Visionen & Vorreiter im Vulkanland - keine Geruchsbelästigung mehr bei Schweinemastbetrieb durch FKE

24.03.16 Visionen & Vorreiter im Vulkanland - keine Geruchsbelästigung mehr bei Schweinemastbetrieb durch FKE

Herausforderungen und Entwicklungen in der Region Südoststeiermark, Vulkanland

Herausforderungen und Entwicklungen in der Region Südoststeiermark

Multikosmos Ausgabe 00020

Wanderungen auf den Spuren der Vulkane führen durch reizvolle Hügellandschaften, in den Buschenschanken der Weinberge lässt es sich gemütlich einkehren und in zahlreichen Thermen wunderbar erholen. Rund 80 Gemeinden im Südosten der Steiermark bilden zusammen das „Steirische Vulkanland“, eine Marke, die zur Aufwertung der Region ins Leben gerufen wurde.

Steirisches Vulkanland

Lange Zeit galt diese Grenzlandregion als Armenhaus von Österreich und war von massiver Abwanderung betroffen. Ein erster Schritt zur Regionalentwicklung wurde mit der Errichtung von Thermen gesetzt. Im Jahr 2000 initiierte der Landtagsabgeordnete Ing. Josef Ober den weiteren Wandel zur innovativen und lebenswerten Region und schuf die Tourismusmarke „Steirisches Vulkanland“. Sie leitet sich von den Vulkanen ab, die vor Millionen von Jahren hier aktiv waren und heute noch als Hügel sichtbar sind. „Das steirische Vulkanland hat sich sehr gut entwickelt. Es steht für kulinarische Qualität, hochwertige Handwerksbetriebe und lebenswerte Naherholungsgebiete. In die Regionalentwicklung sind Gemeinden, Einzelpersonen und verschiedenste Betriebe mit einbezogen.“ schildert Josef Ober.

Vorreiterrolle

Einige Herausforderungen gilt es dabei noch zu bewältigen. Im Zuge von Rationalisierung und Strukturwandel ging auch in dieser Region die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe zurück, die einzelnen Betriebe wurden größer. Der hohe Fleischkonsum und billiges Aktionsfleisch aus den Supermärkten sind für die Verhältnisse mitverantwortlich. Angesichts großer Schweinemastbetriebe klagen Anrainer in manchen Orten über ein massives Geruchsproblem. Es kommt zu Protesten und Nachbarschaftskonflikten. „Größere Betriebe zur Ferkelaufzucht oder Schweinemast haben in Dorflage mit der Ammoniakbelastung zu kämpfen. Der Geruch ist ein großes Thema in der Region.“ erzählt Maria Pein, die in den 70er Jahren den elterlichen Hof übernommen hat. Die Zahl der Schweine hat sich seither verdreifacht. Dabei sind für sie Beschwerden von Anrainern kein Thema. „Wir sind ein gesund gewachsener Zuchtbetrieb mit 150 Zuchtsäuen und Ferkeln. Uns ist es wichtig, den Geruch mit Futterzusätzen einzudämmen. Ich möchte hier mit gutem Beispiel voran gehen.“ erläutert Maria Pein. Seit 2001 wendet sie FKE (Fermentierter Kräuterextrakt) an und macht bemerkenswert gute Erfahrungen damit. „Wir verwenden 10 Liter FKE pro Tonne Futter. Darüber hinaus gießen wir FKE auch in die Güllekanäle. Wir haben dadurch eine intensive Geruchseindämmung erreicht und freuen uns über ein gutes Stallklima. Unsere Gülle riecht kaum, im Stall haben wir eine super Luftqualität und ich fühle mich als Bäuerin unter den Tieren sehr wohl. Eine Besonderheit ist obendrein, dass wir, seit wir FKE (Fermentierter Kräuterextrakt) einsetzen, überhaupt keine Fliegen im Stall haben. Zukünftig werden mehr Bauern ihre Betriebe dahingehend verändern müssen. Wichtig ist, den Überblick zu behalten, welches seriöse und wirksame Produkte sind.“ berichtet Maria Pein.

Josef Ober sieht die Geruchsproblematik in den nächsten fünf Jahren als lösbar: „Wir bearbeiten das Thema enttabuisiert und es gibt Landwirte, die bereits neue Wege gehen. Mit einem Forschungsprogramm hinsichtlich Fütterungsvarianten und Methoden der Geruchsbindung wollen wir alternative, leistbare Produkte untersuchen und Nachweise über Wirkungen liefern.“

Eine Studie des Instituts für Landtechnik an der Universität für Bodenkultur Wien belegt, dass FKE (Fermentierter Kräuterextrakt) Gerüche und Umweltgase wie Methan und Ammoniak reduziert. Die Ergebnisse wiesen bei der Emission von klimarelevanten Gasen eine 35%ige Reduktion nach. Das Versprühen von FKE (Fermentierter Kräuterextrakt) hat eine Reduktion des Geruchsemissionspotentials um 78% zur Folge.

Ökologische Varianten wirken sich darüber hinaus positiv auf das Grundwasser und Bodenleben aus. „Arbeiten wir verstärkt in diese Richtung, sehe ich eine gute Zukunft für die Tierhaltung in der Region. Auf meine Initiative wurden im Landtag die Betriebsgrößen so beschränkt, dass sie trotzdem das Auskommen der Familien sichern. Großstallungen mit Investment von außen sind abzulehnen. Es braucht eine Inwertsetzung der Landwirtschaft. Dazu gehört Bewusstseinsbildung bei den Konsumenten, was gute Lebensmittel wert sind. Wir müssen den Menschen wieder ein positives und  reales Bild der Landwirtschaft nahebringen. Vor allem die Landwirte sind Ernährer, nicht die Handelsketten. Es braucht eine Ökologisierung der Produktion und nachhaltige Bewirtschaftungsmethoden. Nur so kann das Zusammenleben mit der Landwirtschaft wieder verständlicher, toleranter und nachbarschaftlicher werden.“ ist Josef Ober überzeugt.

Visionen und Tatkraft

Im Sinne einer weiteren Bewusstseinsbildung und einer lebenswerten Region hat Josef Ober 2013 die „Vulkanland Boden Charta“ initiiert: „Mit dem Klimawandel kommt es zu Starkregen oder Trockenperioden. Wir müssen unabhängiger von Düngemitteln und Chemieeinsätzen werden und unsere Ökosysteme stärken. Ziel ist, mit ökologischen Methoden die Bodenfruchtbarkeit und Wasseraufnahmefähigkeit zu steigern und Erosionen zu lindern.“ Mit der  Energievision für 2025 und einem breiten Spektrum an Betrieben initiiert Josef Ober außerdem die Umstellung auf erneuerbare Energieformen. „Wir sind gut unterwegs. Die Inwertsetzung des Bodens, der Landwirtschaft und der Region haben oberste Priorität.“ Das „Steirische Vulkanland“ steht somit für Nachhaltigkeit und Lebensqualität. Mit sanftem Tourismus ist es eine attraktive Urlaubsregion, die mit kulinarischen Gaumenfreuden, ausgedehnten Wanderwegen und vielen Erholungsangeboten punktet.

Studie des Instituts für Landtechnik an der Universität für Bodenkultur Wien.

Diese Studie belegte, dass FKE (Fermentierter Kräuterextrakt) Gerüche und Umweltgase wie Methan und Ammoniak reduziert. Die Ergebnisse wiesen bei der Emission von klimarelevanten Gasen eine 35 %ige Reduktion nach.

Das Versprühen von FKE (Fermentierter Kräuterextrakt) hat eine Reduktion des Geruchsemissionspotenzials um 78 % zur Folge.

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