Erfolgreiche Nutzung von EM-Technologie im Profigartenbau

29.03.16 Erfolgreiche Nutzung von EM-Technologie im Profigartenbau

1984 eröffneten Norbert und Andrea Gall in Markt Allhau in Südburgenland ein kleines Blumengeschäft. Über die Jahre hat sich der Familienbetrieb verändert, größere Investitionen wurden in einem gesunden Rhythmus getätigt. 1994 erfolgte der erste große Ausbau mit Folien- und Glashäusern und der Einstieg in den Großhandel.

Gut gerüstet – Gelungene Veränderungen im Profigartenbau

Multikosmos Ausgabe 00022

„Wir liefern konstant gute Qualität. Aufgrund der erhöhten Nachfrage vergrößerten wir im Jahr 2004 erneut und im Jahr 2014 haben wir den Betrieb verdoppelt. Wir betreiben jetzt 20.000 m² geschützte Kulturfläche unter Glas und Folie.“ berichtet Andreas Gall, der seit rund zwei Jahren die Produktion im Gartenbau leitet, während sein Vater Norbert den Handel führt.

Produktion für Großhandel

Der Gartenbaubetrieb ist heute ein klassischer Saisonpflanzenbetrieb. Bei Beet- und Balkonpflanzen reicht das Sortiment von den Klassikern im Vorfrühling wie Primeln und Anemonen, Narzissen und Tulpen hin zu den typischen Frühlingsboten wie Begonien, Belargonien und Surfinien. „In den letzten Jahren werden verstärkt Arrangements nachgefragt. Ab Juni setzen wir für Garten, Terrasse und Balkon bunte Terrassenkübel zusammen und bieten fertige Lösungen an. Diese sind pflegeleicht und die Kunden brauchen nicht unbedingt einen grünen Daumen. Dazu gehören zum Beispiel auch kleinwüchsige Tomaten, die bereits Früchte tragen. Wir haben den Trend junger Generationen aufgegriffen und sind vor rund acht Jahren in die Bereiche Gemüse und Kräuter eingestiegen, die mittlerweile rund 40% unseres Sortiments ausmachen.“ so Andreas Gall. Im Herbst steht die Produktion von Klassikern wie Chrysanthemen und Astern auf dem Programm, in den Winter hinein die Floristik für Allerheiligen und Advent. Das kleine Blumengeschäft gibt es übrigens nach wie vor. Es ist auf floristische Arrangements und Innendekor spezialisiert.

Naturnahe Verfahren

Im Gartenbaubetrieb leitet Andreas Gall mit naturnahen Verfahren wie EM eine Reihe von Veränderungen ein. „Ich glaube, dass in den nächsten Jahren der Einsatz von Chemie auf nahezu null herunter gefahren werden muss und demnach gesetzliche Zulassungen neu zu regeln sind. Die Richtlinien im Großhandel werden diesbezüglich immer strenger. Wir wollen dafür gut gerüstet sein.“ erzählt Andreas Gall, der bereits während seiner Schulzeit und seines Studiums für ökologische Themen sensibilisiert wurde. Er hatte in Wien die Höhere Bundeslehr- und Forschungsanstalt für Gartenbau Wien-Schönbrunn besucht und anschließend Landschaftsarchitektur an der Universität für Bodenkultur studiert.

Bei seiner Rückkehr ins Südburgenland ist er bei der Generalversammlung der burgenländischen Gärtner bei einem EM-Vortrag hellhörig geworden. Kurz darauf erfuhr er vom Gartenbaubetrieb Höller, von dessen EM-Anwendungen und positiven Erfahrungen. „Das brachte den Stein ins Rollen und 2015 haben wir für uns entschieden, EM ebenfalls nach Konzept anzuwenden.“

Zu Beginn stellte sich die Frage, wie EM aufgebracht werden kann. Mit Handspritzen 20.000 m² zu besprühen und zu vernebeln würde einen horrenden Zeitaufwand darstellen, der im Arbeitsalltag nicht verfügbar ist. So wurden zwei Stück Nebelmaschinen angeschafft, die EM nun nach Ende der Arbeitszeit vorwiegend während der Nacht aufbringen. Alle fünfzehn Glashäuser erhalten wöchentlich eine EM-Behandlung. Auf sämtliche Pflanzen wird eine Mischung aus EM aktiv, Terrafert Blatt und MK5 aufgesprüht. Dabei gilt es, auf das jeweilige Wachstumsstadium der Pflanzen zu achten und dementsprechend die Konzentration der Mischung zu ändern.

Positive Ergebnisse

Eine Reihe von Veränderungen fallen seit dem Einsatz von EM positiv auf. So konnten Fungizide drastisch reduziert werden, 90% ihres Einsatzes entfällt. Statt herkömmlicher Desinfektionsmittel erfolgt die Desinfektion der Glashäuser mit einer Mischung von 10% EM-Aktiv auf 90% Wasser. Die Ergebnisse damit sind ebenfalls sehr zufrieden stellend.

 „Für Jungpflanzen haben wir ein Begrüßungsjausenpackerl zusammengestellt. Darin sind EM-aktiv, Terrafert Boden und MK5 enthalten. Jungpflanzen, die neu in die Gärtnerei kommen, werden damit erstversorgt und sind gleich viel robuster. Insgesamt wirken alle unsere Pflanzen viel kräftiger und gesünder. Geht man nach einer nächtlichen EM-Spritzung in der Früh ins Glashaus, ist es, als hätte dort alles richtiggehend aufgeatmet. Das ist eine subjektive Wahrnehmung, die sich in der Gesundheit und Vitalität der Pflanzen handfest bemerkbar macht.“ erzählt Andreas Gall und weiter: „Wir bemerken auch, dass bei manchen Pflanzen die Blüte früher einsetzt. Dieses Wissen ist für Gärtner von Vorteil und so können wir den Verkauf danach ausrichten. Ich habe jetzt schon den Eindruck, dass uns die Anwendung von EM in Summe enorm viel bringt. “ so Andreas Gall, der aufgrund dieser maßgeblichen Erfolge weitere EM-Anwendungen in der naturnahen Großproduktion plant.

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