Shamil Borchashvili erstmals bei einem Judo Grand Slam im Finale

29.03.21 Shamil Borchashvili erstmals bei einem Judo Grand Slam im Finale

Shamil Borchashvili vom LZ Multikraft Wels belegt beim Grand-Slam-Turnier in Tiflis (Georgien) Rang zwei. Er muss sich erst im Finale dem als Nummer 4 gesetzten Sami Couchi (Belgien) mit Ippon geschlagen geben.

Für Shamil war es die erste Finalteilnahme auf Grand-Slam-Ebene und das beste Ergebnis seiner Karriere. Er ist damit jetzt endgültig an der Weltspitze angekommen. Als Draufgabe gibt es 500 Weltranglistenpunkte, ein ganz großer Schritt in Richtung Olympische Spiele.

 

Dabei hatte der 25-jährige Kämpfer des LZ Multikraft Wels im Finale schon nach 12 Sekunden wie der Sieger ausgesehen. Seine Selbstfalltechnik wurde vom Kampfrichter mit Ippon gewertet, nach Videobeweis aber auf Waza-ari korrigiert. Leider ging's nicht in dieser Tonart weiter. Nach 1:02 Minuten setzte sich der Belgier mit Ippon (durch Würgegriff) durch.

 

Im Poolfinale setzte sich der Welser Judoka gegen den starken Russen Alan Khubetsov, zuletzt 5. beim Masters in Doha, mit Ippon (Selbstfalltechnik) im Golden Score nach 5:16 Minuten Kampfzeit durch. Im Semifinale traf er auf den WM-Dritten Antoine Valois-Fortier (CAN). Nach nur 1:09 Minuten das plötzliche Ende, der Kanadier gibt verletzungsbedingt auf. Damit war der erste Finaleinzug Realität.

 

„Schade, dass Shamil im Finale am Ende noch verloren hat. Aber er kann stolz auf dieses Ergebnis sein. Er ist ja erst seit knapp drei Jahren auf der World Tour, klettert in der Weltranglisten kontinuierlich nach oben. Sein erster Sieg auf der World Tour ist nur eine Frage der Zeit", meint ÖJV-Sportdirektor Markus Moser.

„Es ist cool, zum ersten Mal bei einem Grand-Slam-Turnier am Podium zu stehen. Dieser 2. Rang ist mein bestes Karriere-Resultat auf der World-Tour. Die 500 Weltranglisten-Punkte fürs Finale sollten endgültig für die Olympia-Qualifikation reichen. Ich werde mit ÖJV-Headcoch Yvonne Bönisch meine taktischen Fehler besprechen, weiter arbeiten. Bei EM und WM will ich noch besser sein. Das gilt auch für Olympia“, gibt sich Shamil Borchashvili gleichzeitig selbstkritisch und selbstbewusst.

Bereits am Freitag war Sabrina Filzmoser (–57 kg) bei ihrem Comeback nach einem Sieg in der ersten Runde und einer Zweitrundenniederlage gegen die spätere Finalsiegerin Nora Gjakova (Weltranglisten 6. aus dem Kosovo) unplatziert geblieben.

 

(Fotos Copyright: Sellner)

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