Schon ein Multikraft-Konto?
Anmelden / Registrieren
Interesse an anderen Themenshops?
Haus, Garten & Teich Body & Soul
headerImage
headerImage

Verbesserung der Silagequalität

Der Laborversuch

Am Institut für Tiergesundheit ID-Lelystad der Landwirtschaftlichen Universität in Wageningen (Niederlande), wurde ein wissenschaftlicher Vorversuch durchgeführt (Bericht 2165), um die Verwendung von Multikraft Systemen als Silierhilfsmittel zu untersuchen.¹

Dafür wurde Grassilage mit Multikraft behandelt und in 1-kg Weckgläsern fermentiert, parallel wurde unbehandelte Grassilage als Kontrollgruppe mit geführt. Nach 6 Tagen und nach 2 Monaten wurden die wichtigsten wertbestimmenden Prameter in der Versuchsgrupppe und der Kontrollgruppe analysiert (Tabelle 1).

Am Institut für Tiergesundheit ID-Lelystad der Landwirtschaftlichen Universität in Wageningen (Niederlande), wurde ein wissenschaftlicher Vorversuch durchgeführt (Bericht 2165), um die Verwendung von Multikraft Systemen als Silierhilfsmittel zu untersuchen.¹

Dafür wurde Grassilage mit Multikraft behandelt und in 1-kg Weckgläsern fermentiert, parallel wurde unbehandelte Grassilage als Kontrollgruppe mit geführt. Nach 6 Tagen und nach 2 Monaten wurden die wichtigsten wertbestimmenden Prameter in der Versuchsgrupppe und der Kontrollgruppe analysiert (Tabelle 1).

Das Ergebnis

Die mit Multikraft behandelte Silage wieß zu beiden Untersuchungszeitpunkten einen geringeren pH Wert und Trockenmasseverlust auf (Tabelle 1). Der Gehalt an wertbestimmender Milchsäure und Essigsäure war in der mit Multikraft behandelten Silage wesentlich höher als in den Kontrollen. Darüber hinaus wurden in der Silage mit Multikraft hohe Gehalte an 1,2-Propandiol und 1-Propanol gemessen, was auf die Aktivität von Lactobacillus buchneri und/oder artverwandten Milchsäurebakterien hindeuten kann. Diese Bakteriengattung spielen eine wichtige Rolle bei der Verbesserung der aeroben Stabilität von Silagen.

Die mit Multikraft behandelte Silage wieß zu beiden Untersuchungszeitpunkten einen geringeren pH Wert und Trockenmasseverlust auf (Tabelle 1). Der Gehalt an wertbestimmender Milchsäure und Essigsäure war in der mit Multikraft behandelten Silage wesentlich höher als in den Kontrollen. Darüber hinaus wurden in der Silage mit Multikraft hohe Gehalte an 1,2-Propandiol und 1-Propanol gemessen, was auf die Aktivität von Lactobacillus buchneri und/oder artverwandten Milchsäurebakterien hindeuten kann. Diese Bakteriengattung spielen eine wichtige Rolle bei der Verbesserung der aeroben Stabilität von Silagen.

Parameter nach 6 Tagen Fermentation nach zwei Monaten Fermentation
Kontrolle Multikraft Kontrolle Multikraft
Gewichtsverlust (g/kg TS) 2,73 6,7 11,5 21,2
ph-Wert 6,55 5,49 5,11 4,36
Aerobe Stabilität (h)* n.b. n.b. 60 < 525
Milchsäure (g/kg TS) n.b. n.b. 41,9 85,2
Essigsäure (g/kg TS) n.b. n.b. 7,6 39,2
Ethanol (g/kg TS) n.b. n.b. 11,2 11,7
1,2-Probandiol (g/kg TS) n.b. n.b. 0 2,9
1-Propanol (g/kg TS) n.b. n.b. 0 2,9
Propionsäure (g/kg TS) n.b. n.b. 2,2 2,7

Tabelle 1 - Vorversuch Grassliage:  Laborergebnisse der wertbestimmenden Parameter. *Der aerobe Stabilitätstest wird standardmäßig nach 3 Wochen abgebrochen, da das Material zu sehr austrocknet und zu keinen repräsentativen Ergebnissen mehr führt. g/kg= Gramm pro Kilogramm, TS = Trockensubstanz, n.b. = nicht bestimmt

¹Quelle: Institut für Tiergesundheit ID-Lelystad, Landwirtschaftliche Universität Wageningen (NL), Bericht Nr. 2165 (P.G. van Wikselaar, S.J.W.H. Oude Elferink).

Tabelle 1 - Vorversuch Grassliage:  Laborergebnisse der wertbestimmenden Parameter. *Der aerobe Stabilitätstest wird standardmäßig nach 3 Wochen abgebrochen, da das Material zu sehr austrocknet und zu keinen repräsentativen Ergebnissen mehr führt. g/kg= Gramm pro Kilogramm, TS = Trockensubstanz, n.b. = nicht bestimmt

¹Quelle: Institut für Tiergesundheit ID-Lelystad, Landwirtschaftliche Universität Wageningen (NL), Bericht Nr. 2165 (P.G. van Wikselaar, S.J.W.H. Oude Elferink).

Die Praxisbeobachtung

Um den Effekt von Multikraft auf die Silage auch unter realen Konditionen zu testen, wurden zwei Feldversuche durchgeführt:

Um den Effekt von Multikraft auf die Silage auch unter realen Konditionen zu testen, wurden zwei Feldversuche durchgeführt:

A) Feldversuch - Gras und Klee Silage

Gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein wurden drei verschiedene Grünlandschnitte (2x Gras, 1x Kleegras) mit Multikraft behandelt und nach 3 Monaten Fermentation auf wertbestimmende Parameter untersucht. Pro Versuchsgruppe wurde eine unbehandelte Kontrolle mitgeführt (Tabelle 2).²

image

Das Ergebnis:

Die mit MK behandelte Grünlandsilage zeigte im Vergleich zur unbehandelten Kontrolle einen signifikanten Unterschied beim Milchsäuregehalt (MK höher), der Aeroben Stabilität gleich nach Entnahme und 7 Tage nach Entnahme (MK höher) und einem niedrigeren pH nach der Nachgärung (Tabelle 2).

Die mit MK behandelte Grünlandsilage zeigte im Vergleich zur unbehandelten Kontrolle einen signifikanten Unterschied beim Milchsäuregehalt (MK höher), der Aeroben Stabilität gleich nach Entnahme und 7 Tage nach Entnahme (MK höher) und einem niedrigeren pH nach der Nachgärung (Tabelle 2).

Parameter Mittelwert Kontrolle Mittelwert MK p-Wert (t-Test, gepaart) Signifikanz (α=0.05)
TM-Gehalt (%) 25,13 25,03 0,80 n.s.
Gewichtsverlust (g/kg TS) 9,87 10,87 0,24 n.s.
pH 3/5 Tag 4,47 4,33 0,06 n.s.
pH nach 90 Tagen 4,37 4,17 0,07 n.s.
Milchsäure 1,63 2,47 0,02 signifikant
Essigsäure 1,17 1,45 0,49 n.s.
Ammoniakfraktion 11,33 10,00 0,27 n.s.
Aerobe Stabilität nach Entnahme (Tage) 3,17 6,60 0,01 signifikant
Aerobe Stabilität - Verlust bis 7.Tag 15,47 0,53 0,03 signifikant
pH nach Nachgären 8,03 3,97 0,001 signifikant

Tabelle 2 - Feldversuch Grünland Silage: Laborergebnisse der wertbestimmenden Parameter für Gras Silage I, II und Kleesilage, dargestellt als Mittelwerte der Versuchs- und Kontrollgruppe, Statistische Auswertung über gepaarten t-Test. MK= Multikraft, n.s. = nicht signifikant

²Quelle: Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, D-24783 Osterrönfeld: „Siliermittelprüfung mit EM“; statistische Auswertung (t-Test) durch Multikraft auf Basis der Originaldaten.

Tabelle 2 - Feldversuch Grünland Silage: Laborergebnisse der wertbestimmenden Parameter für Gras Silage I, II und Kleesilage, dargestellt als Mittelwerte der Versuchs- und Kontrollgruppe, Statistische Auswertung über gepaarten t-Test. MK= Multikraft, n.s. = nicht signifikant

²Quelle: Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, D-24783 Osterrönfeld: „Siliermittelprüfung mit EM“; statistische Auswertung (t-Test) durch Multikraft auf Basis der Originaldaten.

image

B) Feldversuch - Maissilage:

Unter der Leitung unseres Außendienstmitarbeiters Franz Schafferhofer wurde ein Fahrsilo Maissilage mit Multikraft behandelt, ein unbehandelter Fahrsilo diente als Kontrolle.

Die Analyse der wertbestimmenden Parameter erfolgte durch die LKS – Landwirtschaftliche Kommunikations- und Servicegesellschaft mbH (Prüfberichte Nr. 1796169 und 1796170).³

Das Ergebnis:

Die mit Silierhilfsmittel behandelte Variante wies mehr Rohprotein und Essigsäure auf. Obwohl der Milchsäuregehalt in der Behandelten Silage unter dem der Kontrolle lag, weisen die erhöhten 1,2-Propandiol und 1-Propanol Werte auf, was auf eine gesteigerte Aktivität von Lactobacilla hin. Außerdem wurde ein höherer Propionsäuregehalt gemessen (Tabelle 3). Propionsäure wirkt in der Silage als starker Konservierungsstoff, der Schimmelpilzen, Hefen und unerwünschten Bakterien hemmt. Dadurch werden Nährstoffverluste minimiert und  die Bildung gefährlicher Mykotoxine verhindert.

Die folgenden Werte sind als deskriptiver Praxisbefund zu lesen, nicht als statistisch abgesicherter Nachweis.

Die mit Silierhilfsmittel behandelte Variante wies mehr Rohprotein und Essigsäure auf. Obwohl der Milchsäuregehalt in der Behandelten Silage unter dem der Kontrolle lag, weisen die erhöhten 1,2-Propandiol und 1-Propanol Werte auf, was auf eine gesteigerte Aktivität von Lactobacilla hin. Außerdem wurde ein höherer Propionsäuregehalt gemessen (Tabelle 3). Propionsäure wirkt in der Silage als starker Konservierungsstoff, der Schimmelpilzen, Hefen und unerwünschten Bakterien hemmt. Dadurch werden Nährstoffverluste minimiert und  die Bildung gefährlicher Mykotoxine verhindert.

Die folgenden Werte sind als deskriptiver Praxisbefund zu lesen, nicht als statistisch abgesicherter Nachweis.

Parameter Kontrolle Mais MK Mais
Trockensubstanz (g/kg TS) 1000 1000
pH-Wert 4 4
Rohprotein (g/kg TS) 54 66
Milchsäure (g/kg TS) 39,26 32,65
Essigsäure (g/kg TS) 8,81 29,56
Ethanol (g/kg TS) 3,8 5,75
1,2-Probandiol (g/kg TS) 0,23 0,25
1-Propanol (g/kg TS) 0,95 1,75
Propionsäure (g/kg TS) 0,36 2,67
Ethyl-Laktat + Ethyl-Acetat (mg/kg TS) 87 131
Ammoniak-Stickstoff (% Ges-.N) 6,8 7,1

Tabelle 3 -  Feldversuch Mais Sliage: Laborergebnisse der wertbestimmenden Parameter, MK= Multikraft, g/kg= Gramm pro Kilogramm, TS = Trockensubstanz, Ges-.N= Gesamt Stickstoff

³Quelle: LKS – Landwirtschaftliche Kommunikations- und Servicegesellschaft mbH, Niederwiesa: Prüfberichte Nr. 1796169-20231213-144705 und 1796170-20231213-144704.

Tabelle 3 -  Feldversuch Mais Sliage: Laborergebnisse der wertbestimmenden Parameter, MK= Multikraft, g/kg= Gramm pro Kilogramm, TS = Trockensubstanz, Ges-.N= Gesamt Stickstoff

³Quelle: LKS – Landwirtschaftliche Kommunikations- und Servicegesellschaft mbH, Niederwiesa: Prüfberichte Nr. 1796169-20231213-144705 und 1796170-20231213-144704.

Fazit

Die Verwendung von Multikraft Systemen als Silierhilfsmittel gewährleistet einen raschen und tiefen pH-Wert-Abfall, eine verstärkte Bildung von organischen Säuren, sowie eine hohe aerobe Stabilität in Mais- und Grünlandsilage. Dadurch werden Nährstoffe konserviert und Mykotoxine und Fäulnisbakterien gehemmt.

In Maissilage konnte außerdem gezeigt werden, dass mehr Rohproteine erhalten werden und somit ein höherer Nährwert für das Tier besteht. 

Die Verwendung von Multikraft Systemen als Silierhilfsmittel gewährleistet einen raschen und tiefen pH-Wert-Abfall, eine verstärkte Bildung von organischen Säuren, sowie eine hohe aerobe Stabilität in Mais- und Grünlandsilage. Dadurch werden Nährstoffe konserviert und Mykotoxine und Fäulnisbakterien gehemmt.

In Maissilage konnte außerdem gezeigt werden, dass mehr Rohproteine erhalten werden und somit ein höherer Nährwert für das Tier besteht.