EM-Technologie für ein besseres Gülle-Management

14.06.16 EM-Technologie für ein besseres Gülle-Management

Zielführendes Gülle-Management bringt positive Auswirkungen und wirtschaftliche Vorteile mit sich. Jedoch, wenn es zum Himmel stinkt, treten einige Probleme auf den Plan.

Gute Gülle – Veränderung mit vielen Vorteilen

Multikosmos Ausgabe 00022

Hohe Rückstände von Antibiotika und Reinigungsmitteln bewirken, dass die Gülle fault und stinkt. Den Böden gehen wichtige Nährstoffe verloren, die über Düngemittel mit zusätzlichem Aufwand und erheblichen Mehrkosten zugeführt werden müssen. Die Nitratauswaschung ins Grundwasser und Ammoniakbelastung zählen zu weiteren negativen Faktoren. Wie es anders geht, belegen Erfahrungen aus der Praxis und Studienergebnisse.

„Wir arbeiten seit 1997 an optimalen Lösungen und nützen die EM-Technologie, damit Gülle wieder ein wertvoller Stoff für das Bodenleben ist. Gesunde Böden sind die Grundlage für ertragereiche Ernten.“ erläutert Lukas Hader, Geschäftsführer von Multikraft. „Die positiven Praxisergebnisse waren Anlass für eine von der Wiener Universität für Bodenkultur durchgeführten Studie. Anhand von Lagertests mit Gülle und Festmist untersuchte man die Ausgasungen. Die Ergebnisse beweisen, dass mit Hilfe der EM-Technologie Fäulnisbakterien reduziert werden, dadurch mehr Stickstoff gebunden bleibt und die Ammoniakbelastung deutlich verringert wird.“ Durch die Fermentation entstehen Stoffwechselprodukte wie Vitamine, Enzyme, Antioxydantien und Aminosäuren, die sich allesamt positiv auf den Boden auswirken. Mikroorganismen werden gefördert und tragen langfristig zum Humusaufbau bei.

Arbeitsersparnis & gute Wirkung

Pro m³ Gülle oder Festmist werden 1 – 2 Liter FKE (Fermentierter Kräuterextrakt) hinzu gefügt, je nachdem ob in der Fütterung bereits FKE eingesetzt wurde. Mit EM-Technologie behandelte Gülle blubbert vor sich hin, ist immer am arbeiten und fließfähiger. Das bei herkömmlicher Gülle notwendige Aufrühren, um Schwimm- und Sinkschichten zu vermeiden, entfällt.

EM-Chiemgau im bayischen Söchtenau befasst sich ebenfalls mit der Sanierung komplexer Kreisläufe in der Landwirtschaft. Bereits 1995 züchtete man zur Belebung von Güllegruben Starterbakterien, die 1999 von der EM-Technologie abgelöst wurden. Ein Quantensprung in der Handhabung. „Es erleichtert den Landwirten die Anwendung ungemein und ein weiterer Vorteil liegt in der viel längeren Haltbarkeit.“ berichtet Christoph Fischer, Geschäftsführer von EM-Chiemgau und erfolgreicher Partner von Multikraft.

Mit der EM-Technologie wird Gülle dahin gehend verändert, dass Fäulnis und pathogene Keime unterdrückt werden. „Die Ätzwirkung, die sonst bei der Fäulnis entsteht, ist um vieles geringer. Dies führt zu höheren Erträgen, da die Pflanze unbeschadet bleibt und ihr Nährstoffe besser verfügbar sind.“ erklärt Christoph Fischer.

Gülle kommt oft in Verruf, pathogene Keime ins Trinkwasser auszubringen. Weiters entstehen durch pathogene Keime Schimmelpilze in der Silage, die Mykotoxine erzeugen, die wiederum den Organismus der Tiere belasten und den Einsatz von Medikamenten erhöhen. Christoph Fischer: „In Versuchsreihen der Universität Leipzig wurden Klärreste von Biogasanlagen und Gülle untersucht. Nach vierzehn Tagen Fermentation konnten darin keinerlei pathogene Keime mehr nachgewiesen werden.“

Effekt von Kohle

Das System der mit FKE (Fermentierter Kräuterextrakt) versetzten Gülle wird zusätzlich durch Kohle ergänzt. Pro m³ Gülle oder Festmist werden 3 – 5 Kilogramm Holzkohlegrieß hinzu gefügt. Nährstoffe bleiben in der Struktur der Kohle gepuffert und sind direkt bei der Pflanze verfügbar. „Eine von Multikraft in Auftrag gegebene Studie am Hydrologischen Institut Petzenkirchen belegt, dass durch den Einsatz von Kohle auch signifikant weniger Nitrate ins Grundwasser ausgewaschen werden.“ berichtet Lukas Hader.

Kostenersparnis

„Wir haben eine starke ökonomische Rentabilität fest gestellt. Durch Beimengung von FKE (Fermentierter Kräuterextrakt) in der Gülle und durch die Vernebelung im Stall reduzierten viele Landwirte ihre Tierarztkosten bis zu 80%, ausgenommen der regelmäßigen Bestandskosten.“ so Christoph Fischer. Hinsichtlich der Mikrobiologie kommt es auch zu keiner Fehlbelegung der Gräser mehr. Die Landwirte erhalten viel gesünderes Grundfutter und folglich einen besseren Gesundheitsstatus der Tiere. „Durchschnittlich werden € 80,- bis € 90,- pro Kuh und Jahr ausgegeben. Bei einem Landwirt aus Chiemgau reduzierten sich die Kosten auf € 6,- bis € 8,- pro Kuh und Jahr.“

Solche Ergebnisse sind betriebswirtschaftlich von hoher Relevanz. Weit über Tausend Landwirte bei EM-Chiemgau und noch viele mehr in Österreich arbeiten mit der EM-Technologie und sehen, dass sich deren gesamtes Potential durch kontinuierliche Anwendung entfaltet. Christoph Fischer abschließend: „Es fallen kaum noch Kosten für Düngemittel an. Langfristig reduziert sich der Einsatz mineralischer Dünger auf Null. Landwirte unterstützen natürliche Systeme anstatt mit chemischen Mitteln pumpweise Probleme zu beheben. Das ist ein guter Nebeneffekt für die Umwelt. Die EM-Technologie ist nicht nur für Biobauern interessant, sondern hinsichtlich des wirtschaftlichen Erfolges eine Lösung für die gesamte Landwirtschaft.“

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