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Wo der Lavendel blüht: Eine Geschichte über Mut, Wandel und die Kraft der Natur

Wer Lavendel kultiviert, weiß: Hinter der scheinbaren Robustheit dieser Pflanze verbirgt sich eine empfindsame Seele. Hitze, Nässe, Stress – Kleinigkeiten genügen, um den violetten Duftwundern die Kraft zu nehmen. Für die Familie van Adrichem aus Deutschland ist Lavendel längst mehr als ein Produkt. Seit mehr als 65 Jahren kultivieren sie nun mit Leidenschaft Zierpflanzen.

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Der Lavendel steht für sie für Tradition, Duft, Sommer – und das Wissen, dass Natur und Handwerk im Einklang miteinander stehen können. Unser Gespräch mit Mareike van Adrichem erlaubt uns einen Einblick in die Historie des Unternehmens, dessen Erfolg und wie das Team schließlich auch in herausfordernden Zeiten eine natürliche Lösung findet.

Der Lavendel steht für sie für Tradition, Duft, Sommer – und das Wissen, dass Natur und Handwerk im Einklang miteinander stehen können. Unser Gespräch mit Mareike van Adrichem erlaubt uns einen Einblick in die Historie des Unternehmens, dessen Erfolg und wie das Team schließlich auch in herausfordernden Zeiten eine natürliche Lösung findet.

Geschäftsführerin Mareike van Adrichem, die 2021 den Gartenbaubetrieb van Adrichem von ihren Eltern übernahm, spricht stolz über die Geschichte ihres Familienunternehmens. Ihr Großvater gründete das Unternehmen 1958 noch als reinen Gemüsebaubetrieb. Damals, so erzählt sie, war es schon ein großer Schritt, als er auch noch Zierpflanzen dazu nahm, aber es habe sich definitiv gelohnt – und das über Generationen. Knapp 20 Jahre nach der Gründung übernahmen ihre Eltern, Toni und Gerda von Adrichem, den Betrieb und fokussierten sich rund ein Vierteljahrhundert lang ausschließlich auf die Produktion von Azaleen. Bis es 2002 zu einer großen Umstellung der Kulturen mit einem starken Fokus auf die Lavendelkultur kam. Und das mit Erfolg: Der Betrieb wuchs seit der Gründung von 2.000 Quadratmeter Anbaufläche auf eine Produktionsfläche von 1,7 Hektar im Gewächshaus und 1,7 Hektar im Freiland. Auf dieser Fläche produzieren sie mit lediglich fünf festen Angestellten fast eine Million Töpfe verschiedener Größen und Kulturen. Eine Leistung, die gute Planung und kluges Handeln erfordert.

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Gegebenheiten schlau genutzt

Beim Bewässern der vielen Pflanzen kommt Familie van Adrichem ein Vorteil besonders zugute: das natürliche Gefälle des Geländes. Wo immer möglich, wird dieses für das Anschauverfahren genutzt. Im hinteren Bereich des Gewächshauses fließt das Wasser hinein, läuft – je nach Kultur – rund eine halbe Stunde unter den Pflanzen hindurch und wird anschließend wieder aufgefangen. Die Freilandflächen werden vollständig mit Gießwagen bewässert. So lassen sich die Gegebenheiten optimal nutzen und der Arbeitsaufwand möglichst gering gehalten.

Beim Bewässern der vielen Pflanzen kommt Familie van Adrichem ein Vorteil besonders zugute: das natürliche Gefälle des Geländes. Wo immer möglich, wird dieses für das Anschauverfahren genutzt. Im hinteren Bereich des Gewächshauses fließt das Wasser hinein, läuft – je nach Kultur – rund eine halbe Stunde unter den Pflanzen hindurch und wird anschließend wieder aufgefangen. Die Freilandflächen werden vollständig mit Gießwagen bewässert. So lassen sich die Gegebenheiten optimal nutzen und der Arbeitsaufwand möglichst gering gehalten.

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Erste Probleme: „Eine braune Pflanze ist keine gute Pflanze“

Der Betrieb läuft also gut und das Team ist eingespielt. Im Jahr 2023 verschärfte sich jedoch ein Problem, dass sich bereits seit einigen Jahren immer wieder bemerkbar machte: Die Lavendelkulturen sahen anfangs prächtig und vital aus, aber etwa zwei bis drei Wochen vor dem Verkauf sind sie „zusammengebrochen“. Sie wurden ohne ersichtlichen Grund braun. Und: „Eine braune Pflanze ist keine gute Pflanze“, erzählt Mareike van Adrichem aus der damaligen Situation, die den Betrieb deutlich unter Druck setzte. Die wirtschaftlichen Einbußen trafen den Familienbetrieb stark. Immer wieder stellte die Familie Überlegungen zu möglichen Ursachen wie Wurzelfäule oder Blattfleckenkrankheiten an. Unterschiedliche Desinfektionsmaßnahmen und Pflanzenschutzmaßnahmen wurden ausprobiert – doch keine davon brachte den gewünschten Erfolg. Weder ließ sich das Absterben der Pflanzen verhindern, noch zeigte sich eine nachhaltige Stärkung der Bestände. Ganze Chargen oder Sorten fielen weiterhin unvorhersehbar aus. Das belastete die Mitarbeitenden zunehmend, und auch die hinzugezogenen Beraterinnen und Berater standen schließlich vor einem großen Fragezeichen.

Langfristige Erfolge mit Biostimulanzien

Mareike van Adrichem machte sich also auf die Suche nach einer wirkungsvollen aber gleichzeitig möglichst natürlichen Lösung. Auf chemische Pflanzenschutzmittel zu verzichten war ihr dabei wichtig, da sie zum einen allesamt keine Wirkung zeigten – weder gegen die bestehenden Probleme noch zur Stärkung der Pflanzen – und zum anderen sie die Zukunft in der Reduzierung von chemischen Mitteln sieht. Das ist ihr auch ein persönliches Anliegen: „Meine Tochter läuft auch jeden Tag im Betrieb herum, da ist es nicht immer möglich zu sagen, ‚lauf hier bitte nicht durch‘, das ist bei kleinen Kindern einfach schwierig. Das ist mit ein Grund, warum ich nach und nach Chemie aus unserem Betrieb raus bekommen möchte“, erklärt sie. Auf ihrer Suche lernte sie schließlich Klaus Bongartz kennen – einen der gefragtesten Gartenbau-Experten Deutschlands, der Betriebe in ganz Europa begleitet. In seiner Arbeit empfiehlt er das Multikraft-System als Grundlage für eine gesunde Pflanzenproduktion, weil es sich in vielen Praxisbetrieben bewährt und zu Verbesserungen geführt hat. Mareike van Adrichem schilderte ihm ihre Situation, und er riet ihr, den Fokus konsequent auf die Stärkung der Pflanzen und des Wurzelraums zu legen. „Er hat uns erzählt, es kann uns oder den Pflanzen erst einmal nicht weh tun und auch die Kosten können, sollte es nicht klappen, nicht schlimmer sein als unsere Ausfälle“, erzählt die Geschäftsführerin rückblickend.

Nach kurzer Abwägung begann der Betrieb mit 2 bis 3 Prozent MK Start im Gießwasser zu bewässern, um die Pflanzen wieder zu stabilisieren und weiße Wurzeln zu bekommen. Parallel dazu begann der Betrieb mit regelmäßigen Sprühbehandlungen mit speziell für die Blattanwendung vorgesehenen Multikraft-Produkten. Ziel war es, die Pflanzen nicht nur im Wurzelbereich, sondern auch über das Blatt ganzheitlich zu unterstützen. Der anfängliche Test wurde schnell zur Routine und das seit nun mehr als zwei Jahren. Schon nach Kurzem erkannten die Mitarbeitenden des Betriebs deutlich mehr und kräftigere Wurzeln und das spiegelte sich auch in der Qualität der Pflanzen wider. Erleichtertes Aufatmen im Betrieb.

Mareike van Adrichem machte sich also auf die Suche nach einer wirkungsvollen aber gleichzeitig möglichst natürlichen Lösung. Auf chemische Pflanzenschutzmittel zu verzichten war ihr dabei wichtig, da sie zum einen allesamt keine Wirkung zeigten – weder gegen die bestehenden Probleme noch zur Stärkung der Pflanzen – und zum anderen sie die Zukunft in der Reduzierung von chemischen Mitteln sieht. Das ist ihr auch ein persönliches Anliegen: „Meine Tochter läuft auch jeden Tag im Betrieb herum, da ist es nicht immer möglich zu sagen, ‚lauf hier bitte nicht durch‘, das ist bei kleinen Kindern einfach schwierig. Das ist mit ein Grund, warum ich nach und nach Chemie aus unserem Betrieb raus bekommen möchte“, erklärt sie. Auf ihrer Suche lernte sie schließlich Klaus Bongartz kennen – einen der gefragtesten Gartenbau-Experten Deutschlands, der Betriebe in ganz Europa begleitet. In seiner Arbeit empfiehlt er das Multikraft-System als Grundlage für eine gesunde Pflanzenproduktion, weil es sich in vielen Praxisbetrieben bewährt und zu Verbesserungen geführt hat. Mareike van Adrichem schilderte ihm ihre Situation, und er riet ihr, den Fokus konsequent auf die Stärkung der Pflanzen und des Wurzelraums zu legen. „Er hat uns erzählt, es kann uns oder den Pflanzen erst einmal nicht weh tun und auch die Kosten können, sollte es nicht klappen, nicht schlimmer sein als unsere Ausfälle“, erzählt die Geschäftsführerin rückblickend.

Nach kurzer Abwägung begann der Betrieb mit 2 bis 3 Prozent MK Start im Gießwasser zu bewässern, um die Pflanzen wieder zu stabilisieren und weiße Wurzeln zu bekommen. Parallel dazu begann der Betrieb mit regelmäßigen Sprühbehandlungen mit speziell für die Blattanwendung vorgesehenen Multikraft-Produkten. Ziel war es, die Pflanzen nicht nur im Wurzelbereich, sondern auch über das Blatt ganzheitlich zu unterstützen. Der anfängliche Test wurde schnell zur Routine und das seit nun mehr als zwei Jahren. Schon nach Kurzem erkannten die Mitarbeitenden des Betriebs deutlich mehr und kräftigere Wurzeln und das spiegelte sich auch in der Qualität der Pflanzen wider. Erleichtertes Aufatmen im Betrieb.

Eine Investition, die sich lohnt

Die Ergebnisse überzeugten so sehr, dass die Familie die Anwendung auf die weiteren Kulturen ausweitete. „Ich wollte auf Nummer sicher gehen und keine braunen Pflanzen mehr haben. Ich mache lieber eine Behandlung mehr und habe dafür wirklich gute, starke Wurzeln“, erzählt Mareike van Adrichem. Die Anwendung wurde im Laufe der Zeit weiter vereinfacht und auf Empfehlung der Multikraft-Beratung durch das Vernebeln ergänzt. Dank eines bereits vorhandenen Nebelgeräts war eine großflächige Behandlung zunächst ohne zusätzlichen Arbeitsaufwand möglich. Mittlerweile hat der Betrieb in ein neues Gerät investiert. „Im Schnitt bringt ein Mitarbeiter jede Woche rund acht Stunden für Pflanzenschutzmaßnahmen auf. Rechnet man diese Kosten gegen die 5.500 Euro für das neue Gerät, ist das eine einfache Rechnung – nach ein bis eineinhalb Jahren hat sich die Investition amortisiert“, erklärt die Geschäftsführerin. Und auch Zeit ist Geld: Einen weiteren Vorteil des Vernebelns sieht sie darin, dass das Gerät in der Nacht und, im Gegensatz zu konventionellen Mitteln, planbar einmal pro Woche beziehungsweise in der Saison täglich läuft. 

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Mit Bravour durch Krisen

Probleme mit braunen Pflanzen treten im Gartenbaubetrieb van Adrichem heute kaum noch auf. Die Bestände sind stabil und die Produktion verlässlich. Umso einschneidender war die Situation im Jahr 2024, als ein starkes Hagelgewitter ein ganzes Feld junger Pflanzen beschädigte und ein Ausfall drohte. Für das Familienunternehmen ist eine gesicherte Produktion essenziell – das Kernteam ist eng zusammengeschweißt und trägt Verantwortung füreinander. Entsprechend groß war die Erleichterung, als sich die betroffenen Pflanzen nach einer Behandlung mit MK Start rasch erholten und neue Vitalität zeigten. Solche Erfahrungen bestätigen den eingeschlagenen Weg: aufmerksam beobachten, gemeinsam handeln und auch in herausfordernden Momenten auf langfristig bewährte Lösungen setzen.

Probleme mit braunen Pflanzen treten im Gartenbaubetrieb van Adrichem heute kaum noch auf. Die Bestände sind stabil und die Produktion verlässlich. Umso einschneidender war die Situation im Jahr 2024, als ein starkes Hagelgewitter ein ganzes Feld junger Pflanzen beschädigte und ein Ausfall drohte. Für das Familienunternehmen ist eine gesicherte Produktion essenziell – das Kernteam ist eng zusammengeschweißt und trägt Verantwortung füreinander. Entsprechend groß war die Erleichterung, als sich die betroffenen Pflanzen nach einer Behandlung mit MK Start rasch erholten und neue Vitalität zeigten. Solche Erfahrungen bestätigen den eingeschlagenen Weg: aufmerksam beobachten, gemeinsam handeln und auch in herausfordernden Momenten auf langfristig bewährte Lösungen setzen.

Dieser Beitrag ist erstmals im Multikosmos Magazin Ausgabe 45 / Beständigkeit erschienen.
Die gesamte Ausgabe können Sie hier online nachlesen.

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