptsächlich Gemüse und grüne Pflanzen, roh und schonend gegart, sowie Obst und Vollkornprodukte in Maßen. Ausreichend zu trinken, ist  für den Darm auch enorm wichtig.

Bereits Hippokrates glaubte, dass alle Krankheiten im Darm beginnen. Ungesunde Ernährung, starke Medikamente oder mehrmalige Antibiotika-Gaben und vor allem permanenter Stress können die Zusammensetzung der Darmbakterien empfindlich stören. Es können sich Krankheiten entwickeln, die sich im Darm selbst festsetzen  (Reizdarmsyndrom, Morbus Crohn) oder andere Organe und Organsysteme angreifen, die meist gar nicht mit dem Darm in Zusammenhang gebracht werden. Es lohnt sich, das Mikrobiom im Darm durch die Einnahme von entsprechenden Prä- und Probiotika zu stabilisieren.  In diesem Zusammenhang würde sich  "Multiimpuls" (3x täglich ein Esslöffel) zum Wiederaufbau anbieten.

Welche Tipps geben Sie Menschen, die umdenken und sich gesund ernähren wollen?

Allein die Vorstellung, dass unser Körper bis zum Lebensende ca. 30 bis 40 Tonnen an Nahrungsmitteln verarbeitet, macht nachdenklich. Es ist mittlerweile wissenschaftlich bewiesen dass viele Krankheiten wie Diabetes, Arteriosklerose und auch einige Krebsarten das Ergebnis zunehmender Fehlernährung sind. Daher ist es ein guter Ansatz - egal um welche Krankheit es sich handelt - über eine Ernährungsumstellung hin zu einer gesünderen Esskultur zu kommen. Wem es möglich ist, der sollte sich einen Garten anlegen und seien es nur ein Balkongarten oder Töpfe auf der Fensterbank. Die Wertschätzung gegenüber Pflanzen und unserer Nahrung wird steigen.

 

Mehr Informationen zu den Multikraft-Produkten im Einsatzbereich Pflanzenwelt & Garten:

Pflanzenwelt & Garten

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