Neue Herkunftsregeln ab Juni 2026
Woran erkennt man echten Honig aus Österreich? Zwischen regionalen Spezialitäten, Bio-Produkten und günstigen Importmischungen ist österreichischer Honig im Supermarkt oft gar nicht so leicht zu erkennen. Ein Blick aufs Etikett hilft zwar weiter, doch viele Herkunftsangaben waren bisher wenig aussagekräftig. Genau das soll sich mit der neuen Honigverordnungs-Novelle 2026 nun ändern.
Viele Verbraucherinnen und Verbraucher wünschen sich mehr Transparenz über Herkunft, Qualität und Verarbeitung ihres Honigs. Lange müssen sie darauf nicht mehr warten: Denn das Europäische Parlament nimmt umfassende Änderungen an der sogenannten Frühstücksrichtlinien vor – getragen von der Farm‑to‑Fork‑Strategie des Green Deals und zusätzlichen EU‑Kontrollaktionen. Ab Juni 2026 treten die neuen Vorgaben auch in Österreich in Kraft. Damit kann es endlich die Transparenz geben, die beim Honig seit Jahren fehlt.
Auslöser für die Anpassung der sogenannten EU-Frühstücksrichtlinie, zu der die Honigverordnungsnovelle gehört, war unter anderem eine Untersuchung der EU-Kommission. Eine Kontrolle ergab, dass 147 von 320 geprüften Honigproben in der EU verfälscht waren. Genauer gesagt: Es handelte sich überwiegend von Produkten aus Nicht-EU-Ländern. China, von wo zum mehrjährigen Zeitraum der Probenahme rund 30 bis 40 Prozent der EU-Honigimporte stammten, lieferte besonders häufig Produkte, die mit Zuckersirup aus Reis, Weizen oder Zuckerrüben gestreckt wurden. In nachgelagerten Untersuchungen von EU-Institutionen und Mitgliedsstaaten wurden zusätzlich auch Farbstoffe nachgewiesen. Geht man jedoch nach relativen Zahlen, liegt die Türkei bei den Importen an erster Stelle mit auffälligen Proben.
Bisher waren auf vielen Honiggläsern nur allgemeine Angaben wie „Mischung von Honig aus EU- und Nicht-EU-Ländern“ zu finden. Für Konsumentinnen und Konsumenten war dadurch kaum nachvollziehbar, aus welchen Ländern der Honig tatsächlich stammt oder wie hoch die jeweiligen Anteile sind.
Das erschwerte nicht nur bewusste Kaufentscheidungen, sondern stellte auch heimische Imkereien vor Herausforderungen. Denn: Unzureichende Herkunftskennzeichnungen führen zu intransparenten Preisen. Diese wiederum können für die heimische Produktion mit möglicherweise höheren Produktionskosten und somit höheren Preisen zu einem Wettbewerbsnachteil führen, sollten Konsumentinnen und Konsumenten zur günstigeren Importware greifen.
Bisher waren auf vielen Honiggläsern nur allgemeine Angaben wie „Mischung von Honig aus EU- und Nicht-EU-Ländern“ zu finden. Für Konsumentinnen und Konsumenten war dadurch kaum nachvollziehbar, aus welchen Ländern der Honig tatsächlich stammt oder wie hoch die jeweiligen Anteile sind.
Das erschwerte nicht nur bewusste Kaufentscheidungen, sondern stellte auch heimische Imkereien vor Herausforderungen. Denn: Unzureichende Herkunftskennzeichnungen führen zu intransparenten Preisen. Diese wiederum können für die heimische Produktion mit möglicherweise höheren Produktionskosten und somit höheren Preisen zu einem Wettbewerbsnachteil führen, sollten Konsumentinnen und Konsumenten zur günstigeren Importware greifen.
Die Kennzeichnung von Honig ist bereits seit Jahren gesetzlich geregelt. Auf jedem Honigglas müssen unter anderem Herkunft, Mindesthaltbarkeitsdatum, Nettofüllmenge und Lagerhinweise angegeben sein. Mit der Überarbeitung der Frühstücks-Richtlinien werden diese Vorgaben nun erweitert. Künftig müssen bei Honigmischungen laut Honigverordnungs-Novelle 2026 alle Ursprungsländer angeführt werden – und zwar in absteigender Reihenfolge ihres Gewichtsanteils inklusive Prozentangaben. Die bisherige Sammelbezeichnung reicht dann nicht mehr aus. Für kleine Verpackungen unter 30 Gramm dürfen ISO-Ländercodes verwendet werden.
Die neuen Bestimmungen treten mit 14. Juni 2026 in Kraft. Bereits gekennzeichnete Produkte dürfen noch abverkauft werden, neue Etiketten müssen jedoch den verschärften Vorgaben entsprechen.
Wer Honig aus Österreich kaufen möchte, sollte beim Einkauf besonders auf die Herkunftsangabe achten. „Österreich“ sollte klar als Ursprungsland angegeben sein. Bei Bio-Honig helfen zusätzlich das EU-Bio-Logo und die Kontrollnummer bei der Orientierung.
Wer Honig aus Österreich kaufen möchte, sollte beim Einkauf besonders auf die Herkunftsangabe achten. „Österreich“ sollte klar als Ursprungsland angegeben sein. Bei Bio-Honig helfen zusätzlich das EU-Bio-Logo und die Kontrollnummer bei der Orientierung.
Der unabhängige und unpolitische Verein „Land schafft Leben“ hat zum Ziel, Bewusstsein für in Österreich produzierte Lebensmittel zu schaffen. Transparent und ohne zu werten, zeigt Land schafft Leben auf der Website www.landschafftleben.at sowie über zahlreiche weitere Kanäle die Lebensmittelproduktion entlang der Wertschöpfungskette. Bisher hat der Verein Recherchen zu 20 Lebensmitteln sowie zahlreiche Hintergrundberichte zur österreichischen Landwirtschaft und weiteren lebensmittelrelevanten Bereichen veröffentlicht.
Alle Inhalte sind frei auf www.landschafftleben.at zugänglich.
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