Gereifte Sichtweise - Wie es ohne Antibiotika gut geht

23.12.19 Gereifte Sichtweise - Wie es ohne Antibiotika gut geht

Kokzidien und Durchfall sind kaum ein Thema. Es braucht auch keine Antibiotika zur Prophylaxe. Dank regelmäßiger Beigabe von FKE (Fermentierter Kräuterextrakt) zum Futter haben Ferkel und Sauen einen sehr guten Gesundheitsstatus. Seit vielen Jahren macht Familie Hinterholzer aus Oberösterreich mit FKE in der Ferkelproduktion konstant gute Erfahrungen. Die „Riepltochter z’ Walchshausen“ erzählt davon.

Beate Hinterholzer ist eine junge, beherzte Landwirtin. Sie ist zusammen mit ihren drei Geschwistern im Ortsteil Walchshausen in Tumeltsham bei Ried im Innkreis aufgewachsen und wird den Bauernhof einmal übernehmen. Gemeinsam mit ihren Eltern Sieglinde und Josef bewirtschaftet sie den Familienbetrieb, der mit rund 150 Zuchtsauen auf Ferkelproduktion spezialisiert ist.

Die Familie setzt bei der Fütterung und zur Stallhygiene regelmäßig FKE (Fermentierter Kräuterextrakt) aus den 1.000-Liter-Gebinden im praktischen Bag-in-Box-System von Multikraft ein. Ferkel und Sauen sind gesund und vor allem in der Absetzphase stabil.

Sorglose Absetzphase

Im Alter von vier Wochen werden die Ferkel von der Muttersau abgesetzt. Sie kommen in Gruppenboxen. Gerade diese Zeit ist für die Sauen und Ferkel eine heikle Phase. Familie Hinterholzer weiß diesen Prozess sorglos zu gestalten. Im Abferkelbereich bekommen die Ferkel am zweiten bzw. dritten Tag bei der Eisenverabreichung rund 2 ml FKE (Fermentierter Kräuterextrakt). „Meine Mutter sprüht den Ferkeln einen Pumpstoß FKE direkt ins Maul, genau so auch am fünften bzw. sechsten Tag, wenn die Ferkel geimpft und kastriert werden“, berichtet Beate Hinterholzer.

Gestärkte Verdauung

„Wir verwenden immer das gleiche Absetzfutter, mit dem wir sehr zufrieden sind. Beigemischt wird Futterkohle. Zusätzlich bieten wir in Schüsseln stark verdünnt FKE (Fermentierter Kräuterextrakt) und Ferkeltorf an. Diese Kombination stärkt die Verdauung und wir haben bei den Ferkeln selten Probleme mit Durchfall“, freut sich die Jungbäuerin über den sehr guten Gesundheitsstatus der Tiere.

Kokzidien gut im Griff

Kokzidien sind Parasiten, die vorwiegend den Magen-Darm-Trakt der Tiere befallen und je nach Befallsstärke Durchfall auslösen. „Kommt es in einer Bucht zu Kokzidienbefall, dann geben wir dort den Ferkeln eine Schüssel mit Ferkeltorf und eine Schüssel mit verdünntem FKE (Fermentierter Kräuterextrakt). Damit bekommen wir Kokzidien gut in den Griff. Medikamente gegen Kokzidien verwenden wir nur ganz gezielt bei den Tieren, die davon betroffen sind“, schildert Beate Hinterholzer, die den Einsatz von Medikamenten als Notnagel sieht und Antibiotika keinesfalls prophylaktisch einsetzen möchte.

Es geht ohne Antibiotika

Die Absolventin der Landwirtschaftsschule Burgkirchen und der höheren Landbauschule Rotthalmünster hat im Zuge ihrer landwirtschaftlichen Praktika in mehreren Betrieben gearbeitet. Über ein Austauschprogramm der Landjugend verschlug es die Jungbäuerin nach Dänemark. Dort hat sie ebenfalls viel gelernt, ihren Blick auf die Landwirtschaft geschult und ihre Sichtweisen reifen lassen.

„Ich habe gesehen, dass in vielen Betrieben Medikamente und besonders auch Antibiotika rein prophylaktisch verwendet werden. Ich glaube nicht, dass das zum gewünschten Erfolg führt und den Gesundheitsstatus der Tiere steigert. Mein Eindruck ist eher der, dass der Darm geschwächt wird, je mehr Antibiotika man verabreicht. Ich merke, dass unsere Futterkombination und die regelmäßige Beigabe von FKE viel bringen. Wir haben konstant einen sehr guten Gesundheitsstatus bei all unseren Tieren.“

Ob Trage-, Säuge-, Absetz- oder Mastfutter, Familie Hinterholzer mischt täglich in allen Futterrationen 0,5 bis 1 % FKE (Fermentierter Kräuterextrakt) bei. Auf den eigenen Ackerflächen gedeihen Raps, Mais, Weizen, Gerste und Soja. Raps wird verkauft, die anderen Feldkulturen dienen als Schweinefutter. Beate Hinterholzer: „Auffällig ist auch: Indem wir FKE konsequent dem Futter beigeben, hat sich die Schwimmdecke in der Güllegrube massiv verringert.“

Was den Tieren gefällt

Vor dem Einstellen der Tiere werden die Buchten gewaschen und mit FKE (Fermentierter Kräuterextrakt) eingesprüht. Die Sauen werden mit Schmierseife gewaschen und ebenfalls mit FKE eingesprüht. „Das gefällt den Tieren voll“, lacht Beate Hinterholzer. Außerdem sind die Tiere seit Jahren frei von Räude, einer durch Milben hervorgerufenen Hauterkrankung.
Noch etwas gefällt den Tieren: „Sofern es die Zeit erlaubt, gehen wir mit einer Sprühflasche durch den Stall und versprühen FKE. Sobald die Sauen die Sprühflasche sehen, machen sie schon das Maul auf, weil ihnen FKE einfach so gut schmeckt.“

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