Wie sich Effektive Mikroorganismen mit Nützlingen vertragen

14.07.21 Wie sich Effektive Mikroorganismen mit Nützlingen vertragen

Das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum bietet wein- und gartenbauliche Berufsbildung, Beratung und Forschung. Frank Korting ist in der Abteilung Gartenbau tätig und unter anderem für Anbauberatung und Versuche zuständig. Seit 2014 befasst er sich immer wieder auch mit Effektiven Mikroorganismen und führt dazu Studien mit Multikraft-Produkten durch. Dabei geht es auch darum, der Kombination von Nützlingen mit Pflanzenstärkungsmitteln von Multikraft auf die Spur kommen.

Starke Kombination

Amblyseius cucumeris, Chrysoperla carnea, Encarsia formosa. Hinter diesen klingenden Namen stecken Raubmilben, Florfliegen und Schlupfwespen. Allesamt sind sie Nützlinge, die gegen Pflanzenschädlinge wie Thrips, Blattläuse oder Weiße Fliegen auf den Plan treten. Mit zunehmender Beliebtheit, denn das Einsparen chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel zugunsten naturnaher Methoden steht hoch im Kurs. Zum einen arbeiten zunehmend mehr Gartenbaubetriebe naturnah, zum anderen ist die Verfügbarkeit zugelassener Pflanzenschutzmittel im Abnehmen begriffen.

Viele Gartenbaubetriebe und deren Kunden interessieren sich für vorbeugende, pflanzenstärkende Mittel, so zum Beispiel für die Produkte von Multikraft. Damit stellt sich die Frage, wie sich Produkte zur Pflanzenstärkung und der Einsatz von Nützlingen vertragen. Frank Korting vom Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinpfalz in Deutschland hat nachgeforscht und kommt zu dem Schluss: Multikraft-Produkte sind für Nützlinge gut verträglich.

Dazu wurden Versuchsaufbauten für die einzelnen Nützlinge entwickelt und die darin enthaltenen Pflanzen mit EM-Sprühlösungen besprüht. Die Varianten wurden zuvor in Zusammenarbeit mit Multikraft-Experten Günther Soukup erstellt. So waren BB Blatt, Terrafert Blatt, MK 5, Brennnesselextrakt und Schachtelhalmextrakt enthalten, in einer Sprühlösung auch Molkepulver.

Den Raubmilben hat es überhaupt nichts ausgemacht, besprüht zu werden. Nur das direkte Trinken der Sprühlösung verursachte Probleme. Jedoch waren die Absterberaten prozentuell so marginal, dass dies beim Nützlingseinsatz nicht ins Gewicht fällt. Ebenfalls direkt besprüht wurden die Florfliegenlarven. Frank Korting: „Lediglich für Chrysoperla zeigte sich eine leichte Empfindlichkeit gegenüber der Sprühlösung. Unter dem Binokular erschien es, als würden die Tiere verklebt, evtl. durch das Molkepulver. Hier braucht es noch einen näheren Blick darauf.“

 

Welches Fazit lässt sich insgesamt aus den Versuchen ziehen? „Der durch die EM-Sprühlösung auf den Pflanzen aufgetragene Belag hat überhaupt keine nachteiligen Effekte auf Nützlinge. Werden die Tiere direkt getroffen, sind die Sterberaten äußerst gering, sodass sich Multikraft-Komponenten sehr gut mit Nützlingen vertragen“, so Frank Korting, der in früheren Versuchen bereits Multikraft-Stärkungsmittel in Bezug auf Pilzkrankheiten wie Mehltau und Botrytis getestet hat.

Erfolgreich gegen Mehltau & Co.

Das regelmäßige Besprühen von Pflanzen mit Pflanzenstärkungsmitteln von Multikraft steigert ihr natürliches Abwehrsystem, macht sie widerstandsfähiger gegenüber Krankheiten und Schädlingen und insgesamt robuster. „Wir haben festgestellt, dass bei regelmäßiger Behandlung der Echte Mehltau sehr gut zu kontrollieren ist. BB Blatt und Terrafert Blatt waren bei den Sprühlösungen als Basis immer mit dabei.

Die besten Ergebnisse brachten Lösungen mit den zusätzlichen Komponenten Schachtelhalm- und Brennnesselextrakt. Bei Botrytis sind die Ergebnisse diffiziler, da spielen Faktoren wie die Luftfeuchtigkeit mehr mit hinein. Insgesamt funktioniert die regelmäßige Multikraft-Pflanzenstärkung sehr gut.“ Frank Korting bestätigt auch die dadurch erkennbare Vitalität der Pflanzen: „Die Vitalität ist zwar nicht messbar. Wenn man allerdings, so wie ich bei einer Bonitur, mehrere Hundert Pflanzen anfasst, gewinnt man diesen Eindruck.“


Kompakter Pflanzenwuchs

Die als Stiefmütterchen bekannten Violen sind im Frühling mit ihren leuchtenden Farben allseits beliebt, besonders wenn sie schön kompakt wachsen. Mit ihnen hat Frank Korting einen Versuch gemacht und das Multikraft-System als Alternative zu herkömmlichen Hemmstoffen eingesetzt.

Eine Pflanzengruppe wurde mit Standardhemmstoffen behandelt. Bei einer weiteren wurden mit jedem Gieß- und Spritzvorgang zwei Siliziumprodukte ausgebracht. Als dritte Variante wurde eine Gruppe ausschließlich mit dem Multikraft-System behandelt. Dazu wurde regelmäßig eine Mischung aus BB Blatt, Terrafert Blatt und Schachtelhalmextrakt ausgebracht. Schachtelhalmextrakt enthält eine große Menge siliziumhältiger Kieselsäure, die für die Zellstärkung der Blattoberflächen wichtig ist.

Wie lautet das Fazit dieser Studie? Frank Korting: „Die Siliziumvariante als Alternative zu herkömmlichen Hemmstoffen hat wenig gebracht. Das Multikraft-System brachte als Alternative die besten Ergebnisse. Durch die regelmäßigen Anwendungen blieben Höhe und Durchmesser der Pflanzen geringer. Die mit den Multikraft-Produkten behandelten Violen wachsen also kompakt.

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