Im Spätsommer anbauen - im Winter ernten

28.08.19 Im Spätsommer anbauen - im Winter ernten

Was viele nicht wissen: zahlreiche Arten von Gemüse gedeihen auch im Winter prächtig. Wie und mit welcher Art von Gemüse das funktioniert, zeigen wir dir hier.

Ohne Weiteres lassen sich erntefrische Salate und Kohlgemüse wie zum Beispiel Zuckerhut, Chicoree, Asia- und Pflück-Salate über die Wintermonate bis in den März hinein ernten. Wer möchte, kann also auch im November oder Dezember frischen Spinat und knackige Radieschen im eigenen Garten gedeihen lassen. Der Einsatz von Effektiven Mikroorganismen erzeugt im Boden einen wärmenden Effekt, der Pflanzen dabei hilft, in der kalten Übergangsphase auch im Freien zu überstehen. Gemüse und Salate können so auch gartenfrisch im Winter direkt auf den Teller.

Wir zeigen wie einfach Wintergemüse angebaut und gepflegt werden kann. Der Startschuss für den erfolgreichen Anbau fällt bereits jetzt im Spätsommer. Wintergemüse braucht viel Nährstoffe. Das Beet sollte daher mit Kompost oder fertigem Bokashi vorbereitet werden, auf Stickstoffdünger sollte aber verzichtet werden, sonst werden die Pflanzen anfällig für Krankheiten.

Am besten eignen sich Kopfsalate, Pflücksalat, Chinakohl, Zuckerhut, Vogerlsalat und Spinat im geschützten Beet (Frühbeet oder Mistbeet) und Brokkoli oder Kohl im Freiland. Die Salate im Topf oder Kisten aussäen (Ende August bis Anfang Oktober), und nach drei Wochen in die Hochbeete oder im geschützten Beet pflanzen und mit EM Aktiv und Terrafert Boden angießen. Effektive Mikroorganismen fördern das Bodenleben. Kompost und organisches Material wird mit den kleinen Helfern schneller umgebaut und die Pflanzen können im warmen lebendigen Boden im Winter gut wurzeln. Der besondere Vorteil beim Anbau von Wintergemüse: Gießen muss man im Winter nur selten, auch Schädlinge gibt es während der kalten Jahreszeit kaum.

Eine leichte Schneebedeckung oder Frost macht dem Wintergemüse nichts aus. Starke Temperaturschwankungen und zu viel Feuchtigkeit hingegen führen häufig zu Fäulnis. Mit einer Abdeckung kann jedoch für ein geeignetes Mikroklima gesorgt werden. Regelmäßige Belüftung ist dabei besonders wichtig. So haben Ihre Pflanzen mit eisigen Nächten und milden Sonnentagen kein Problem. Zu beachten ist, dass man gefrorene Pflanzenteile auf keinen Fall berühren oder bewegen soll, damit zerstört man die Blattstruktur und das Gemüse wird matschig.

Auch im Freiland können Asia Salate Ende September/Oktober ausgesät werden und bis in den November geerntet werden. Für das Freiland eignet sich auch Brokkoli oder Kohl. Wird er spätestens im August gepflanzt, kann er im Winter geerntet werden. Die milde Herbstwitterung der letzten Jahre sorgten dafür, dass Gemüsepflanzen oft ohne Probleme auch im Freien bis Weihnachten auf dem Beet bleiben konnten. Vor starken Temperaturschwankungen schützen bei der Freilandkultur Vliese am besten.

Dieser einfache Wintergenuss bringt nicht nur frisches Grün aus dem eigenen Garten auf den Tisch, sondern auch Unabhängigkeit. Durch den Anbau wird der eigene CO2-Fußabdruck reduziert, denn man greift nicht auf Gemüse zurück, das oft aberhunderte Kilometer zurückgelegt hat, und spart zugleich umweltfeindlichen Verpackungsmüll ein. Die heimische Vielfalt strotzt zudem nur so von Vitamin C – so haben Kohlsprossen doppelt so viel Vitamin C wie eine Orange. Auch der Feldsalat ist mit seinem hohen Gehalt an Beta-Carotin, Vitamin C, B6 und Folsäure eine wahre Vitaminbombe.

 

 

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