Wie australische Landwirte Wetterextreme trotzen

11.11.19 Wie australische Landwirte Wetterextreme trotzen

Von der Wurzel bis zur Krone - wie Landwirte in Australien deren Nussbäume stärken und Rekordernten schaffen

Macadamianüsse werden in Queensland, Australien, im großen Stil für den Weltmarkt produziert. In diesem Teil der Welt sind zunehmende Wetterextreme auch eine harte Nuss für Lebensmittelproduzenten. Wie Landwirte damit umgehen, erzählen Conor O’Brien, CEO von Multikraft Probiotics Australia, und Tim O’Dea, Direktor von Ag-Plus Consulting. Außerdem berichten sie über die erfolgreiche Kompostierung mit Hilfe der EM-Technologie, welche die Boden- und Pflanzengesundheit stärkt und zu sehr guten Ernteergebnissen führt.

Wetterextreme und Klimaveränderungen beschäftigen Menschen weltweit. Wie sieht die Situation in Australien aus?
Conor O’Brien: In Australien wird es insgesamt wärmer und unsere Wetterextreme werden zur üblichen Wetterlage. Dazu gehören lange Trockenperioden, gefolgt von schweren Überschwemmungen, die unseren Ernten sehr schaden. Wir erleben auch Zyklone und Waldbrände.

Die Auswirkungen solcher Wetterextreme sind deutlich zu spüren. Landwirte zählen zu jenen Berufsgruppen, die von diesen Veränderungen besonders betroffen sind. Wie reagieren landwirtschaftliche Betriebe in Australien darauf?
Conor O’Brien: Landwirte installieren zum Beispiel Bewässerungsanlagen und sie gehen mehr in Richtung geschützter Anbau. Es werden umfangreiche Forschungen bei Sorten durchgeführt, die anpassungsfähiger sind. Landwirten wird auch bewusster, wie wichtig es ist, die Bodengesundheit zu verbessern, damit Böden der Trockenheit und den Überschwemmungen besser standhalten und mehr CO2 speichern.

In Australien wird es insgesamt wärmer. Die Vegetationsperioden ändern sich und damit auch die Bedingungen der Böden. Wie gehen Sie damit um?
Conor O’Brien: Ja, wir merken, dass unsere Pflanzen früher blühen.
Wir begegnen der verfrühten Wachstumsperiode damit, dass wir unser Multikraft-Programm früher starten. Landwirte müssen vorbereitet und gut organisiert sein, um die Saisonveränderungen im Griff zu haben. Wir bewässern auch mehr, um die sinkenden Regenmengen zu kompensieren.
Australien ist als ein Herkunftsland der Macadamianüsse bekannt.


Welche Bedingungen brauchen die Macadamianüsse, um beste Ernten zu erzielen?
Conor O’Brien: Macadamias sind sehr robust, im Vergleich zu anderen Baumkulturen sind sie allerdings eine noch relativ junge Branche.
Die Meinungen und Praktiken, wie man zu besten Ernteergebnissen kommt, unterscheiden sich von Farm zu Farm, wobei es in Bundaberg wohl die innovativsten Macadamiabetriebe gibt. Wir stellen fest, dass Landwirte, die das Multikraft-System verwenden, Rekordernten erzielen und dass ihre Nussbäume viel widerstandsfähiger sind.

Ag-Plus Consulting Pty Ltd war der erste und wichtigste Partner von Multikraft im Norden von Queensland und berät Landwirte vor Ort zum Einsatz des Multikraft-Systems. Tim O’Dea, Sie sind Direktor des Unternehmens und selbst Berater. Wie sieht die Arbeit Ihres Unternehmens aus?
Tim O’Dea: Ag-Plus Consulting Pty Ltd ist in Bundaberg, Mundubbera und Gayndah ansässig. Wir arbeiten sehr eng mit landwirtschaftlichen Betrieben zusammen, egal wie groß oder klein. Das Unternehmen begann 2004 als Beratungsfirma und Anbieter von Düngemitteln. Da sich unser Zugang erheblich von konventioneller Landwirtschaft unterscheidet, sind wir stark auf biologische Maßnahmen fokussiert.
Wir betreuen den Großteil der Macadamia-Produzenten und erarbeiten Nährstoffprogramme für Millionen von Nussbäumen. Wir sind auch für die Betreuung sehr großer Anbaubetriebe von Avocados und Zitrusfrüchten zuständig.

Die Produktion von Macadamianüssen erfolgt für den weltweiten Handel. Hinkler Park Plantations zählt zu Ihren größten Kunden. Wie groß ist dieser Betrieb?
Tim O’Dea: Hinkler Park Plantations hat in Queensland über eine Million Bäume verteilt auf über 4.000 Hektar und expandiert fortwährend mit Hunderttausenden Bäumen pro Jahr.

Hinkler Park Plantations produziert Kompost, der unter die Macadamia-bäume ausgebracht wird. Für die Kompostierung werden Baumschnitt, Schalen der Macadamianüsse und Multikraft-Produkte verwendet. Wie wird die Multikraft-Technologie bei der Kompostierung eingesetzt?
Tim O’Dea: Wir erzeugen Kompost, indem wir mit dem Frontlader das gesamte Rohmaterial mischen. Während des Vermengens fügen wir pro m³ Kompost einen Liter „Microbalance“ (entspricht eMB Aktiv, Anm.) hinzu. Seit Kurzem verwenden wir pro m³ zusätzlich noch rund 0,5 Liter „Super-N“, ein australisches Spezialprodukt, das Stickstoff und Mikroorganismen enthält.
Die Effektiven Mikroorganismen sind in der gesamten Kompostmiete gut verteilt. Der Komposthaufen hat einen Feuchtigkeitsgehalt von 40–50 % und wird durchschnittlich für sechs Wochen ruhen gelassen, bevor er auf den Böden unter den Bäumen ausgebracht wird.

Effektive Mikroorganismen setzen einen Fermentationsprozess in Gang und verhindern Fäulnis. Welche Vorteile bringt diese Art von Kompost als Dünger für die Macadamiapflanzungen?
Tim O’Dea: Durch den Fermentationsprozess bleiben Nährstoffe im Kompost. Der Nährstoffgehalt an Enzymen, Vitaminen, Mineralien, Fulvo- und Huminsäure ist höher.
Nach Ausbringung des Komposts auf den Nussplantagen ist die Verbesserung bei den Bäumen schon in der ersten Saison mit freiem Auge sichtbar. Die Nussbäume sind viel vitaler.
Welche Erfolge werden mit dem Multikraft-System generell in der aus-tralischen Landwirtschaft erzielt?
Tim O’Dea: Durch die insgesamt deutliche Verbesserung der Boden- und Pflanzengesundheit ist Jahr für Jahr mit viel beständigeren Ernten zu rechnen. Dank besserer Böden und gesunder Pflanzen erzielen wir hohe Qualitäten, die wiederum die Haltbarkeit der Produkte erhöhen.
Conor O’Brien: Indem wir mit umweltfreundlichen Maßnahmen arbeiten und die Multikraft-Technologie einsetzen, entsprechen wir der steigenden Nachfrage nach gesunden Produkten, reduziertem Pestizideinsatz und sorgfältigem Umgang mit der Natur.

 

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Seit 3 Jahren betreibt die australische Tochterfirma diese 50-ha-Farm als Versuchsstandort (Macadamias, Heidelbeeren, Mangos) und produziert dort Bokashi und Multikraft-Produkte für den lokalen Markt.

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