Naturnahe Gärtnerei als regionaler Nahversorger

Mit Zuversicht in die Zukunft

03.08.21 Naturnahe Gärtnerei als regionaler Nahversorger

Es war ein mutiger Schritt voller Zuversicht, den Bianka und Johannes Hofmüller mit der Gründung ihres Gartenbaubetriebes im Jahr 2010 gesetzt haben. Das Botanicum Hofmüller in Bad Schallerbach in Oberösterreich floriert und ist aus der Region nicht mehr wegzudenken. Von Anfang an ist die Pflanzenstärkung mit Multikraft konsequent in die naturnahe Produktion integriert. So werden zum Beispiel chemische Hemmstoffe eingespart, weil die Pflanzen mit der Anwendung von Terrafert Blatt schön kompakt gehalten werden können.

Bianka und Johannes Hofmüller haben sich an der Gartenbauschule Ritzlhof (Ansfelden, Oberösterreich) kennengelernt. Nach der Geburt ihrer drei Kinder haben sie sich dazu entschlossen, das Botanicum Hofmüller zu gründen. Von Anfang an war klar, bei der Eigenproduktion naturnah und im Sinne der Klimaschutz-Philosophie zu arbeiten. „Wir produzieren so naturgemäß wie möglich. Das heißt, dass wir im Betrieb mit Biodünger, Nützlingen und mit dem Multikraft-System arbeiten“, erzählt Geschäftsführerin Bianka Hofmüller, die auch Obfrau der Junggärtner Oberösterreichs ist.

 

Stärkung von Jungpflanzen
In ihrem Gartenbaubetrieb produzieren Bianka und Johannes ein umfangreiches Sortiment an Beet- und Balkonpflanzen sowie Kräuter und Gemüsepflanzen. Dazu gehören aromatische Küchenkräuter, die in biologisch erzeugter Kräutererde wachsen. Salate, Tomaten, Paprika, Gurken und Chili sind im Sortiment, ebenso Wurzelgemüse wie Radieschen, Karotten und Pastinaken. „Wir produzieren an die 64 Sorten Tomaten. Darunter sind viele alte Sorten, die wir auch selber setzen, um zu sehen, wie sie funktionieren. Ab Anfang Juni kann man Tomaten frisch bei uns kaufen“, so Bianka Hofmüller.

Damit die Jungpflanzen sich gleich von Beginn an gut verwurzeln und im Wachstum kräftig starten können, werden sämtliche Anzuchtplatten mit dem Bodenhilfsstoff BB Start angegossen. BB Start verbessert insgesamt die Wurzelbildung, fördert die Jugendentwicklung der Pflanzen und beugt der Entstehung bodenbürtiger Krankheiten vor.

„In das feuchte Substrat topfen wir die Jungpflanzen und gießen sie mit einem Begrüßungscocktail aus BB Boden, Terrafert Boden, MK 5 und EM Keramikpulver gut an. Je nach Witterung achten wir darauf, die Pflanzen dann länger nicht zu gießen, damit der Cocktail besser einwirken kann. So können die Pflanzen gut anwurzeln und es entstehen weniger Pilzkrankheiten“, erzählt Johannes Hofmüller, der seit 2020 oberösterreichischer Landesgärtnermeister ist.

 

Wöchentlicher Sprühcocktail
Zur Pflanzenstärkung werden sämtliche Gemüsepflanzen sowie Beet- und Balkonblumen einmal pro Woche mit einer Mischung aus den Pflanzenstärkungsmitteln BB Blatt, Terrafert Blatt, MK 5 und fermentiertem Schachtelhalm- und Brennnesselextrakt besprüht. „Der Begrüßungscocktail und die wöchentliche Sprühung bewähren sich sehr gut. Wir führen sie bald in der Früh oder bei bedecktem Wetter durch, nicht an heißen, sonnigen Tagen, um Blattschäden zu vermeiden“, so Johannes Hofmüller, der außerdem betont: „Wenn man das Multikraft-System konsequent anwendet, hat man im Betrieb den Vorteil, dass sich Nützlingskulturen rundherum ganz von selber bilden.“ Der wöchentliche Sprühcocktail wird in den Glashäusern sowie auch im Freiland ausgebracht. Im Freiland wachsen vor allem alte und robuste Sorten an Wurzel- und Rübengemüse. Johannes Hofmüller greift bei der Pflanzenstärkung auf praktische Erfahrungswerte zurück. „Wir bringen den wöchentlichen Sprühcocktail nie aus, wenn es unter 10 Grad Celsius hat, damit es zu keinen Schäden an den Pflanzen kommt.“

Kompakte Pflanzen
Temperatur und das Pflanzenstärkungsmittel Terrafert Blatt spielen auch bei der Wachstumsregulierung von Pflanzen eine entscheidende Rolle. Damit können Pflanzen auf natürliche Weise in ihrem Wuchs schön kompakt gehalten werden, ohne chemische Hemmstoffe einsetzen zu müssen. Bianka Hofmüller: „Wir arbeiten mit dem Cool-Morning-System. Die Pflanzen im Glashaus werden also mit speziellen Temperatursteuerungen aufgezogen. Wir stauchen unsere Pflanzen nicht mit chemischen Hemmstoffen, sondern arbeiten mit der Temperatur und dem Multikraft-System.“ Es kommt bei allen Gemüsepflanzen gezielt zum Einsatz, wie Johannes Hofmüller weiter erklärt: „Ich verwende Terrafert Blatt dreifach konzentriert. Das funktioniert sehr gut, um die Pflanzen kompakt zu halten.

Es ist ganz natürlich und wir haben bei den Tomaten und überhaupt bei allen Gemüsepflanzen sehr gute Erfolge damit. Chemische Hemmstoffe brauchen wir nur noch ganz vereinzelt bei Zierpflanzen.“

 

Viele Pluspunkte
Von Kundinnen und Kunden werden naturnahe Arbeitsweisen sehr positiv wahrgenommen. Das lässt sich auch im Botanicum Hofmüller beobachten. Johannes Hofmüller fasst zusammen: „Die Leute schätzen die Gärtnerei als Nahversorger wieder viel mehr. Im Lockdown haben wir Kundschaften dazugewonnen. Die Nachfrage im Sektor Gemüse und Kräuter steigt seit Jahren. Dieser Sektor hat durch den Lockdown nochmals einen Schub bekommen. Wir schauen positiv und zuversichtlich in die Zukunft, weil wir mit naturnaher Produktion, mit Regionalität und Saisonalität punkten.“

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