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Betrieb in Balance: Wie Pestizide und Stauchemittel reduziert werden

Die Produktion von GemĂŒsesetzlingen, KrĂ€utern und Zierpflanzen erfolgt nahezu pestizidfrei. Der Einsatz von Stauchemitteln ist deutlich reduziert. Zudem haben sich viele NĂŒtzlinge angesiedelt. All das schĂ€tzen Mitarbeiter und Kunden gleichermaßen. Diese beachtlichen Erfolge verzeichnet der Betrieb von Familie Grieb dank des Multikraft-Systems, welches seit 2018 regelmĂ€ĂŸig zum Einsatz kommt.

Begeistert
5 Minute(n) Lesezeit
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Betrieb in Balance: Wie Pestizide und Stauchemittel reduziert werden.

In DĂŒdingen in der Schweiz, im Kanton Freiburg, grĂŒndeten Priska und Manfred Grieb 1982 ihren Gartenbaubetrieb. Im Ortsteil Balbertswil dienen 12.000 mÂČ Folientunnel der Aufzucht von GemĂŒsesetzlingen sowie ein- und zweijĂ€hrigen Pflanzen fĂŒr die FrĂŒhjahrs- und Herbstbepflanzung.

Sohn Marco Grieb erzĂ€hlt: „Wir produzieren sehr viele Violas und Primeln fĂŒr den FrĂŒhling, danach die Klassiker Geranien, Begonien und Tagetes, gefolgt von Chrysanthemen im Herbst. Wir kultivieren sehr viele GemĂŒsesetzlinge wie Salate, Kohlrabi und Tomaten und das ganze Jahr ĂŒber eine große Palette an KrĂ€utern.“ 

Ladenschluss-Boutique

Das vielfĂ€ltige Sortiment wird an GroßhĂ€ndler, GroßmĂ€rkte und
verschiedene Gartencenter ausgeliefert und selbstverstÀndlich am eigenen Standort verkauft. Sehr gut kommt die Ladenschluss-Boutique an.

„Die ,Ladenschluss-Boutique‘ ist ein kleines Gartenhaus, das im Außenbereich steht. Am Abend und am Wochenende können Kunden dort in Selbstbedienung Blumenerde, Setzlinge oder floristische Artikel auswĂ€hlen. Wir haben zusĂ€tzlich einen KĂŒhlraum installiert. Unser Gartencenter ist direkt bei der Autobahnausfahrt und so können Leute fĂŒr Besuche an Wochenenden noch einen frischen Blumenstrauß holen.“

FĂŒr Marco Grieb besonders bemerkenswert war das Jahr 2020. „Wir haben wĂ€hrend der Corona-Pandemie sehr viel neue Kundschaft bekommen. Leute haben zum ersten Mal GemĂŒse angepflanzt und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass dieser Trend weiter anhĂ€lt.“

StÀrkung von Anfang an

Frisch angelieferte Jungpflanzen werden gleich einmal mit Hilfe eines Dosatrons mit MK Start (eh. BB Start) angegossen und erhalten diesen Bodenhilfsstoff direkt nach dem Topfen nochmals. Dies verbessert die Wurzelbildung und die Jugendentwicklung der Pflanzen. 

Gleich von Anfang an erfolgen bei allen Kulturen die wöchentlichen Blattbehandlungen zur PflanzenstĂ€rkung mit den Komponenten MK Blatt (eh. BB Blatt), Terrafert Blatt, Fermentierter Schachtelhalm- und Brennessel Extrakt Konzentrat, Knoblauch-Chiliextrakt, EM Keramikpulver, Molkepulver und MK Multical (eh. BB Multical). „Wenn die Pflanze gut gestĂ€rkt ist, kann man bei den Behandlungen zehn Tage dazwischen vergehen lassen.“

Die ersten fĂŒnf bis sechs Blattbehandlungen werden mittels Motorspritze manuell durchgefĂŒhrt. „Sobald zum Beispiel die Chrysanthemen auf Endabstand sind, werden sie mit unserem SprĂŒhsystem von oben besprĂŒht. Mittels direkt angeschlossenem Dosatron kommt die Mischung mit den Multikraft-Komponenten automatisch zur BewĂ€sserung dazu.“

Weniger Pestizide und Stauchemittel

Dank der regelmĂ€ĂŸigen Anwendungen konnten 85 bis 90 % an Pestiziden reduziert werden. „Das ist wirklich enorm. Zuvor mussten Chrysanthemen alle sieben bis zehn Tage gegen LĂ€use mit Insektiziden gespritzt werden und die LĂ€use bekamen wir trotzdem kaum weg. Statt 12 bis 15 PestizideinsĂ€tzen brauchen wir nur noch zwei. Bei der Anzucht von Violas, die wir fĂŒr den Herbst kultivieren, benötigen wir auch keine Pestizide mehr. Das klappt sehr gut. Bei Violas, die wir Ende Oktober fĂŒr den FrĂŒhling pflanzen, merkt man, dass durch die KĂ€lte die Mikroorganismen etwas weniger aktiv sind. Im Winter kann es also schon sein, dass ich einmal ein Fungizid spritzen muss.“

Ebenfalls deutlich reduziert wurde der Einsatz von Stauchemitteln. FrĂŒhzeitig wird Terrafert Blatt in dreiprozentiger Dosierung wöchentlich angewendet. „Man kann es kaum glauben, wie gut es funktioniert und die Geranien zum Beispiel wunderschön kompakt wachsen. Bei stark wachsenden Kulturen wie Violas oder Geranien mache ich eine separate Behandlung und wende Terrafert Blatt höher dosiert alle fĂŒnf Tage an.“

Mehr NĂŒtzlinge, keine Wartezeiten

Neben der enormen Reduktion an Pestiziden und Stauchemitteln stellt Marco Grieb noch eine Reihe weiterer Vorteile fest. „Wir haben wieder viel mehr NĂŒtzlinge im Betrieb, das ist ein sehr positives Erlebnis. Unsere Mitarbeiter schĂ€tzen es, dass sie keine unangenehmen GerĂŒche bei der Arbeit haben und keine SchutzanzĂŒge mehr tragen mĂŒssen. Das ganze Arbeitsklima verbessert sich dadurch. Man hat nach dem Spritzen keine Wartezeiten mehr. Ich kann unsere KrĂ€uter und GemĂŒsesetzlinge sofort verkaufen.“ 

Durch den Sommer hindurch ist die GĂ€rtnerei zu 90 Prozent mit Chrysanthemen bepflanzt. Sobald diese Anfang Oktober verkauft sind, werden die GewĂ€chshĂ€user gereinigt und mit MK Boden eingesprĂŒht, um ein regeneratives Milieu an Mikroorganismen aufzubauen. Marco Grieb hat das Multikraft-System zu Beginn nicht nur bei einer Kultur, sondern gleich im ganzen Betrieb ausprobiert und seither mit den regelmĂ€ĂŸigen Anwendungen eine neue Balance geschaffen. „Ich dachte mir, je mehr ich damit behandle, umso schneller und besser verĂ€ndert sich das gesamte Klima in der GĂ€rtnerei.“ 

In DĂŒdingen in der Schweiz, im Kanton Freiburg, grĂŒndeten Priska und Manfred Grieb 1982 ihren Gartenbaubetrieb. Im Ortsteil Balbertswil dienen 12.000 mÂČ Folientunnel der Aufzucht von GemĂŒsesetzlingen sowie ein- und zweijĂ€hrigen Pflanzen fĂŒr die FrĂŒhjahrs- und Herbstbepflanzung.

Sohn Marco Grieb erzĂ€hlt: „Wir produzieren sehr viele Violas und Primeln fĂŒr den FrĂŒhling, danach die Klassiker Geranien, Begonien und Tagetes, gefolgt von Chrysanthemen im Herbst. Wir kultivieren sehr viele GemĂŒsesetzlinge wie Salate, Kohlrabi und Tomaten und das ganze Jahr ĂŒber eine große Palette an KrĂ€utern.“ 

Ladenschluss-Boutique

Das vielfĂ€ltige Sortiment wird an GroßhĂ€ndler, GroßmĂ€rkte und
verschiedene Gartencenter ausgeliefert und selbstverstÀndlich am eigenen Standort verkauft. Sehr gut kommt die Ladenschluss-Boutique an.

„Die ,Ladenschluss-Boutique‘ ist ein kleines Gartenhaus, das im Außenbereich steht. Am Abend und am Wochenende können Kunden dort in Selbstbedienung Blumenerde, Setzlinge oder floristische Artikel auswĂ€hlen. Wir haben zusĂ€tzlich einen KĂŒhlraum installiert. Unser Gartencenter ist direkt bei der Autobahnausfahrt und so können Leute fĂŒr Besuche an Wochenenden noch einen frischen Blumenstrauß holen.“

FĂŒr Marco Grieb besonders bemerkenswert war das Jahr 2020. „Wir haben wĂ€hrend der Corona-Pandemie sehr viel neue Kundschaft bekommen. Leute haben zum ersten Mal GemĂŒse angepflanzt und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass dieser Trend weiter anhĂ€lt.“

StÀrkung von Anfang an

Frisch angelieferte Jungpflanzen werden gleich einmal mit Hilfe eines Dosatrons mit MK Start (eh. BB Start) angegossen und erhalten diesen Bodenhilfsstoff direkt nach dem Topfen nochmals. Dies verbessert die Wurzelbildung und die Jugendentwicklung der Pflanzen. 

Gleich von Anfang an erfolgen bei allen Kulturen die wöchentlichen Blattbehandlungen zur PflanzenstĂ€rkung mit den Komponenten MK Blatt (eh. BB Blatt), Terrafert Blatt, Fermentierter Schachtelhalm- und Brennessel Extrakt Konzentrat, Knoblauch-Chiliextrakt, EM Keramikpulver, Molkepulver und MK Multical (eh. BB Multical). „Wenn die Pflanze gut gestĂ€rkt ist, kann man bei den Behandlungen zehn Tage dazwischen vergehen lassen.“

Die ersten fĂŒnf bis sechs Blattbehandlungen werden mittels Motorspritze manuell durchgefĂŒhrt. „Sobald zum Beispiel die Chrysanthemen auf Endabstand sind, werden sie mit unserem SprĂŒhsystem von oben besprĂŒht. Mittels direkt angeschlossenem Dosatron kommt die Mischung mit den Multikraft-Komponenten automatisch zur BewĂ€sserung dazu.“

Weniger Pestizide und Stauchemittel

Dank der regelmĂ€ĂŸigen Anwendungen konnten 85 bis 90 % an Pestiziden reduziert werden. „Das ist wirklich enorm. Zuvor mussten Chrysanthemen alle sieben bis zehn Tage gegen LĂ€use mit Insektiziden gespritzt werden und die LĂ€use bekamen wir trotzdem kaum weg. Statt 12 bis 15 PestizideinsĂ€tzen brauchen wir nur noch zwei. Bei der Anzucht von Violas, die wir fĂŒr den Herbst kultivieren, benötigen wir auch keine Pestizide mehr. Das klappt sehr gut. Bei Violas, die wir Ende Oktober fĂŒr den FrĂŒhling pflanzen, merkt man, dass durch die KĂ€lte die Mikroorganismen etwas weniger aktiv sind. Im Winter kann es also schon sein, dass ich einmal ein Fungizid spritzen muss.“

Ebenfalls deutlich reduziert wurde der Einsatz von Stauchemitteln. FrĂŒhzeitig wird Terrafert Blatt in dreiprozentiger Dosierung wöchentlich angewendet. „Man kann es kaum glauben, wie gut es funktioniert und die Geranien zum Beispiel wunderschön kompakt wachsen. Bei stark wachsenden Kulturen wie Violas oder Geranien mache ich eine separate Behandlung und wende Terrafert Blatt höher dosiert alle fĂŒnf Tage an.“

Mehr NĂŒtzlinge, keine Wartezeiten

Neben der enormen Reduktion an Pestiziden und Stauchemitteln stellt Marco Grieb noch eine Reihe weiterer Vorteile fest. „Wir haben wieder viel mehr NĂŒtzlinge im Betrieb, das ist ein sehr positives Erlebnis. Unsere Mitarbeiter schĂ€tzen es, dass sie keine unangenehmen GerĂŒche bei der Arbeit haben und keine SchutzanzĂŒge mehr tragen mĂŒssen. Das ganze Arbeitsklima verbessert sich dadurch. Man hat nach dem Spritzen keine Wartezeiten mehr. Ich kann unsere KrĂ€uter und GemĂŒsesetzlinge sofort verkaufen.“ 

Durch den Sommer hindurch ist die GĂ€rtnerei zu 90 Prozent mit Chrysanthemen bepflanzt. Sobald diese Anfang Oktober verkauft sind, werden die GewĂ€chshĂ€user gereinigt und mit MK Boden eingesprĂŒht, um ein regeneratives Milieu an Mikroorganismen aufzubauen. Marco Grieb hat das Multikraft-System zu Beginn nicht nur bei einer Kultur, sondern gleich im ganzen Betrieb ausprobiert und seither mit den regelmĂ€ĂŸigen Anwendungen eine neue Balance geschaffen. „Ich dachte mir, je mehr ich damit behandle, umso schneller und besser verĂ€ndert sich das gesamte Klima in der GĂ€rtnerei.“ 

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