Kartoffeln ohne Fäulnis dank BB Plant Power

02.03.18 Kartoffeln ohne Fäulnis dank BB Plant Power

Beim Kartoffelanbau sind Krautfäule am Feld und Fäulnis bei der Lagerung kein Thema mehr. Wie das ohne Kupfer und Fungizide zu schaffen ist? Zwei Landwirte aus Niederösterreich machen es vor und schwören auf die BB Plant Power Produkte von Multikraft.

Was hat Wellpappe mit Kartoffeln zu tun? Auf den ersten Blick gar nichts, könnte man meinen. Doch die vielfach in der Verpackungsindustrie verwendeten Kartons kommen ohne die starken Bodenschätze nicht aus. Die Stärke der Kartoffel wird als nachwachsender Rohstoff gewonnen und als Kleber zwischen den gewellten Pappschichten verwendet. In der Lebensmittelbranche ist die Stärke von Biokartoffeln inzwischen sehr gefragt. So auch in der Agrana Kartoffelstärkefabrik Gmünd im Waldviertel. Zu ihren Lieferanten zählen die Harmer KG und Familie Leo Hofbauer.
Franz Reidinger ist Betriebsleiter der Harmer KG im niederösterreichischen Spillern, einer Biolandwirtschaft mit 250 Hektar, die seit 1999 mit Multikraft vielfach zusammenarbeitet. Neben der Produktion von Speisekartoffeln für den Verkauf in Österreich und Deutschland baute die Harmer KG zum ersten Mal Stärke-Kartoffeln an. Die Agrana Stärke GmbH suchte neue Produzenten, um die erhöhte Nachfrage an Biostärke zu decken.

EM-Bodenbehandlung
Wie bei allen landwirtschaftlichen Kulturen arbeitet Franz Reidinger auch beim Anbau von Stärke-Kartoffeln mit den Plant Power Produkten von Multikraft. „Mit den regelmäßigen EM-Bodenbehandlungen haben die Böden eine bei Weitem bessere Wasserspeicherkapazität und sind trockenheitstoleranter. Es gibt unglaublich viele Regenwürmer. Der Humusgehalt hat sich von 1,9 % auf rund 4 % gesteigert. „Nachdem die Ackerbohne im August als Vorfrucht gedroschen wird, erfolgt die EM-Bodenbearbeitung: auf 300 Liter Wasser kommen 30 Liter BB Boden pro Hektar. Sämtliche Ernterückstände bleiben am Feld und werden in den Boden eingearbeitet. Hauptarbeitsgerät ist ein Doppelherzschargrubber, der die Kapillarität im Boden besser erhält. Ende August bis spätestens Mitte September wird die Winterbegrünung angebaut.
„Wenn im Frühjahr die Winterbegrünung abgefrostet und der Boden nicht zu nass ist, bringen wir pro Hektar 25 m³ EM Bokashi aus. Es besteht aus 80 % Pferdemist, 20 % Kartoffel- und Zwiebelabfällen, fermentiert mit BB Boden. Das ist guter, satter Mist, den wir nochmals mit BB Boden besprühen und dann mit dem Grubber einarbeiten. Zwei Mal wird im Frühjahr der Boden noch mit der Saatbeetkombination hergerichtet“, berichtet Franz Reidinger. Von Mitte April bis Anfang Mai erfolgt der Anbau der Kartoffeln. Direkt am Kartoffelleger befindet sich eine Sprühvorrichtung, mit der in anderen Betrieben Fungizide ausgebracht werden. Franz Reidinger befüllt sie stattdessen mit einer Mischung aus 30 Liter BB Boden, 2 Liter Terra-fert Boden, 2 Liter MK5 und 5 Kilo Steinmehl Biolit ultrafein auf rund 100 Liter Wasser pro Hektar. Anhand der Kugeldüse besprüht er damit nur die jeweilige Reihe, in die die Kartoffeln abgelegt werden. „Somit liegt die Mutterknolle in einem gesunden Milieu. Sie kann sich wunderbar entfalten.“

EM-Blattbehandlung
Der nächste wichtige Schritt ist die EM-Blattbehandlung. Leo Hofbauer, der im Waldviertel Flächen von insgesamt 110 Hektar und davon rund 20 Hektar Biokartoffeln bewirtschaftet, hat die EM-Technologie von Franz Reidinger kennengelernt und schwört auf die EM-Blattbehandlung zur Vorbeugung von Krautfäule. „Pro Hektar gebe ich 3 Liter BB Blatt und 3 Kilogramm BB Multical auf 300 Liter Wasser. Diese Mischung sprühe ich mindestens drei Mal zu Beginn der Vegetationszeit auf die Pflanzen. Die Pflanzen sind unbedingt gleich im Jugendstadium zu besprühen, wenn sie 15–20 Zentimeter hoch sind. Die Kinder brauchen gute Nahrung“, lacht Leo Hofbauer: „Sprüht man sie später, zeigt sich schwächeres Wachstum und sie werden krankheitsanfälliger. Ich bin ganz erpicht darauf, sie zum optimalen Zeitpunkt zu behandeln, denn damit benötige ich kein Kupfer mehr zur Krankheitsvorbeugung.“ Das bestätigt Franz Reidinger begeistert. „Seitdem wir mit Multikraft Produkten arbeiten, fahren wir bei unseren Kartoffeln völlig ohne Kupfer.“ Er führt die Blattbehandlungen mit einer Mischung aus 3 Liter BB Blatt, 3 Kilogramm BB Multical, 1 Liter Terrafert Blatt und 2 Liter MK5 auf 300 Liter Wasser pro Hektar durch.
MK 5, das Chili und Knoblauch enthält, nimmt er dabei vorbeugend gegen Schädlinge wie den Kartoffelkäfer.
Beide Landwirte stellen fest, dass die Stauden während der ganzen Vegetationsphase gesünder und widerstandfähiger sind. Der Unkrautdruck hat sich deutlich reduziert. Die Kartoffeln entwickeln sich gleichmäßiger, es gibt weder übergroße noch zu kleine Knollen.
„Ich bin absolut begeistert, weniger Krautfäuledruck zu haben. Das führe ich auf die EM-Behandlung zurück“, so Leo Hofbauer, dessen Zusammenarbeit mit der Agrana Stärke GmbH sich nicht nur auf die Lieferung beschränkt. Er bietet immer wieder Schauversuche zum Kartoffelanbau an und stellt dabei auch seine Arbeit mit der EM-Technologie vor.


Lagerung ohne Fäulnis
„Seit wir 2008 auf biologische Bewirtschaftung umgestellt haben und seit 2009 die Plant Power Produkte verwenden, haben wir weder auf dem Feld noch bei der Lagerung Fäulnisprobleme“, erzählt Leo Hofbauer weiter: „Wir produzieren durchschnittlich 25 Tonnen Kartoffeln pro Hektar, die wir Anfang September einlagern und die bis Ende Dezember sukzessive der Agrana GmbH geliefert werden. Der Nachbau bleibt in Kisten und wird im Frühjahr angebaut.“
Kühl und dunkel wollen es Stärke- und Speisekartoffeln bei der Lagerung haben. Es darf weder zu feucht noch zu trocken sein, sonst faulen sie oder werden runzelig. Und richtig, Fäulnisprozesse sind seit den EM-Behandlungen auf dem Feld später bei der Lagerung kein Thema mehr. Diese Erfahrung macht auch Franz Reidinger: „Selbst wenn hin und wieder eine angefaulte Kartoffel dabei ist, steckt sie nicht die ganze Lagerungskiste an. Diese eine Kartoffel fermentiert und die Fäulnis trocknet ein. Damit ist die Sache erledigt.“

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