Dynamik in der Landwirtschaft und großes Plus für einfachen Futterzusatz

22.08.19 Dynamik in der Landwirtschaft und großes Plus für einfachen Futterzusatz

Der Unterweglehner-Hof liegt inmitten der Mühlviertler Hügellandschaft in Neumarkt in Oberösterreich. Hier leben drei Generationen unter einem Dach. Reinhard Prammer bewirtschaftet mit seinen Eltern, seiner Frau Regina und den Kindern Julia, Johannes und Veronika den landwirtschaftlichen Betrieb mit rund 79 Hektar Grund.

Der Strukturwandel in der Landwirtschaft hat sich in den letzten Jahrzehnten auch hier bemerkbar gemacht. Familie Prammer hat ihren landwirtschaftlichen Betrieb breit aufgestellt. Neben der Rinderhaltung sind heute zwei weitere Standbeine für sie wichtig. Zum einen gibt es den Folienhandel für den kompletten Silobedarf. Netze, Wickel- und Flachfolien, auch Folien für Eisbahnen im Winter hat Reinhard Prammer auf Lager.


Umfangreicher Agrarservice
Zum anderen führt er ein umfangreiches Agrarservice als Lohnunternehmen mit drei Mitarbeitern. „Wir haben klein damit angefangen, für andere Landwirte zu arbeiten. Mit der Zeit wurde es mehr und 2005 haben wir den Agrarservice als Firma gegründet.“ Von der Bodenbearbeitung über die Aussaat, das Mähen, die Silageernte bis zur Hackguterzeugung und zum Winterdienst reichen die Dienstleistungen mit modernsten Maschinen.
„Unsere Kunden kommen aus einem Umkreis von rund sechzig Kilometern. 2018 haben wir zum Beispiel 2.000 Hektar gemäht und 600 Hektar Mais angebaut. Das Agrarservice ist für den Bestand unseres Familienbetriebes ein ganz wichtiges Standbein. Der Betrieb ist gut überschaubar, größer wollen wir nicht mehr werden“, erzählt Reinhard Prammer.


Betriebliche Entwicklung
Der Hof mit typisch Mühlviertler Steinbloß-Fassade entwickelte sich von einem klassischen Milchviehbetrieb über die Jahre hin zu den drei Standbeinen. Vor über fünfzehn Jahren gab die Familie die Milchwirtschaft auf und stellte Zuchtstiere vom Zuchtverband Oberösterreich ein.
Vor einigen Jahren entschloss sich Reinhard Prammer mit seiner Familie dazu, viel Geld in die Hand zu nehmen, das Hofgebäude in seiner alten Bausubstanz zu sanieren und auszubauen. Futtergrundlage und Eigenmechanisierung für einen Mastviehbetrieb waren vorhanden. 2016 wurde ein Silo und ein Stall mit 2.000 m² für die Rindermast errichtet, 2017 folgte ein weiterer Silo. Heute werden am Hof rund 250 Mastrinder und 35 Zuchtstiere betreut.

Fütterung von Mastrindern
In der Fütterung der Mastrinder setzt Reinhard Prammer regelmäßig FKE (Fermentierter Kräuterextrakt) ein. Bei jeder Fütterung kommen pro Mischung von 2 bis 3,5 Tonnen TMR-Kraftfutter (Trocken-Mais-Ration-Kraftfutter) rund zehn Liter FKE (Fermentierter Kräuterextrakt) hinzu. „Der Tausend-Liter-Container von Multikraft erweist sich in der Lagerung und Dosierung als sehr praktisch. Arbeitstechnisch ist die Beimischung von FKE (Fermentierter Kräuterextrakt) völlig unaufwendig“, berichtet Reinhard Prammer, der begeistert davon ist, wie sich durch diese einfache Maßnahme die Gülle verändert.


Effizienter Wirtschaftsdünger
Die EM-Technologie wirkt sich auf den gesamten Kreislauf positiv aus. Die Gülle bildet weniger Schwimmschichten. „Seit wir FKE (Fermentierter Kräuterextrakt) in der Fütterung einsetzen, rühren wir die Gülle weniger oft auf. Dadurch ist der Austritt von Ammoniak deutlich geringer. Das tut den Tieren gut, da sie weniger Ammoniak einatmen.“
Beim Ausbringen auf dem Acker stellt Reinhard Prammer ebenfalls sehr positive Veränderungen fest. Die Gülle riecht neutral, stellt also keine Geruchsbelästigung für Nachbarn dar. Für Böden und Pflanzen ist sie verträglicher. „Ein großes Plus ist, dass sie weniger scharf ist und dadurch die Grasnarbe nicht verätzt. Am Acker wird mehr Stickstoff gebunden“, sagt der Chemiker in Reinhard Prammer.
Der eigene Wirtschaftsdünger ist also effizienter und bringt eine deutliche Kostenreduktion, weil Reinhard Prammer am Acker weniger Handelsdünger benötigt. „Mit FKE (Fermentierter Kräuterextrakt) ist das eine umweltfreundliche Geschichte. Wir sparen außerdem einen Haufen Stromkosten dadurch, dass wir die Gülle weniger oft aufrühren müssen. Das ist auch ein guter Effekt.“ Das Stallklima ist seit dem Einsatz von FKE (Fermentierter Kräuterextrakt) merklich besser, die Tiere atmen bessere Luft ein, sind gesund und Verdauungsprobleme sind kein Thema.


Arbeit, die gewürdigt wird
Reinhard Prammer blickt zufrieden auf seinen Betrieb. Mit sieben Jahren hat er das Melken gelernt und wollte immer schon Landwirt sein: „Die Landwirtschaft ist für mich der richtigste und wichtigste Beruf der Welt. Die Vielfalt macht mir eine Riesenfreude. Man ist in der Natur und kann sich die Zeit selbst einteilen. Man kommt mit unterschiedlichen Leuten zusammen. Man muss ein breites Fachwissen haben und ist Tierhalter, Mechaniker und Chemiker zugleich.“
Die Landwirtschaft ist weiterhin mit großen Veränderungen und globalen Dynamiken gefordert. Was also ist ihm für die Zukunft als Landwirt wichtig? „Die Landwirtschaft ist eine große Freiluftwerkstatt, in der wir uns nach dem Wetter richten müssen. Dafür wünsche ich mir mehr Verständnis. Damit Familienbetriebe angesichts großer Konzerne und Handelsketten bestehen können, braucht es auch mehr Wertschätzung für die Landwirtschaft. Es ist wichtig, dass unsere Arbeit gewürdigt wird.“

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