Im Traunviertel, unweit von Gmunden, wird Gemüse nicht nach Trends angebaut, sondern nach Erfahrung. Der Familienbetrieb Kirchgatterer steht seit Jahrzehnten für eine Landwirtschaft, die auf sorgfältige Pflege, Nähe zur Natur und Verantwortungsbewusstsein gegenüber Boden und Menschen steht. Generationenübergreifend gewachsen, lebt der Betrieb von dem Vertrauen, dass Beständigkeit dort entsteht, wo man genau hinschaut, Geduld mitbringt und bereit ist, neue Wege behutsam in bestehende Strukturen zu integrieren. Ein Blick hinter die Kulissen eines Gemüsehofs, der Tradition und Entwicklung miteinander verbindet.
Die kleine Gemeinde Ohlsdorf liegt inmitten des schönen Traunviertels – sie ist das Zuhause des familiengeführten Traditionsbetriebs Gemüse Kirchgatterer. Auf 536 Metern Seehöhe wird hier eine bunte Vielfalt an frischen Gemüsesorten und Kartoffeln angebaut. Dabei kann der Familienbetrieb eine lange Geschichte vorweisen – bereits 1967 wurde hochwertiges Frischgemüse angebaut und geerntet. Vor rund 40 Jahren starteten Gottfried und Claudia Kirchgatterer mit der Direktvermarktung, die sie bis heute in Form eines Hofladens führen. Mittlerweile hat Sohn Michael, der seit 2013 hauptberuflich im Betrieb arbeitet, gemeinsam mit seiner Frau Verena das Steuer übernommen und bewirtschaftet eine rund 52 Hektar große landwirtschaftliche Fläche. Das Ergebnis: eine Vielfalt, die sich sehen lassen kann. „Wir bauen um die 45, 50 verschiedenen Gemüsearten an, und das in circa 100 Variationen. Bei den Tomaten haben wir rund 13 Sorten, bei den Salaten sind es rund 15 – ich habe schon aufgehört zu zählen“, erzählt Michael Kirchgatterer mit einem Lächeln. Obwohl Michael 2020 die Leitung übernahm, unterstützen seine Eltern Gottfried und Claudia nach wie vor den Familienbetrieb. „Gott sei Dank“, freut sich Michael über die gemeinsame Arbeit.
Die kleine Gemeinde Ohlsdorf liegt inmitten des schönen Traunviertels – sie ist das Zuhause des familiengeführten Traditionsbetriebs Gemüse Kirchgatterer. Auf 536 Metern Seehöhe wird hier eine bunte Vielfalt an frischen Gemüsesorten und Kartoffeln angebaut. Dabei kann der Familienbetrieb eine lange Geschichte vorweisen – bereits 1967 wurde hochwertiges Frischgemüse angebaut und geerntet. Vor rund 40 Jahren starteten Gottfried und Claudia Kirchgatterer mit der Direktvermarktung, die sie bis heute in Form eines Hofladens führen. Mittlerweile hat Sohn Michael, der seit 2013 hauptberuflich im Betrieb arbeitet, gemeinsam mit seiner Frau Verena das Steuer übernommen und bewirtschaftet eine rund 52 Hektar große landwirtschaftliche Fläche. Das Ergebnis: eine Vielfalt, die sich sehen lassen kann. „Wir bauen um die 45, 50 verschiedenen Gemüsearten an, und das in circa 100 Variationen. Bei den Tomaten haben wir rund 13 Sorten, bei den Salaten sind es rund 15 – ich habe schon aufgehört zu zählen“, erzählt Michael Kirchgatterer mit einem Lächeln. Obwohl Michael 2020 die Leitung übernahm, unterstützen seine Eltern Gottfried und Claudia nach wie vor den Familienbetrieb. „Gott sei Dank“, freut sich Michael über die gemeinsame Arbeit.
Gemüse Kirchgatterer legt großen Wert auf Qualität und setzt ebenso auf Beständigkeit: Das Team erntet täglich, das Motto „frisch, knackig und gesund“ steht an oberster Stelle. Kundinnen und Kunden steht der Hofladen im Selbstbedienungsformat 24/7 zur Verfügung, Freitag und Samstag gibt es einen aktiven Verkauf, zusätzlich werden fünf bis sechs weitere Märkte bespielt. Für Vielbeschäftigte gibt es auch ein Abo-Modell: Das Vitalsackerl wird Endkundinnen und Endkunden direkt vor die Haustüre zugestellt – oder das Bürokisterl, mit dem Schulen und Büros unter der Woche beliefert werden.
Für Michael Kirchgatterer ist es ganz selbstverständlich, Chemie, so gut es geht, außen vor zu lassen. „Wir sind nicht offiziell biozertifiziert, aber ich glaube, dass wir biologischer arbeiten als so manche Bio-Verordnung vorschreibt. Wir setzen uns sehr intensiv mit unseren Kulturen auseinander und pflegen sie. Wir brennen einfach für unsere Sache, und das schmeckt man am Ende des Tages“. Ein großer Schritt in Sachen Qualität war auch die Einführung des Multikraft-Systems: „Ich sage immer zu meinen Kindern, wenn sie durch die Folienhäuser oder den Hofladen laufen, können sie alles essen. Das muss noch nicht einmal gewaschen werden, weil das von Haus aus so gesund ist.“
Die erste Verwendung von generellen Biostimulanzien reicht weit zurück. Michael Kirchgatterers Großvater war der Erste im Betrieb, der sich mit dem Thema der natürlichen Pflanzenstärkung auseinandersetzte und auch einen ersten Einsatz über einen längeren Zeitraum ausprobierte. Aufgrund der hohen Arbeitsintensität musste dieses Projekt damals auf Eis gelegt werden. Michael Kirchgatterer wagte sich 2015 selbst wieder an die Anwendung. Auch er musste aufgrund des Arbeitspensums pausieren, denn die Folienhäuser müssen jede Woche besprüht werden.
Der entscheidende Schritt war schlussendlich ein Messebesuch, wo Michael wieder auf Multikraft traf – und auch auf ein Unternehmen, das ein Kaltnebelgerät vertreibt. Diese Maschine zerstäubt Flüssigkeit und füllt die Gewächshäuser mit Nebel, sodass die Biostimulanzien flächendeckend versprüht werden. Ein erster Test fiel positiv aus, das war der Startschuss für die endgültige Einführung des Multikraft-Systems. „Das Nebelgerät wird programmiert und läuft in der Nacht, was eine erhebliche Arbeitserleichterung darstellt. Seit vergangenem Jahr arbeiten wir ganz intensiv mit Multikraft-Produkten und produzieren damit sehr, sehr erfolgreich Gemüse“, erzählt Michael Kirchgatterer.
Eingesetzt wird eine breite Palette an Multikraft-Produkten: Von MK Boden bei der Jungpflanzenproduktion über MK Start bis hin zu MK Gemüse bei der Vollspritzung. Für harte Fälle – „wenn es einmal brennt“ – kommt der Fermentierte Knoblauch- und Chiliextrakt zum Einsatz.
Eingesetzt wird eine breite Palette an Multikraft-Produkten: Von MK Boden bei der Jungpflanzenproduktion über MK Start bis hin zu MK Gemüse bei der Vollspritzung. Für harte Fälle – „wenn es einmal brennt“ – kommt der Fermentierte Knoblauch- und Chiliextrakt zum Einsatz.
Die Ergebnisse sprechen für sich. Früher, so Michael Kirchgatterer, war viel mehr Pflanzenschutz notwendig, was den Ertrag negativ beeinflusste. Dank Multikraft-Produkten sparte die Familie in den Gewächshäusern über 80 Prozent der Pflanzenschutzmaßnahmen, dadurch stieg auch der Besatz an Nützlingen. Die Jungpflanzen sind zudem deutlich stabiler und stressresistenter. Die Blätter sind grüner, die Pflanzen wachsen effizienter und auch geschmacklich lässt sich ein deutlicher Unterschied feststellen, erzählt er. „Ein Großteil unserer Stammkundschaft sagt uns, dass die Ernte heuer noch besser schmeckt. Die Karotten sind süßer, die roten Rüben sind auffällig besser, die Tomaten kräftiger im Geschmack“, berichtet er über das Feedback der Kundschaft. Besonders die Tomatenernte heuer sei rekordverdächtig. Die Paprikaernte ist auch ein gutes Beispiel: „Vergangenes Jahr haben wir bis zum 31. Dezember Paprika geerntet und das, obwohl nicht geheizt war“, so Michael Kirchgatterer.
2024 führte er gemeinsam mit einer damals angestellten Praktikantin sogar ein kleines Experiment mit seinen Kopfsalaten durch und hielt alles fotografisch fest. Intensive Unterschiede konnte er bei Farbe und Gewicht feststellen. „Da war teilweise wirklich 30, 35 Prozent mehr Gewicht als bei Pflanzen ohne Biostimulanzien-Behandlung. Die behandelten Pflanzen waren stressresistenter und hatten ein sehr ausgeprägtes Wurzelwerk“, zeigt sich Kirchgatterer begeistert von den Ergebnissen.
Für die kommenden Jahre gibt es auf dem Gemüsehof Kirchgatterer einige konkrete Pläne: Geplant sind eine Erweiterung des Hofladens, eine mobile Variante für den regionalen Vertrieb sowie zusätzliche Gewächshausflächen. Gleichzeitig möchte der Betrieb weiterhin für neue Ansätze im Pflanzenbau offenbleiben und gezielt beobachten, wie sich unterschiedliche Methoden auf die Kulturen auswirken. Es ist auch ein Versuch geplant, bei dem gemeinsam mit Multikraft untersucht wird, wie sich verschiedene Intensitäten biologischer Pflanzenstärkung auf den Umgang mit Schädlingen auswirken. Im Fokus steht bei der Feldstudie weniger der kurzfristige Ertrag als die Frage, wie sich Qualität, Bodenleben und Pflanzen langfristig in Balance halten lassen.
Für die kommenden Jahre gibt es auf dem Gemüsehof Kirchgatterer einige konkrete Pläne: Geplant sind eine Erweiterung des Hofladens, eine mobile Variante für den regionalen Vertrieb sowie zusätzliche Gewächshausflächen. Gleichzeitig möchte der Betrieb weiterhin für neue Ansätze im Pflanzenbau offenbleiben und gezielt beobachten, wie sich unterschiedliche Methoden auf die Kulturen auswirken. Es ist auch ein Versuch geplant, bei dem gemeinsam mit Multikraft untersucht wird, wie sich verschiedene Intensitäten biologischer Pflanzenstärkung auf den Umgang mit Schädlingen auswirken. Im Fokus steht bei der Feldstudie weniger der kurzfristige Ertrag als die Frage, wie sich Qualität, Bodenleben und Pflanzen langfristig in Balance halten lassen.
Ob in Kuchen, Müslis, Brotaufstrichen oder Getränken: Zucker ist in unserer Ernährung nicht wegzudenken. Doch was heute selbstverständlich wirkt, war lange Zeit etwas ganz Besonderes. Denn bis ins hohe Mittelalter war Honig das einzige Süßungsmittel in Österreich. Erst später fanden Rüben- und Rohrzucker ihren Weg in unsere Küchen. Der Verein Land schafft Leben erklärt, welchen Weg die Rübe vom Anbau bis zum Zuckerregal nimmt und wie die Produktion in Österreich funktioniert.
Wer Lavendel kultiviert, weiß: Hinter der scheinbaren Robustheit dieser Pflanze verbirgt sich eine empfindsame Seele. Hitze, Nässe, Stress – Kleinigkeiten genügen, um den violetten Duftwundern die Kraft zu nehmen. Für die Familie van Adrichem aus Deutschland ist Lavendel längst mehr als ein Produkt. Seit mehr als 65 Jahren kultivieren sie nun mit Leidenschaft Zierpflanzen.
Gastbeitrag unseres Kooperationspartners Land schafft Leben
Technologische Entwicklungen haben die Landwirtschaft in den letzten 120 Jahren grundlegend verändert. Höhere Erträge, effizientere Abläufe und der Einsatz von Robotik prägen den Alltag am Feld und im Stall. Doch wie viel Wachstum ist möglich – und welche Grenzen braucht es, um Vielfalt und Krisenbeständigkeit zu sichern?