Pflege und Ernte von Küchenkräuter

12.07.19 Pflege und Ernte von Küchenkräuter

Es ist manchmal gar nicht so leicht Kräuter lange am Leben zu halten. Mit unseren Tipps sollte es aber bestimmt klappen und dem endlosen Würzen steht nichts mehr im Wege.

Frische Kräuter sind unverzichtbar für die Küche. Mit ihrem besonderen Aroma verleihen sie jedem Essen nochmal einen außerordentlichen und unentbehrlichen Geschmack.  Außerdem sind viele Kräuter auch Heilpflanzen und wirken sich positiv auf die Gesundheit aus.

Für ein paar Kräuter braucht man keinen riesen Garten oder Gemüsebeet, sie gedeihen problemlos in Töpfen, Blumenkästen, am Balkon oder direkt am Küchenfenster. Rund um das ganze Jahr kann man sich über Kräuter freuen! Wenn man sich Kräuter selber ziehen will, sollte man das im Frühjahr machen. Vorgezogene Pflanzen kann man fast das ganze Jahr kaufen.

 

Standort

Das praktische wenn man Kräuter in Töpfen anpflanzt: Man kann sie je nach Jahreszeit leicht an den richtigen Ort stellen und je nach Gefallen immer wieder neu arrangieren. Im Sommer am Balkon oder auf der Terrasse und im Winter ganz einfach in der Küche zum Überwintern. Die verschiedenen Kräuter-Sorten haben aber unterschiedliche Ansprüche an Schatten, Sonneneinstrahlung und Wind.

  • Heller, sonniger Standort:
    Basilikum, Rosmarin, Dill, Majoran
  • Sonniger bis halbschattiger Standort:
    Oregano, Petersilie, Schnittlauch, Liebstöckel, Koriander, Rucola
  • Halbschattig:
    Minze
  • Sonnig und windgeschützter Standort:
    Zitronenmelisse, Thymian, Salbei

 

Pflanzgefäße

Als Pflanzgefäße eignet sich so ziemlich alles. Als Upcycling-Idee kann man dafür alte Dosen oder große Gläser verwenden. Jeglicher Topf oder Kübel oder Balkongefäß eignet sich. Ganz egal ob am Balkongeländer oder auf einem extra kleinen Tisch – alles ist erlaubt was gefällt. Manche Kräuter „vertragen“ sich auch so gut, dass man sie gemeinsam in ein Gefäß geben kann – Stichwort Mischkultur! So zum Beispiel passen Salbei und Oregano gut zusammen und im Gegensatz dazu verträgt sich Schnittlauch nicht mit Petersilie. Es gibt aber auch Einzelgänger, wie Lavendel oder Liebstöckel, die lieber alleine in einem Gefäß wachsen

Staunässe vermeiden

Trotz ihrer verschiedenen Pflegeansprüche haben alle Kräuter eines gemeinsam: Sie mögen keine Staunässe. Deshalb sollte egal für welches Gefäß man sich entschieden hat das Pflanzgefäß über ein Ablaufloch für überschüssiges Wasser verfügen. Beim Einsetzten der Kräuter also eine Drainage legen, das heißt einfach Perlite, Kies oder Tonscherben zum Boden legen und danach die Erde drüber.

 

Gießen

Kräuter regelmäßig gießen, aber nur so viel bis die Erde durchdrungen ist. Beim Gießen auch darauf achten das Wasser nicht direkt über die Blätter zu gießen, sondern direkt auf die Erde. Dem Gießwasser Effektive Mikroorganismen hinzufügen um die Wurzelbildung zu fördern. Dazu im Verhältnis für 10 L Wasser 2 Verschlusskappen EM Aktiv und 1 Verschlusskappe Terrafert Boden hinzufügen.

 

Richtiges Abschneiden

Was Hobbygärtner manchmal vor eine Herausforderung stellt, ist die Frage, wie man die Kräuter richtig erntet bzw. schneidet ohne das Wachstum zu stoppen.

  • Petersilie wird am besten stängelweise entnommen, dabei die inneren Blätter stehen lassen, so wächst es weiter.
  • Basilikum sollte man nicht, auch wenn die Versuchung groß ist, einzelne Blätter abzupfen. Am besten ganze Triebspitzen auf einer Länge von 5-7 cm mit einem Messer abschneiden – nicht pflücken. Den Schnitt knapp über einem Blattpaar ansetzen, dann können problemlos weiter Verzweigungen sprießen.
  • Salbei sollte fortlaufend geerntet werden, denn dann wird der Grad der Verholzung reduziert. Bei Salbei die krautigen Spitzen der Triebe abschneiden und dann zB zum Trocknen kopfüber an einem luftigen, warmen Ort aufhängen. Einzelne Blätter kann man bei Gelegenheit natürlich auch ernten.
  • Zur Ernte von Rosmarin ganze Triebe möglichst nahe am Holz abschneiden und danach die Nadeln vom Stamm schneiden.
  • Schnittlauch ist ganz unkompliziert: Ein Stück über der Erde abschneiden und danach treiben sie wieder aus.
  • Bei Dill können einzelne Dillspitzen von etwa 15 bis 20 cm abgeschnitten werden.
  • Oregano wird am besten dann im Sommer geerntet, wenn er seine Lippenblüten öffnet, denn dann schmeckt der Oregano am aromatischten. Das Wachstum wird angeregt, wenn man die Triebe oberhalb einer Verzweigung abschneidet.
  • Thymian schmeckt ebenfalls am besten, wenn er Blüten trägt. Hier die einzelnen Triebe sauber mit einer Schere schneiden.

 

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