Tomaten in Hülle und Fülle: 10 Tipps für eine lange Ernte von Karl Ploberger

22.08.16 Tomaten in Hülle und Fülle: 10 Tipps für eine lange Ernte von Karl Ploberger

Biogärtner Karl Ploberger hat zehn wichtige Tipps und Tricks für eine lange Tomaten-Ernte in seinem Blog der OÖNachrichten parat.

Tomaten in Hülle und Fülle: 10 Tipps für eine lange Ernte von Karl Ploberger

Die Ampel mit Minitomaten auf der Terrasse, der Topf mit Paradeisern am Balkon oder das ganze Tomatenhaus im Garten. Als beliebtestes Gemüse der Österreicher werden im Jahr etwa 25 Kilogramm pro Kopf der Paradiesäpfel verspeist. Der heurige feuchtwarme Sommer lässt das südamerikanische Nachtschattengewächs gewaltig wachsen – allerdings auch mit einigen Problemen. Hier zehn Erfahrungen und Tipps, die unser Biogärtner gesammelt hat:

  1. Ohne Dach geht’s nicht. Gerade das heurige Jahr hat gezeigt: Ohne Regenschutz wachsen bei uns keine Tomaten mehr. Ein Tomatenhaus, das die Nässe von den Pflanzen fernhält, schützt am besten vor Krankheiten.
  2. Ausgeizen gehört bei uns dazu. Ich habe dieses Jahr wenig ausgegeizt. Gefühlsmäßig ist aber das Entfernen der Seitentriebe besser. Ein Wirrwarr an Trieben macht die Luft stickig und der Fruchtansatz ist nicht besser.
  3. Erdäpfel weit entfernt pflanzen. Als enger Verwandter der Paradeiser übertragen Erdäpfel viele Krankheiten. Also immer weit genug entfernt pflanzen – nicht in Hauptwindrichtung!
  4. Kraut- und Braunfäule sofort bekämpfen. Viele Pflanzen sind bereits beim Kauf von dieser Krankheit befallen, ohne dass man etwas bemerkt. Daher gleich von Beginn an mit Milch, Effektiven Mikroorganismen, Schachtelhalmextrakt und Urgesteinsmehl behandeln.
  5. Samtflecken durch hohe Luftfeuchtigkeit. Vor allem in den meist schlecht belüfteten Kleingewächshäusern tritt diese Krankheit auf. Die gelben Flecken an der Oberfläche und die grünbraunen an der Unterseite sind Anzeichen. Der Pilz überwintert im Glashaus, daher Wände gut reinigen und Erde am allerbesten mit Mikroorganismen behandeln.
  1. Mehltau und Grauschimmel. So heißen die typischen Krankheiten, die bei hoher Luftfeuchtigkeit und Wärme – so wie das im heurigen Sommer oft der Fall ist – entstehen. Daher am besten immer nur von unten gießen (wie bei allen Pilzerkrankungen) und für Umluft sorgen. Stehende Luft ist der größte Pilz-"Produzent".
  2. Eingerollte Blätter bei zu viel Dünger. Werden Tomaten mit vielen Nährstoffen versorgt und gleichzeitig viele Seitentriebe und die untersten Blätter entfernt, dann rollen sich die meist dunkelgrünen Blätter ein. Hier kann Entwarnung gegeben werden: Das ist keine Krankheit, sondern ein Überangebot an Nährstoffen, das keine Auswirkungen auf den Ertrag hat.
  3. Weiße Fliegen als Invasion. Wer sie nicht von Beginn mit biologischen Mitteln bekämpft, hat kaum eine Chance. In Gewächshäusern mit Schlupfwespen und Gelbtafeln bekämpfen.
  4. Braune Flecken an den Früchten. Das kann die Kraut- und Braunfäule sein (siehe oben), oder die sogenannte Blütenendfäule (brauner Fleck direkt gegenüber dem Stängel). Das ist aber keine Krankheit, sondern ein Zeichen von Stress: zu heiß, zu kalt, zu viel oder zu wenig Wasser.
  5. Aufgeplatzte Früchte. Die Ursache dafür: zu große Unterschiede bei der Wasserversorgung. Also gleichmäßig, aber nicht übertrieben gießen.

Mehr über Effektive Mikroorganismen unter EM in 2 Minuten

Originalartikel auf: http://www.nachrichten.at/freizeit/haus_garten/Tomaten-in-Huelle-und-Fuelle-10-Tipps-fuer-eine-lange-Ernte;art123,2320413

 

 

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