Umstellung auf biologisch zertifizierte Landwirtschaft

Chancen für die Zukunft

12.10.20 Umstellung auf biologisch zertifizierte Landwirtschaft

Die mehrjährige Umstellungsphase ist vorbei. 2019 fährt Markus Kaiser, Landwirt aus der Marktgemeinde Sierndorf in Niederösterreich, seine erste biologisch zertifizierte Ernte ein. Das Multikraft-System unterstützt den frisch gebackenen Biobauern dabei, Böden und Pflanzen zu stärken. Die Qualität von Kartoffeln und Zwiebeln passt bestens.

Markus Kaiser vermarktet Kartoffeln und Zwiebeln direkt und in geschälter Form an Gastronomiebetriebe. Einen Großteil der Ware liefert er in Küchen von Hotels und Restaurants ins rund dreißig Kilometer entfernte Wien: „Wir haben immer schon auf hohe Qualität und Sortenreinheit geachtet. Für die Vermarktung geschälter Kartoffeln braucht man die richtigen Sorten. Unsere Hauptsorte ist die festkochende Campina. Diese Sorte ist für Köche einfach zu handhaben, weil sie sich nach dem Schälen nicht verfärbt. Die Sorte Bellmonda ist vorwiegend festkochend und wächst im biologischen Anbau sehr gut. Es entspricht der Nachfrage unserer Kunden, dass wir jetzt biozertifiziert sind.“

Chancenreicher Markt

Vor drei Jahren begann Markus Kaiser mit der Umstellungsphase für die Biozertifizierung. Der landwirtschaftliche Betrieb seiner Eltern ist gerade mittendrin und wird im Jahr 2021 die Zertifizierung erhalten. Gemeinsam bewirtschaften die Kaisers rund 80 Hektar. Die Biobranche bringt einige Chancen mit sich und ist nach wie vor ein Wachstumsmarkt. Die regionalen Aussichten sind gut, die Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse höher. Mögliche Risiken bei Ernte, Qualität und Lagerung federt Markus Kaiser von vornherein ab. Zur Vorbeugung von Krankheiten, Schädlingen oder Fäulnis setzt er auf das Multikraft-System, welches er am Feldtag im niederösterreichischen Spillern beim Biobetrieb Harmer KG kennengelernt hat.

Humusaufbau

Das Multikraft-System wendet Markus Kaiser nun regelmäßig beim Anbau von Kartoffeln und Zwiebeln zur Bodenbearbeitung und Pflanzenstärkung an. Bei der Vorbereitung der Felder, nachdem Getreide abgeerntet wurde, kommt BB Boden zum Einsatz. „Ich finde, es bringt viel, wenn man gut auf den Boden schaut“, sagt Markus Kaiser, der die Ausbildung zum Bodenpraktiker bei BioAustria absolviert hat.

„Gleich beim ersten Stoppelsturz bringe ich 30 Liter BB Boden mit einer Aufwandmenge von rund 100 Liter Wasser pro Hektar aus. Ich habe mir am Grubber vorne bei den Zinken eine Düse montiert und sprühe so die Multikraft-Produkte direkt in den Boden.“ Dadurch werden die Ernterückstände schneller in wertvollen Humus umgewandelt, Fäulnisbildung im Boden wird verhindert. Eine weitere Bodenbearbeitung erfolgt im Herbst, wenn die Begrünung am Feld gehäckselt und mit der Kurzscheibenegge eingearbeitet wird. Das Besprühen der Zwischenfrüchte mit BB Boden fördert die Umwandlung organischer Substanzen und verhindert ebenfalls Fäulnisprozesse im Boden.

Gesunde Pflanzen

Zur Pflanzenstärkung bringt Markus Kaiser regelmäßig eine Mischung aus BB Blatt, Terrafert Blatt, MK 5 und BB Multical auf den Feldern aus. Die EM-Mischung sprüht er bereits bei den Jungpflanzen und dann die ganze Wachstumsphase hindurch. Das stärkt die Widerstandsfähigkeit der Pflanzen gegenüber Krankheiten und Schädlingen. Ausfälle können auf diese Weise reduziert werden.

Zur Behandlung der Zwiebelpflanzen auf dem Feld fügt Markus Kaiser der EM-Mischung noch den Schachtelhalmextrakt von Multikraft hinzu. Die Pflanzen entwickeln robuste Blätter und sind weniger anfällig für Pilzkrankheiten. Mit dem Multikraft-System wird ein regeneratives Milieu hergestellt.

Alles in allem steigert die regelmäßig und konsequent durchgeführte Blattbehandlung mit dem Multikraft-System die natürlichen Abwehrkräfte der Pflanzen. „Mit der biologischen Bewirtschaftung und der Anwendung des Multikraft-Systems muss man längerfristig denken. Ich denke, die EM-Technologie tut den Böden und Pflanzen insgesamt gut, und ich wende das Multikraft-System an, um mir selber ein Bild davon zu machen“, sagt Markus Kaiser, der darin eine Chance sieht, für gesunde Böden und Pflanzen zu sorgen. Zugleich erzeugt er Feldfrüchte von hoher Qualität.

„Von der Qualität her war die Ernte 2019 sehr gut. Im Vergleich zu anderen Bauern hatten wir bei den Zwiebeln viel weniger Abfall. Wir kamen auf nur ca. 10 bis 15 % Fäulniszwiebeln.“ Mit der biologischen Bewirtschaftung und mit dem Multikraft-System ist Markus Kaiser also gleich von Anfang an richtig gut durchgestartet: „Ich bin sehr froh, dass wir diesen Schritt jetzt gemacht und unseren Betrieb umgestellt haben. In Zukunft sind viele Spritzmittel nicht mehr zugelassen. Man muss also umdenken und Neues ausprobieren. Vom Ertrag her ist die biologische Bewirtschaftung genauso gut wie die konventionelle Landwirtschaft“, ist Markus Kaiser überzeugt. Für seinen biozertifizierten Betrieb sieht er gute Chancen für die Zukunft. „Viele unserer Kunden fragen nach biologischen Produkten und man sieht, der Trend geht in diese Richtung. Wir haben uns darauf gut eingestellt.“

 

(Foto: Markus Kaiser im Kartoffelfeld)

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