EM-Gemeinschaftsgarten in Tirol - 130 verschiedene Sorten

13.12.16 EM-Gemeinschaftsgarten in Tirol - 130 verschiedene Sorten

Sortenreicher EM-Garten in Tulfes in Tirol

Susanne Erhart, Gertrud Mathe und Brigitta Seiler sind drei Oberösterreicherinnen, die es nach Tirol gezogen hat. Dort haben sie sich gefunden und betreiben seit vier Jahren einen EM-Schaugarten in Tulfes. Gartenbesucher, darunter auch viele Kinder und Jugendliche, finden eine beeindruckende Sortenvielfalt vor und erhalten ein frisch gefülltes Feldkistl zum mitnehmen. Die Gemeinschaftsgärtnerinnen erhalten dafür freiwillige Spenden, mit denen sie samenfestes Saatgut und EM-Produkte anschaffen.

„Alte und samenfeste Sorten sind uns wichtig. Wir zeigen, wie man Saatgut selbst gewinnen und verwenden kann und wie Effektive Mikroorganismen im Garten einsetzbar sind.“erzählt Susanne Erhart, Vorstandsmitglied des EM-Vereins und Initiatorin des Schaugartens. Gestartet wird mit der Gartenarbeit erst Mitte Mai, liegt der EM-Schaugarten doch auf 1000 Meter Seehöhe und der Schnee oft noch lange bis ins Frühjahr hinein. Jedes Jahr setzen die drei Frauen an die 130 verschiedene Gemüse und Kräuter in Mischkultur. Rund um das von einer Bäuerin zur Verfügung gestellte Feld locken Sonnenblumen die Bienen an. Mitten am Feld leuchten Mohnblumen- und Malvensorten, Kornblumen und Bartnelken hervor zwischen unterschiedlichsten Sorten an Salaten, Tomaten, Paprika, Mangold, Bohnen, Erbsen, Kürbissen. Heuer wurde auch ein Schwerpunkt auf diverse Kohlsorten gelegt. Diese Vielfalt setzt sich bei den Kräutern fort und besticht durch außergewöhnliche Sorten wie Kreta- und Bauernoregano, Olivenkraut und der Weihrauchpflanze. Selbst Basilikum gedeiht auf 1000 Meter Seehöhe in der Mischkultur wunderbar.

Säen mit EM

Das Saatgut tauschen die drei Gärtnerinnen mit anderen Gartenliebhaberinnen oder beziehen es von Arche Noah und ReinSaat, zwei heimische Unternehmen, die sich um die Vielfalt samenfester Saatgutsorten bemühen. „Will man Samen selber ziehen, ist das Handbuch Samengärtnerei von Andrea Heistinger eine gute Grundlage. Wir nehmen Samen aus dem Gemüse selbst ab, trocknen sie und füllen sie in Papiersäckchen. Wenn wir die Samen im darauf folgenden Jahr ausbringen, besprühen wir sie mit einer Mischung aus EM-Aktiv (EMa) und Urgesteinsmehl, lassen sie kurz stehen und bringen sie dann in die Erde. Die Samen keimen dadurch sehr gut.“ erklärt Susanne Erhart, für die Effektive Mikroorganismen fixer Bestandteil der Gartenarbeit sind. Für vorgezogene Pflanzen wie Zucchini oder Kürbisse werden Beete ausgeputzt und aus Beikräutern, Bokashi Terra und Erde sodann Hügelbeete angelegt.

Gestärkte Pflanzen

„Wir bringen mit der Rückenspritze regelmäßig alle zwei Wochen eine EM-Mischung aus Molkepulver, Urgesteinsmehl, MK5 und EM-Aktiv (EMa)  aus. Ein Stamperl Schnapsvorlauf dient als Impuls gegen Schädlinge.“ Direkt nach der Aussaat wird die Mischung häufiger ausgebracht, ansonsten in der Regel alle zwei Wochen. Sind Blätter vom Hagel verletzt, werden sie alle zwei Tage besprüht , die Pflanzen erholen sich dadurch sehr gut.

Alle Pflanzen sind ausgesprochen stabil, gesund und robust und Gartenbesucher schätzen den intensiven Geschmack des Gemüses. Beachtlich ist, dass der EM-Schaugarten nicht gegossen wird, da am Feld kein Wasser verfügbar ist. „Wir haben einen Holzbrunnen, in dem sich Regenwasser sammelt und mit dem wir EM-Aktiv (EMa) verdünnen. Dass wir die Pflanzen nicht gießen, funktioniert in der Mischkultur einwandfrei. Mit Hilfe des Taus richten sich die Pflanzen immer wieder auf. Ihre Wurzeln gehen tiefer in die Erde und holen sich viel mehr Nährstoffe aus dem Boden. Die Anwendung von EM unterstützt diesen Prozess. Wir schätzen EM auch deshalb, weil sie Fäulnisbakterien zurückdrängen und ein gutes Milieu schaffen.“ Ende Juli, Anfang August wird Mest Best als Dünger dünn auf die Beete ausgebracht. Ceobat, eine Mischung aus Urgesteinsmehl und Ceolit versorgt den Boden mit Mineralstoffen. „Mit Ceobat haben wir sogar Mehltau bei den Zucchini in den Griff bekommen.“

Herbstliche Arbeiten

Sind die Beete im Herbst abgeerntet, wird Gründüngung darauf gegeben, zum Beispiel die Sonnenblumen vom Feldrand. „Für Nützlinge lassen wir im Herbst einfach alles stehen. Erst im Frühjahr wird das Feld gepflügt und wir stecken die Beete neu aus.“ Der EM-Schaugarten wanderte bislang dorthin, wo die Bäuerin im Jahr zuvor Starkzehrer gepflanzt hatte.  „Mit unserer Feldinitiative haben wir den Boden wieder regeniert. Pflegt man den Boden regelmäßig mit EM, wird die Erde weich und zieht Regenwürmer an weil das Milieu passt.“ erzählt Susanne Erhart von den Früchten der gemeinsamen Arbeit. 2017 wandert der EM-Schaugarten in das Nachbardorf Rinng, wo dann auch Obststauden gepflanzt werden.

Darauf freuen sich die drei Gärtnerinnen, die Kräuter und Blüten für wohlschmeckende Teemischungen trocknen, im Herbst allerlei Gemüse in Essig einlegen und Karotten zwecks besserer Haltbarkeit über den Winter in Sand lagern. „Wird Gemüse während des Wachstums regelmäßig mit EM behandelt, ist es rundum gesund. Fäulnisprozesse kommen kaum mehr in Gang bzw. werden unterdrückt. Wird es im Herbst und Winter kühl und dunkel gelagert, hält EM-Gemüse deutlich länger.“ berichtet Susanne Erhardt aus ihrem Erfahrungsschatz. Gartenwissen geben die drei gerne an ihre Gäste weiter, die dieses und das frische Gemüse im Feldkistl sehr zu schätzen wissen.

 

Mehr Informationen zu den Multikraft-Produkten:

EM Aktiv

ZeoBas (Urgesteinsmehl)

MK 5

 

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