Das 1x1 der Teichbehandlung

05.05.20 Das 1x1 der Teichbehandlung

Die Tatsache, dass Gewässer individuelle Lebensräume sind, macht Teichbehandlungen zu einem durchaus komplexen Thema. Mag. Robert Rotter (Ökologe und EM-Fachberater) hat einige Tipps, um klassischen Behandlungsfehlern vorzubeugen.

Oberste Devise bei Teichbehandlungen: Geduld!

In den ersten 2–3 Tagen können Trübungen auftreten, bis die eingebrachte Mischung zu Boden sinkt. Am besten außerhalb der Schwimmzonen und vor allem im Pflanzbereich einbringen, um ständiges Aufwirbeln zu vermeiden.

Mehr ist nicht besser!

Wie in vielen anderen Bereichen auch, ist man verleitet, die Dosierung an die Stärke der Trübung anzupassen. Größere Mengen bringen nicht unbedingt mehr Erfolg. Sie können im ersten Moment eher ungewünschte Effekte erzielen. Besser: regelmäßig in kleinen Dosen behandeln.

Sommerende ist nicht gleich Behandlungsende!

Die Badesaison ist vorbei, wozu also die Herbstbehandlung? Milde Winter und fehlende geschlossene (Eis-)decken sind für Gewässer eine besondere Herausforderung. Mit der Behandlung im Herbst geht der Teich ideal vorbereitet in die Winterruhe.

Zu guter Letzt: Ursachenforschung!

Effektive Mikroorganismen sind kein Patentrezept für alle Probleme im Teich. Dazu gilt es, Ursachen für verstärkten Nährstoffeintrag und Ungleichgewichte im Teich zu erforschen. Deshalb empfiehlt sich bei Teichberatungen immer erst die genaue Abklärung der Ist-Situation.

 

Jedes Gewässer ist ein individueller Lebensraum, der sich auch laufend verändert. Starkes Algenwachstum und Trübung des Wassers haben verschiedene Ursachen, sind aber immer auf ein Ungleichgewicht und nicht richtig funktionierende Kreisläufe zurückzuführen. Effektive Mikroorganismen zur Teichsanierung stabilisieren diese Kreisläufe, es gibt dabei aber einiges zu beachten. Gerade die immer mehr werdenden Naturpools sind hier ein Spezialfall. Während bei Schwimmteichen die Reinigung durch Sedimentation und Pflanzen erfolgt, geschieht dies bei Naturpools durch den Aufbau von Biofilmen im Filterkörper.

Deshalb sollte hier eine EM-Anwendung nur erfolgen, nachdem der Filterbereich des Naturpools rückgespült oder gereinigt wurde (normalerweise wird die Pumpe über mehrere Tage abgeschaltet, der Biofilm (mit den darin gebundenen Nährstoffen) stirbt ab und kann dann durch Rückspülung aus dem System entfernt werden). Daher macht eine Behandlung mit Effektiven Mikroorganismen erst nach einem Rückspülen Sinn, um den Aufbau des Biofilms zu fördern.

Anwendung:

Nach dem Rückspülen 1 L EM Aktiv je 10 m³ Wasser (oder noch stärker verdünnt) über Skimmer oder Ansaugschlauch in den Filterbereich einbringen. Um ein Verschlämmen des Filterbereiches zu vermeiden, kein ZeoBas und nur geringe Mengen EM Keramikpulver verwenden. Besser ist jedoch, anstatt EM Keramikpulver EM Keramik graue Pipes in Kombination mit EM Keramik 35-mm-Pipes in durchströmte Bereiche einzubringen. Je nach Teichgröße und Zustand sind individuelle Dosierungen notwendig.

 

Mehr zu Teichbehandlungen mit EM erfahren Sie hier!

Multikraft verwendet Cookies, um Ihren Website-Besuch für Sie so angenehm wie möglich zu gestalten. Mit der Nutzung der Website erklären Sie sich damit einverstanden. mehr erfahren
Ich stimme zu!