Die Haut der Erde - Gezielter Humusaufbau bringt's

16.12.19 Die Haut der Erde - Gezielter Humusaufbau bringt's

In gesunden Böden gedeihen gesunde Feldfrüchte. Intakte Böden sind den Erträgen förderlich und sind besser vor Erosion geschützt. Angesichts zunehmender Wetterextreme sind humose Böden ein wichtiger Faktor für die Landwirtschaft. Die EM-Technologie unterstützt die regenerative Landwirtschaft und fördert vitale Böden.

Die Vorteile liegen auf der Hand oder vielmehr unter unseren Füßen. In gesunden Böden gedeihen gesunde Feldfrüchte. Intakte Böden sind den Erträgen förderlich und sind besser vor Erosion geschützt. Angesichts zunehmender Wetterextreme sind humose Böden ein wichtiger Faktor für die Landwirtschaft. Schonende Bodenbearbeitung, optimale organische Düngung, konsequente Rückführung der Ernterückstände und Zwischenfrüchte bzw. Untersaaten zählen zu den wirkungsvollen Maßnahmen des Humusaufbaus. Die EM-Technologie unterstützt die regenerative Landwirtschaft und fördert vitale Böden.

Humus, die Haut der Erde, besteht aus Nährstoffen, die für Bodenorganismen und Pflanzen verfügbar sind. Mit dem Ab- und Umbau von Nährstoffen entsteht ein Kreislauf, der für gesunde Böden und Pflanzen unabdingbar ist. Die vielen im Humus enthaltenen Substanzen geben dem Boden Struktur und Speicherkapazität. Diese Eigenschaften ermöglichen es dem Humus, der Auswaschung durch Starkregen und dem Abblasen durch Stürme standzuhalten, Wasser zu speichern und Kohlenstoff zu binden.

Vor allem im Humus wird Kohlenstoff gespeichert und deswegen wird er auch Kohlenstoffsenke genannt. Geht Humus verloren, entweicht Kohlenstoff als Klimagas CO2 in die Atmosphäre. Je höher der Humusgehalt ist, desto mehr kann der Boden Kohlendioxid aus der Luft binden – eine Riesenchance für den Klimaschutz. Die Reduktion von CO2-Emissionen durch die Aufnahme und Speicherung in Böden lässt sich durch gezielten Humusaufbau fördern.

Böden mit hohem Kohlenstoffgehalt sind fruchtbarer, denn sie speichern mehr Nährstoffe und Wasser. Im Humus gibt es zudem mehr Leben wie zum Beispiel Mikroorganismen und Regenwürmer und andere Bodenlebewesen, welche laufend die abgestorbenen Pflanzenteile zersetzen, für die Durchlüftung der Böden und für eine gute Bodenstruktur sorgen.


Organische Düngung mit Kompost

„Humus ist das Um und Auf für den Boden“, ist Betriebsleiter Franz Reidinger von der Harmer KG überzeugt. Die 250 Hektar große Biolandwirtschaft in Niederösterreich betreibt eine Biokompostanlage und arbeitet seit gut 20 Jahren Effektive Mikroorganismen in das Kompostmaterial ein. Das gut fermentierte Material versorgt die Böden.
Die Multikraft-Technologie wird auch regelmäßig zur Bodenbehandlung eingesetzt. „Wir fahren gesamtflächig dreimal über alle Böden mit BB Boden und dreimal über alle Kulturen mit BB Blatt und BB Multical“, berichtet Franz Reidinger, der auch sämtliche Ernterückstände in den Boden einarbeitet. Diese jahrelang konsequente Arbeit ist mittlerweile in Zahlen sichtbar.


Aufbau von Dauerhumus

„In unserer Gegend liegt der Humusgehalt bei 1,4 % bis 1,9 %. Wir haben bei der Bodenuntersuchung im Jahr 2018 einen Humusgehalt von 3,8 % festgestellt. Der Humusgehalt hat sich in zwanzig Jahren um 2,4 % erhöht“, stellt Franz Reidinger fest, der zudem die Ackerflächen bodenschonend mit dem Grubber bearbeitet. Mit diesen Maßnahmen werden im Betrieb jährlich rund 541.000 kg an CO2 eingespart.
„Die minimale Bodenbearbeitung ist einer unserer Leitgedanken. Die flache, wendende Bearbeitung spart viel Treibstoff und ist damit auch klimarelevanter“, erklärt Lukas Hader, Geschäftsführer von Multikraft.

In unseren Böden schlummert ein großes Potenzial, das sich mit dem konsequenten Einsatz der EM-Technologie fördern lässt. Lukas Hader: „Für den Humusaufbau ist das richtige Kohlenstoff-Stickstoffverhältnis (CN-Verhältnis) im Boden wichtig. Bei der Frühjahrsdüngung zu den Hauptkulturen gibt es oft einen starken Überhang an N. So besteht das Risiko, dass dieser Stickstoffüberhang in das Grundwasser ausgewaschen wird oder in die Luft übergeht. Dem kann man gut entgegenwirken, indem FKE (Fermentierter Kräuterextrakt) und Pflanzenkohle in der Tierhaltung eingesetzt werden.“

 

Organische Düngung mit Stallmist

Wie gut das funktioniert, davon wissen Franz und Harald Tschiggerl zu berichten, die in der Steiermark einen Hühnermast- und Ackerbaubetrieb führen. In der Hühnermast arbeiten sie gänzlich ohne Antibiotika und setzen seit rund sechs Jahren dem Hühnerfutter regelmäßig FKE (Fermentierter Kräuterextrakt) und Futterkohle zu. Franz Tschiggerl zeigt sich sehr zufrieden: „Diese Kombination bringt im Darm der Hühner eine positive Entwicklung. Der Ammoniakgehalt der Stallluft hat sich um 2/3 verringert und der Mist hat eine bessere Qualität.“

Pflanzenkohle dient als Futterhilfsmittel, dem Humusaufbau und der Konservierung organischer Dünger. Durch FKE (Fermentierter Kräuterextrakt) bilden sich weniger klimaschädigende Gase wie Methan, Lachgas oder Ammoniak. Eine gute Kombination also, um den Hühnermist als organischen Dünger auf den Feldern auszubringen.

„Unser Hühnermist ist dadurch hochwertiger und wir benötigen zur Ausbringung weniger davon“, berichtet Franz Tschiggerl, der mit seinem Sohn Harald den Hühnermist im Herbst auch auf Erntereste ausbringt, damit diese besser verrotten. „Wir verwenden Hühnermist bei jeder Kultur, sei es Kürbis, Mais oder Getreide. Die Spurenelemente im fermentierten Hühnermist stellen den Pflanzen ein ausgewogenes Nährstoffverhältnis zur Verfügung und die organische Düngung bringt vor allem für den Humusaufbau sehr viel.“


Stroh- und Stoppelbehandlung

Die konsequente Rückführung der Ernterückstände ist für den Humusaufbau eine wichtige Maßnahme. Lukas Hader von Multikraft: „Mit einer ordentlichen Rottelenkung durch die Stroh- und Stoppelbehandlung mit BB Boden können wir sehr viel erreichen. Dadurch wird die mi-
krobielle Aktivität im Boden gesteigert.“ Das am Feld verbleibende Stroh wird rasch zu Humus umgearbeitet, weil Effektive Mikroorganismen das organische Material schneller zersetzen. „BB Boden enthält ganz gezielt Bakterienkulturen, die sehr verholzte Teile, wie wir sie im Stroh haben, gut abbauen können.“
Humose Böden fördern gute Erträge, halten Wetterextremen besser stand und sind ein Beitrag zum Klimaschutz. Eine Menge Vorteile also. Gezielter Humusaufbau bringt’s.

Schon mit 30 - 50 Liter BB Boden je Hektar wird das Bodenleben aktiviert und der Humusaufbau gestartet.

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