Selbstversorgung aus dem eigenen Garten mit Effektiven Mikroorganismen

07.04.21 Selbstversorgung aus dem eigenen Garten mit Effektiven Mikroorganismen

Es war der große Traum, sich so natürlich wie möglich selbst zu versorgen. Seit Ender der 1970er-Jahre setzen Anton Ithaler und seine Frau Sophie diesen Traum in die Tat um. Sie versorgen sich selbst mit biologischem Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten. Der pensionierte Volksschuldirektor aus Nestelbach im Ilztal in der Steiermark und Autor des EM-Kinderbuches „Effi &Miki“ ist begeisterter Gärtner und EM-Anwender der ersten Stunde. Seit gut zwanzig Jahren setzt er das Multikraft-System ein, hat in der Region einen EM-Stammtisch gegründet und Tausende Informationsveranstaltungen abgehalten, wo er sein Wissen an interessierte Bauern, Gärtner und Gartenbegeisterte weitergegeben hat.

„Das Schönste ist, am Mittagstisch zu sitzen und sagen zu können: Schau, das ist alles aus dem eigenen Garten“, erzählt Toni Ithaler. Gesundes Gemüse zu ernten, bewusst saisonal zu essen und mit der eigenen Gartenarbeit zum Klimaschutz beizutragen - das sind einige Stärken der Selbstversorgung, die Toni Ithaler wichtig sind. Seit vielen Jahren experimentiert er auf einem steilen Hanggrundstück und hat mit Steinmauern einen üppigen Terrassengarten angelegt. 2020 hat er zusätzlich ein ebenes Grundstück angelegt, wo auf Dämmen unter anderem Kartoffeln, Grünkohl, Brokkoli, Bohnen, Knoblauch und Zwiebeln gedeihen.

Kompostwirtschaft mit Bokashi

„Ich habe den Boden mit einer Zweiradhacke händisch bearbeitet und Dämme gemacht. Die Dämme bewähren sich sehr gut, wir haben eine Fülle an Zwiebeln und sogar im November noch Erdbeeren geerntet.“ Den schweren Tonboden düngt Toni Ithaler mit Mist von den eigenen Hühnern, Bokashi und organischem Kompost. Zu erwähnen ist, dass dem Trinkwasser der Hühner regelmäßig das Ergänzungsfuttermittel FKE (Fermentierter Kräuterextrakt) beigegeben wird und auch das zur Kreislaufwirt- schaft in Toni Ithalers Garten gehört.

„Alles wird selbst zu Kompost bzw. Bokashi verarbeitet. Kein Blatt, kein Ast, kein Halm verlässt den Grund. Mit Hühnermist mache ich an die 8 m3 Bokashi im Jahr und aus pflanzlichen organischen Materialien mache ich eine Bokashi-Kompost-Mischung. Ich habe sechs 1 m3 große Boxen, in denen ich organisches Material mit EM Aktiv und Urgesteinsmehl vermische. Die Boxen werden für sechs Wochen luftdicht abgedeckt. Man kann Bokashi für den Garten auch mit einem 10-Liter-Kübel machen, den man luftdicht abdeckt.“

Hervorragender Biodünger

Beim Bokashieren wird Bioabfall mit Effektiven Mikroorganismen und Urgesteinsmehl zusammen fermentiert. Bokashi ist ein hervorragender Biodünger. Durch die Fermentation entstehen wertvolle Aminosäuren, Vitamine, Huminstoffe und Zucker. Das fertige Bokashi hat einen sauren pH-Wert und man muss darauf achten, wann das Bokashi-Material eingearbeitet wird. „Im Herbst bringe ich großzügig Bokashi aus, weil es über den Winter im Boden verarbeitet wird. Ansonsten arbeite ich es zehn bis 14 Tage vor dem Anpflanzen in den Boden ein. Erst dann werden die Pflanzen gesetzt, da das Bokashi sonst zu intensiv ist. Ich mache auch punktuelle Düngungen mit Bokashi, indem ich es in die Pflanzlöcher gebe. Dadurch haben die Pflanzen einen sehr guten Depotdünger während des gesamten Wachstums. Bokashi eignet sich als Dünger für Gemüse genauso wie für Obstbäume, Rosen, Zier- und Fruchtsträucher.“

Stärken des Multikraft-Systems

Bei jedem Setz- und Gießvorgang ist das Multikraft-System mit dabei. „Ich habe mir selbst Rezepturen erarbeitet und die Pflanzenstärkung funktioniert damit sehr gut. Ganz zeitig im Frühjahr gieße ich die Böden mit EM Aktiv und Terrafert Boden. Die gesetzten Pflanzen gieße ich mit einer Mischung aus EM Aktiv, Terrafert Boden, MK 5 und Neemöl. Regelmäßig besprüht werden die Pflanzen mit einer Mischung aus EM Aktiv, Terrafert Blatt, MK 5, Neemöl, ultrafeinem Urgesteinsmehl und Molkepulver“, erzählt Toni Ithaler. So wird Krankheiten und unerwünschten Gästen vorgebeugt. An Kartoffeln finden sich keine Kartoffelkäfer,Tomaten bleiben von Braunfäule verschont. Die Ernten sind üppig.

Worin sieht Anton Ithaler die Stärken des Multikraft-Systems im Privatgarten? „Das Zusammenspiel von Kompostwirtschaft mit Bokashi und den regelmäßigen Boden- und Pflanzenbehandlungen verändert das gesamte Milieu und sorgt für gutes Wachstum. Ist der Boden gut versorgt, hält er das ganze System aufrecht, positive Mikroorganismen vermehren sich und beugen Krankheiten vor. Der Wasserhaushalt im Garten wird gut geregelt. In Trockenperioden trocknet der Boden nicht aus, in Nässeperioden fließt Wasser gut ab. Wichtig ist die regelmäßige Anwendung des Multikraft-Systems, um die Böden aufzubauen und die Pflanzen vorbeugend zu stärken.“ Ein ebenso selbstverständlicher Teil der Gartenarbeit ist für Toni und Sophie Ithaler das Mulchen. Sein Tipp: „Die Mulchschicht bestreut man mit Urgesteinsmehl und besprüht sie mit einer Mischung aus 1:10 EM Aktiv und Wasser. Die Fermentation setzt sofort ein und somit werden Schnecken abgehalten.“

Wertvolle Lebensmittel

Obst, Gemüse, Kräuter und Zierpflanzen gedeihen im Biogarten von Toni Ithaler wunderbar. Unterhalb des Hanggrundstücks hat er einen Garten mit Apfelbäumen angelegt und arbeitet dort ebenfalls mit Bokashi und dem Multikraft-System. Die jungen Bäume sind dank der Behandlungen sehr gut angewachsen. Die Vorfreude auf schmackhafte, naturbelassene Äpfel ist groß.

„Im Terrassengarten habe ich auch einen Kürbistunnel gemacht und im Herbst haben wir Kürbisse in Hülle und Fülle geerntet. Das ist ein Hit. Durch die Selbstversorgung aus dem eigenen Gar- ten verändern sich die Essgewohnheiten. Wir freuen uns über jede Ernte, über gesundes Obst und Gemüse. Wir essen saisonal und schätzen die Lebensmittel auf unserem Teller jeden Tag.“

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