In der Erfahrung liegt die Kraft
Der Familienbetrieb Weiermair liegt im idyllischen Adlwang in Oberösterreich und beherbergt heute rund 320 Schweine. Johannes Weiermair übernahm 2011 den elterlichen Bio-Hof und hat seitdem einige Veränderungen angestoßen. Der ehemalige Mischbetrieb ist seit 2020 eine reine Bio-Schweinemast. Mit so einer Umstellung sind, wie so häufig im Leben, immer Höhen und Tiefen verbunden. Mit welchen Herausforderungen die Familie dabei konfrontiert war und wie er ihnen bis heute mit Hausverstand entgegenwirkt, berichtet der passionierte Bio-Landwirt im Gespräch.
Johannes Weiermair führt den Familienbetrieb mit Leib und Seele. Bereits 2011 übernahm er den von seiner Großmutter gegründeten Betrieb von seinen Eltern, Hermine und Karl Weiermair. „Die Übernahme lief eigentlich reibungslos, erst mit den Veränderungen am Betrieb wurde es turbulenter“, erinnert er sich. Schon kurz nach dem Krieg übernahm seine Großmutter den Hof. Kühe und Schweine fanden hier jahrzehntelang ihr Zuhause. Später übergab sie den Betrieb an ihren Sohn, der ihn gemeinsam mit seiner Frau als Mischbetrieb mit Mutterkühen und Schweinemast auf rund 16 Hektar weiterführte. Johannes Weiermair arbeitete bereits als Kind und junger Erwachsener regelmäßig am Hof mit. Mit dem Antritt der Pension seiner Eltern ging der Betrieb schließlich an ihn über. Der Übergang markierte den Beginn einer neuen Phase.
Johannes Weiermair führt den Familienbetrieb mit Leib und Seele. Bereits 2011 übernahm er den von seiner Großmutter gegründeten Betrieb von seinen Eltern, Hermine und Karl Weiermair. „Die Übernahme lief eigentlich reibungslos, erst mit den Veränderungen am Betrieb wurde es turbulenter“, erinnert er sich. Schon kurz nach dem Krieg übernahm seine Großmutter den Hof. Kühe und Schweine fanden hier jahrzehntelang ihr Zuhause. Später übergab sie den Betrieb an ihren Sohn, der ihn gemeinsam mit seiner Frau als Mischbetrieb mit Mutterkühen und Schweinemast auf rund 16 Hektar weiterführte. Johannes Weiermair arbeitete bereits als Kind und junger Erwachsener regelmäßig am Hof mit. Mit dem Antritt der Pension seiner Eltern ging der Betrieb schließlich an ihn über. Der Übergang markierte den Beginn einer neuen Phase.
Die Veränderungen am Hof waren vor allem eine wirtschaftliche, aber auch persönliche Entscheidung: Zum einen war die Rinderhaltung damals nicht besonders rentabel, erzählt Weiermair, zum anderen, erinnert er sich liebevoll zurück: „Die Schweine liegen uns einfach mehr, auch meine Frau wurde mit den Kühen damals nicht besonders warm. Das ist auch ein Anstoß, sich als Familienbetrieb etwas zu überlegen. Wir sollen ja alle unsere Arbeit gerne machen“. Damit fiel schließlich die Entscheidung, auf eine reine Schweinemast umzusteigen. Das geht natürlich nicht von heute auf morgen und so erneuerte er allerlei am Hof - 2017 baute er dazu eine neue Halle mit 170 Plätzen für die Tiere. 2020 verkaufte er die letzten noch vorhandenen Kühe und stockte auf 260 Plätze für seine Schweine auf. Im vergangenen Jahr wagte er nochmals einen großen Schritt, bei dem er den bestehenden Stall im Haus erneuerte. Damit bietet der Hof nun Raum für 320 Tiere. Neben derr Schweinemast baut die Familie zusätzlich Kartoffeln an und 70 Hühner produzieren Eier für die Direktvermarktung – auch die fünf Hasen des Sohnes finden auf dem nun rund 28 Hektar großen Betrieb ein Zuhause. „Wir sind ein klassischer Familienbetrieb, wir versuchen, alles, was der Betrieb hergibt und sich richtig anfühlt, auch zu nutzen“, erzählt Johannes Weiermair.
Familie Weiermair fühlte sich mit der Entscheidung für den Umstieg auf die Schweinemast von Beginn an wohl – aber mit der Aufstockung seiner Schweinezahl im Betrieb merkte sie 2017, dass die Geruchsbelästigung beim Ausführen der Gülle oder Jauche deutlich gestiegen ist. Das war nicht nur für die Familie, sondern auch für die umliegende Nachbarschaft eine unangenehme Angelegenheit. Deshalb war der Bio-Bauer auf der Suche nach einer natürlichen Lösung, um dem Problem entgegenzuwirken. Nach einer Empfehlung vereinbarte er sich einen persönlichen Termin mit einem Multikraft-Fachberater, um dem Geruch Herr zu werden. Nach dem ausführlichen Beratungsgespräch begann er, Fermentierten Kräuterextrakt (FKE) dem Schweinefutter beizumengen. Und das mit Erfolg – neben den Vorteilen, die ihm geschildert wurden, wurde vor allem sein Hauptproblem gelöst: der starke Güllegeruch. „Wenn man heute auf unseren Hof kommt, riecht man einfach weniger. Und mein Hausverstand sagt mir: wenn man weniger riecht, haben wir wahrscheinlich auch weniger Nährstoffverluste“, so Weiermair über seine Erfahrung. Seit mehr als fünf Jahren setzt er nun den FKE ein, auch nach dem Stallreinigen, bevor er seine Schweine wieder einstellt. „Unser Gedanke dahinter ist, dass immer Bakterien im Stall sein werden, weil wir nach der Reinigung nicht desinfizieren, aber wenn wir den Stall mit positiven Mikroorganismen benetzen, bleibt weniger Platz für negative Bakterien“, erklärt er. Seine positiven Erfahrungen seien der Grund, dass er immer noch dabei geblieben ist.
Familie Weiermair fühlte sich mit der Entscheidung für den Umstieg auf die Schweinemast von Beginn an wohl – aber mit der Aufstockung seiner Schweinezahl im Betrieb merkte sie 2017, dass die Geruchsbelästigung beim Ausführen der Gülle oder Jauche deutlich gestiegen ist. Das war nicht nur für die Familie, sondern auch für die umliegende Nachbarschaft eine unangenehme Angelegenheit. Deshalb war der Bio-Bauer auf der Suche nach einer natürlichen Lösung, um dem Problem entgegenzuwirken. Nach einer Empfehlung vereinbarte er sich einen persönlichen Termin mit einem Multikraft-Fachberater, um dem Geruch Herr zu werden. Nach dem ausführlichen Beratungsgespräch begann er, Fermentierten Kräuterextrakt (FKE) dem Schweinefutter beizumengen. Und das mit Erfolg – neben den Vorteilen, die ihm geschildert wurden, wurde vor allem sein Hauptproblem gelöst: der starke Güllegeruch. „Wenn man heute auf unseren Hof kommt, riecht man einfach weniger. Und mein Hausverstand sagt mir: wenn man weniger riecht, haben wir wahrscheinlich auch weniger Nährstoffverluste“, so Weiermair über seine Erfahrung. Seit mehr als fünf Jahren setzt er nun den FKE ein, auch nach dem Stallreinigen, bevor er seine Schweine wieder einstellt. „Unser Gedanke dahinter ist, dass immer Bakterien im Stall sein werden, weil wir nach der Reinigung nicht desinfizieren, aber wenn wir den Stall mit positiven Mikroorganismen benetzen, bleibt weniger Platz für negative Bakterien“, erklärt er. Seine positiven Erfahrungen seien der Grund, dass er immer noch dabei geblieben ist.
Grundsätzlich kann der Bio-Landwirt zum Glück nicht über viele Probleme bei seinen Schweinen klagen. „Wir verwenden den FKE schon so lange, dass wir keine großen Probleme haben, das ist für uns einfach schon alltäglich“, erzählt er. Aufhorchen ließ Johannes Weiermair eine Studie der Firma Hütthaler und von Multikraft, die sich mit den Auswirkungen von FKE auf das Schwanzbeißen befasste. Obwohl er keine Probleme damit hatte, habe ihn das Ergebnis positiv überrascht und in der Verwendung nochmals bestärkt. „Natürlich schwanke ich hin und wieder, ob ich mir den FKE finanziell gerade leisten will, aber dann sehe ich wieder, dass da schon Sinn dahintersteckt. Und eine Reduktion von 71 auf 5 Prozent Schwanzbeißen ist nicht wenig. Somit erkauft man sich auch seinen Frieden; Unruhe im Stall kostet auch Geld“, erklärt er.
Wirtschaftlichkeit spielt in der Landwirtschaft eine zentrale Rolle – so auch für Johannes Weiermair, wenn es um Entscheidungen für seinen Betrieb geht. Gleichzeitig verlässt er sich auf langjährige Beobachtungen und praktische Erfahrungen. Beim Einsatz von FKE ist er überzeugt, dass sich dieser positiv auf den Nährstoffverlust bei der Ausbringung von Jauche und Mist auswirkt. „Beweisen kann ich es nicht, aber mein Gefühl sagt mir, dass es so ist“, erklärt der Schweinehalter. „Und letztlich ist es auch eine logische Überlegung: Ich erwarte mir etwas von dem Einsatz und der Investition – sonst würde ich ihn nicht über so viele Jahre hinweg anwenden.“ Ähnlich geht Weiermair auch beim Einsatz von Pflanzenkohle vor, die er ergänzend im Mist verwendet. Auch hier stützt er sich auf seine Erfahrungen aus dem Betriebsalltag und beobachtete Effekte. Für ihn gilt dabei derselbe Zugang wie beim FKE: „Wenn mein Gefühl bei der Anwendung sagt, es passt, dann passt’s.“
Wirtschaftlichkeit spielt in der Landwirtschaft eine zentrale Rolle – so auch für Johannes Weiermair, wenn es um Entscheidungen für seinen Betrieb geht. Gleichzeitig verlässt er sich auf langjährige Beobachtungen und praktische Erfahrungen. Beim Einsatz von FKE ist er überzeugt, dass sich dieser positiv auf den Nährstoffverlust bei der Ausbringung von Jauche und Mist auswirkt. „Beweisen kann ich es nicht, aber mein Gefühl sagt mir, dass es so ist“, erklärt der Schweinehalter. „Und letztlich ist es auch eine logische Überlegung: Ich erwarte mir etwas von dem Einsatz und der Investition – sonst würde ich ihn nicht über so viele Jahre hinweg anwenden.“ Ähnlich geht Weiermair auch beim Einsatz von Pflanzenkohle vor, die er ergänzend im Mist verwendet. Auch hier stützt er sich auf seine Erfahrungen aus dem Betriebsalltag und beobachtete Effekte. Für ihn gilt dabei derselbe Zugang wie beim FKE: „Wenn mein Gefühl bei der Anwendung sagt, es passt, dann passt’s.“
Für die Zumischung des FKE ins Futter überlegte sich Johannes Weiermair eine praktische Lösung – schließlich soll der Arbeitsaufwand so gering wie möglich bleiben. Mit einem Kanister samt Ablaufventil und einem einfachen Bypass am Mischer dosiert er das Mittel automatisch direkt in den Gutstrom. Und das lohnt sich: „So habe ich in keine extra Technik investieren müssen. Es bleibt nur der relativ geringe Arbeitsaufwand, den FKE beim Container runterzulassen und dann dazuzustellen“, so Weiermair. Er sprüht zwar den FKE auch beim Ausmisten aus, ist sich aber sicher, dass er über die Fütterung einen doppelten Nutzen hat: „Damit ist der FKE im Tier selbst, aber auch überall anders, weil er automatisch über den Urin und den Kot auch verteilt wird. Und wenn sich der FKE positiv im Darm auswirkt, beim Verhalten der Schweine und auch im Stall, dann ist das für mich eigentlich der optimale Weg“, so der Landwirt. Für Johannes Weiermair ist genau dieses Zusammenspiel entscheidend – ein Ansatz, der sich im Betriebsalltag bewährt hat und für ihn die optimale Lösung darstellt.
Vielen Dank fürs Gespräch.
Für die Zumischung des FKE ins Futter überlegte sich Johannes Weiermair eine praktische Lösung – schließlich soll der Arbeitsaufwand so gering wie möglich bleiben. Mit einem Kanister samt Ablaufventil und einem einfachen Bypass am Mischer dosiert er das Mittel automatisch direkt in den Gutstrom. Und das lohnt sich: „So habe ich in keine extra Technik investieren müssen. Es bleibt nur der relativ geringe Arbeitsaufwand, den FKE beim Container runterzulassen und dann dazuzustellen“, so Weiermair. Er sprüht zwar den FKE auch beim Ausmisten aus, ist sich aber sicher, dass er über die Fütterung einen doppelten Nutzen hat: „Damit ist der FKE im Tier selbst, aber auch überall anders, weil er automatisch über den Urin und den Kot auch verteilt wird. Und wenn sich der FKE positiv im Darm auswirkt, beim Verhalten der Schweine und auch im Stall, dann ist das für mich eigentlich der optimale Weg“, so der Landwirt. Für Johannes Weiermair ist genau dieses Zusammenspiel entscheidend – ein Ansatz, der sich im Betriebsalltag bewährt hat und für ihn die optimale Lösung darstellt.
Vielen Dank fürs Gespräch.
Ein neuer Blick auf die Zukunft der Landwirtschaft - Im Gespräch mit Prof. Dr. Wilhelm Windisch
Die Vorstellung, dass Fortschritt unweigerlich mit Wachstum gleichzusetzen wäre, ist in vielen Köpfen tief verankert. Doch angesichts einer Landwirtschaft mit knapper werdenden Ressourcen, steigendem Klimadruck und der Konfrontation mit ökologischen Grenzen macht sich immer stärker ein Umdenken breit: Landwirtschaften im Einklang mit der Natur.
Arjen Stouten führt gemeinsam mit seiner Familie die Huyskweker Stouten V.O.F. in Oosterland in den Niederlanden. Auf rund 1 Hektar Gewächshausfläche zieht der Familienbetrieb professionell hochwertige Sommerblumen heran, dazu ein breites Sortiment an Beet- und Balkonpflanzen sowie verschiedene Stauden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Balkon- und Terrassenkübeln sowie Ampeln mit eingebautem Wasserreservoir. Verkauft wird direkt an private Endkunden, aus den gesamten Niederlanden und einem kleinen Teil Belgiens.
Neue Herkunftsregeln ab Juni 2026
Woran erkennt man echten Honig aus Österreich? Zwischen regionalen Spezialitäten, Bio-Produkten und günstigen Importmischungen ist österreichischer Honig im Supermarkt oft gar nicht so leicht zu erkennen. Ein Blick aufs Etikett hilft zwar weiter, doch viele Herkunftsangaben waren bisher wenig aussagekräftig. Genau das soll sich mit der neuen Honigverordnungs-Novelle 2026 nun ändern.